Wie Viel Prozent Steuer Bei Abfindung?

Wie Viel Prozent Steuer Bei Abfindung
Fünftelregelung – Es gibt allerdings eine Möglichkeit, die Steuerlast auf Ihre Abfindung zu senken: die sogenannte „Fünftelregelung”. Dabei wird nicht die gesamte Abfindung zu Ihrem Jahreseinkommen addiert, um die Höhe der Steuer zu berechnen. Vielmehr wird fiktiv angenommen, dass Sie die Abfindung verteilt über fünf Jahre erhalten.

Es wird also nur ein Fünftel der Abfindung zu Ihrem Jahreseinkommen hinzugezählt und daraus die Steuer berechnet. Dann wird die Steuer berechnet, die lediglich auf Ihr Jahreseinkommen anfällt. Die Differenz daraus ist also die Steuer, die Sie für ein Fünftel Ihrer Abfindung bezahlen würden.

Dieser Betrag wird nun mit fünf multipliziert und ergibt die Steuer, die Sie für Ihre Abfindung bezahlen müssen.

Wie viel Prozent Steuern muss ich auf eine Abfindung zahlen?

So wird die Steuer berechnet – Beispiel: Ein lediger Mann wird entlassen und erhält eine Abfindung über 20. 000 Euro. Im Jahr 2016 hat er nach Abzug seiner gesamten abzugsfähigen Aufwendungen ( Werbungskosten , Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen ) ansonsten 50.

000 Euro als Lohn zu versteuern. Bei der Fünftelregelung wird ein Fünftel der Abfindung dazugezählt. Die darauf entfallende Einkommensteuer wird mit derjenigen verglichen, die auf das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung anfällt.

Der fünffache Unterschiedsbetrag aus beiden Beträgen gilt als Einkommensteuer für die Abfindung.

Wie viel wird von einer Abfindung abgezogen?

Abfindung Beispiel 1 – Steuern berechnen für einen Single – Ein Single hat im Jahr 2022 ein zu versteuerndes Einkommen (zvE) von 40. 000 € und erhält nach lang­jähriger Betriebs­zuge­hörig­keit eine Abfindung von 60. 000 €. Er ist kirchen­steuer­pflichtig mit 8 %. Wie viel bleibt netto von seiner Abfindung übrig?

zu versteuerndes Einkommen Einkommen­steuer
40. 000 € 8. 177 €
40. 000 € + 1/5 × 60. 000 € = 52. 000 € 12. 593 €

Einkommensteuer auf die Abfindung : (12. 593 € − 8. 177 €) × 5  = 22. 080 € Um die Netto-Abfindung zu bestimmen, müssen nun noch der Solidaritäts­zuschlag (5,5 %) und die Kirchen­steuer (8 %) berechnet werden. Diese ermitteln wir zunächst jeweils auf die gesamte Einkommen­steuer, um daraus den Teil zu bestimmen, der auf die Abfindung entfällt.

Ein­kommen­steuer Soli Kirchen­steuer
zvE 8. 177 € 0,00 € 654,16 €
zvE + Abfindung nach Fünftel­regelung 8. 177 € + 22. 080 € 1. 582,82 € 2. 420,56 €

Soli auf die Abfindung : 1. 582,82 € − 0,00 € = 1. 582,82 € Kirchensteuer auf die Abfindung : 2. 420,56 € − 654,16 € = 1. 766,40 € Nun ist gesamte Steuer berechnet, die von der Abfindung des Arbeit­gebers in Höhe von 60. 000 € abge­zogen werden muss. Damit kann bestimmt werden, was netto von der Abfindung übrig bleibt.

Netto-Abfindung = 60. 000 € − 22. 080 € − 1. 582,82 € − 1. 766,40 € = 60. 000 € − 25. 429,22 € =  34. 570,78 € Wie man sieht, ist die Steuer auf die Abfindung mit 25. 429,22 € schon relativ hoch und sollte auf keinen Fall vernach­lässigt werden.

Ein zweites Beispiel zeigt die wie hoch die Steuer bei Abfindung für ein verhei­ratetes Paar wäre.

Wie hoch wird eine Abfindung versteuert 2021?

Rechner: So ist die Abfindung zu versteuern – Da die Abfindung als steuerpflichtiger Arbeitslohn gilt, ist sie prinzipiell voll zu versteuern. Nutzen Sie den Abfindungssteuerrechner (Stand 2021), um die Höhe der Steuern zu berechnen, die Sie auf Ihre Abfindung zahlen müssen. Damit die Fünftelregelung gilt, müssen 2 Bedingungen erfüllt sein:

  • Sie müssen die Abfindung innerhalb eines Kalenderjahres ausgezahlt bekommen.
  • Die Abfindung und alle weiteren Einnahmen bis Jahresende müssen höher sein, als der bis zum Jahresende wegfallende Lohn.

In folgenden Fällen ist die Fünftelregel jedoch ausgeschlossen:

  • Der Arbeitsvertrag garantiert bereits eine Abfindung.
  • Der Arbeitnehmer hat selbst gekündigt.
  • Der ausgezahlte Betrag ist ein Ausgleich für bereits erbrachte Leistungen (etwa Überstunden).
  • Der Betrag ist eine Bonuszahlung.

Mit der Fünftelregelung berechnen Sie den Steuerbetrag wie folgt:

  1. Die Abfindung wird durch 5 geteilt und zum Jahresgehalt addiert. Diese Summe wird komplett versteuert.
  2. Anschließend wird die Lohnsteuer für das Jahreseinkommen ohne Abfindung berechnet.
  3. Die Differenz der beiden Beträge wird mit 5 multipliziert.
  4. Dies ist dann die geminderte Einkommensteuer, die von der Abfindung abzuführen ist.

Den korrekten Steuerbetrag können Sie ganz einfach mit dem Abfindungssteuerrechner (Stand 2021) ganz oben in diesem Beitrag ermitteln.

Was muss ich beachten wenn ich eine Abfindung bekomme?

Das Wichtigste in Kürze zur Abfindung – Das Wichtigste in Kürze zur Definition einer Abfindung und was es dabei zu beachten gibt:

  • Bei der Annahme einer Abfindung fällt das Recht auf eine Kündigungsschutzklage weg.
  • Die Höhe der Abfindung liegt ungefähr bei der Anzahl der Betriebsjahre multipliziert mit dem Monatsgehalt.
  • Maximal kann eine Abfindung 15 Monatsgehälter betragen.
  • Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf eine Abfindung.
  • Abfindungen beenden den weiteren Kündigungsschutz.
  • Generell können nur Arbeitnehmer eine Abfindung erhalten.

Wie lange darf man nach Abfindung nicht arbeiten?

Abschläge vermeiden – Nach der Kündigung nie mehr arbeiten: So reicht die Abfindung bis zur Rente Mittwoch, 18. 11. 2015 | 05:00 Wer eine Abfindung mehrere Jahre vor seinem Rentenbeginn erhält, muss sich im Idealfall gar keinen neuen Job mehr suchen. Doch Vorsicht: Die gezahlte Summe muss hoch genug sein, damit das Geld bis zum Renteneintritt reicht.

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  4. Mehr Infos Eine Abfindung mitnehmen, statt bis zur Rente zu ackern – das klingt attraktiv;
  5. Doch für wen lohnt es sich und welche Fallstricke gibt es, das erklärt Rechtsanwalt Martin Schafhausen aus Frankfurt am Main;
See also:  Wie Berechnet Man Kfz-Steuer Bei Hybrid?

„Ich kann mir Fälle vorstellen, in denen das unproblematisch ist”, sagt Martin Schafhausen. Allerdings gebe es auch viele Konstellationen, in denen Arbeitnehmer durch eine Abfindung Verluste vor und nach Renteneintritt hinnehmen müssten. Das gelte vor allem für Männer und Frauen, die noch mehrere Jahre bis zum Beginn der Altersrente überbrücken müssten.

  1. Denn die Auszahlung der Abfindung kann sich auf viele Bereiche auswirken: Arbeitslosenversicherung: Hier sollten Arbeitnehmer an mögliche Risiken denken;
  2. Denn kündigt der Arbeitgeber nicht von sich aus, kann dies zu einer Sperrfrist von zwölf Wochen führen, bis das Arbeitslosengeld ausgezahlt wird;

„Wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird, dann wird ein Teil der Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet”, sagt Schafhausen. Krankenversicherung: „Solange ich angestellt oder arbeitslos gemeldet bin, bin ich versichert”, erklärt Schafhausen.

  1. Wer aber kein Arbeitslosengeld erhalte, müsse sich selbst versichern;
  2. Der Beitrag könne dann höher ausfallen als bisher;
  3. Die Kosten hängen bei einer sogenannten freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung auch von der Höhe der Abfindung ab;

„Muss der Arbeitnehmer sich nach Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses freiwillig weiterversichern, ist die Abfindung bei der Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen zu berücksichtigen”, erklärt Michaela Gottfried vom Verband der Ersatzkassen in Berlin.

  • Es sei denn, der Betreffende ist über eine Familienversicherung abgesichert und erhält seine Abfindung als Einmalzahlung;
  • Dann werde das Geld in der Regel nicht zum Gesamteinkommen gezählt und der Anspruch auf Mitversicherung bleibe grundsätzlich erhalten, sagt Gottfried;

Jeder Fall müsse aber einzeln geprüft werden. Gesetzliche Rente: Grundsätzlich können Arbeitnehmer mit 63 Jahren vorzeitig in Rente gehen. Aber nur, wenn man 35 Jahre lang eingezahlt habe, sagt Dirk von der Heide, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin.

  1. Dann müssen sie mit Abschlägen von bis zu 14,4 Prozent rechnen;
  2. Doch Vorsicht: Eine Firma dürfe eine Abfindung kürzen, wenn der Angestellte vorzeitig in Rente gehe, sagt Wolfgang Wawro, Experte des Deutschen Steuerberaterverbandes;

Arbeitnehmer sollten gegebenenfalls kontrollieren, ob sie ihre Mindestversicherungszeit auch erreichen, wenn sie ihren Job vorzeitig aufgeben und keinen neuen annehmen, rät von der Heide. Würden sie diese nicht erfüllen, gäbe es später keinen Rentenanspruch.

  1. Wer hier Schwierigkeiten erwartet, kann freiwillig weiter in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen;
  2. Zwischen 84,15 Euro und 1131,35 Euro pro Monat liegen die derzeitigen Sätze, erklärt von der Heide;

„Wer ein Jahr lang den Mindestbeitrag zahlt, erhöht dadurch seine spätere Rente um etwa 4,41 Euro monatlich, beim Höchstbetrag sind es 59,35. ” Früher in Rente: Verdienter Ruhestand In diesem Ratgeber erhalten Sie alle relevanten Informationen, die Sie für einen vorzeitigen Start in den Ruhestand benötigen. Jetzt als digitales Heft kaufen Steuern: Handelt es sich um eine Einmalzahlung, könne die Fünftelregelung angewendet und die Steuerlast reduziert werden , sagt Wawro. Aber nur, wenn der Arbeitnehmer durch die Abfindung in dem einen Jahr mehr verdient habe, als er mit einem Einkommen erzielt hätte.

  • Das lohne sich vor allem für Steuerzahler mit mittleren Einkommen, Großverdiener merkten davon nichts;
  • „Wer mehrere Jahre vor Renteneintritt aufhört, kann mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass die Abfindung über zwei bis drei Jahre gezahlt wird”, rät Wawro;

Hier nutze die Fünftelregelung nämlich nichts mehr. Wer allerdings seine Abfindung in dem Jahr erhält, in dem er auch in Rente geht, kann gegebenenfalls von der Fünftelregelung profitieren. „Es kommt darauf an, wie groß der Abstand zum Renteneintritt ist und in wie vielen Monaten der Arbeitnehmer in dem Jahr schon gearbeitet hat”, erklärt Wawro.

  1. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer verdient von Januar bis Juni 18 000 Euro brutto;
  2. Er erhält im Juni oder Juli eine Abfindung von 36 000 Euro und bezieht von Oktober bis Dezember 4500 Euro Rente;
  3. Eigentlich müsse er 15 237 Euro Einkommenssteuer zahlen;

Durch die Fünftelregelung seien es aber nur 10 111 Euro, sagt Wawro.

Wird die Abfindung auf die Rente angerechnet?

Abfindung und gesetzliche Rente – Abfindungen, die nach § 9 KSchG , § 10 KSchG oder nach §§111,113 Betriebsverfassungsgesetz gezahlt wurden, sind kein Arbeitsentgelt im Sinne des § 14 SGB IV. Das bedeutet: Abfindungen aus Anlass der Beendigung eines Altersteilzeitverhältnisses werden nicht auf die Rente angerechnet.

Arbeitnehmer können also grundsätzlich mit 63 Jahren vorzeitig in Rente gehen. Ohne finanzielle Einbußen geht das jedoch nur, wenn 35 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Ansonsten werden Abschläge von bis zu 14,4 Prozent fällig.

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Wird das Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag einvernehmlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beendet und bestehen zu diesem Zeitpunkt noch rückständige Ansprüche des Arbeitnehmers auf Arbeitsentgelt, welche mit dem Aufhebungsvertrag gezahlt werden, sind diese als Arbeitsentgelt zu werten.

Entsprechende Entscheidungen hat das Bundessozialgericht im Jahre 1999 getroffen ( Aktenzeichen B 12 KR 14/98 R und B 12 KR 6/98 R ). Diese Zahlungen werden als „unechte Abfindung” bezeichnet und unterliegen der Beitragspflicht in der gesamten Sozialversicherung.

Die Lösung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer lösen das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der arbeitsvertraglich festgelegten Kündigungsfrist ohne Kündigung auf. Die vereinbarte Abfindung zahlt der Arbeitgeber direkt an die Rentenversicherung. Auf diese Weise wird die Abfindung nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet und der Arbeitnehmer erhält gem.

Warum Abfindung im Januar auszahlen lassen?

30. 05. 2018 – 09:20 Lohnsteuerhilfe Bayern e. München (ots) Die deutsche Wirtschaft brummt, die Wachstumsprognosen für 2018 sind erfreulich und dennoch haben Unternehmen angekündigt, dieses Jahr in Deutschland zahlreiche Stellen abzubauen. Ob betriebsbedingte oder personenbezogene Kündigungen, Firmen sind oft dazu bereit, den Mitarbeitern, von denen sie sich trennen, eine Abfindung zu zahlen.

  • In der Regel wird für die Höhe der Abfindung ein halbes Monatsgehalt pro Dienstjahr zugrunde gelegt;
  • Aber letztendlich sind sowohl die Höhe der Abfindung, als auch der Auszahlungszeitpunkt mit dem Arbeitgeber verhandelbar;

Wird nicht verhandelt, so freut sich meist der Fiskus! Auf eine Abfindung fallen Steuern an Die Abfindung fungiert als finanzielle Ausgleichszahlung für die Nachteile, die durch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses entstehen. “Sie muss aber nicht zwangsläufig zum Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt werden”, so Gudrun Steinbach, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e.

(Lohi). Abfindungen sind zwar von den Beiträgen zu den Sozialversicherungen befreit, aber wie jeder Arbeitslohn zu versteuern. Oftmals schafft das Angebot, eine Abfindung zu erhalten, Genugtuung. “Die Idee, mit dem Arbeitgeber darüber zu verhandeln, um die eigene Steuerlast zu verringern, kommt den wenigsten Arbeitnehmern in den Sinn”, so die Steuerexpertin.

Nach der Versteuerung kommt oft das böse Erwachen, denn je höher die Abfindung, desto höher das zu versteuernde Jahreseinkommen. Schnell rutscht man in der Einkommensteuerklasse progressiv nach oben und macht Bekanntschaft mit Spitzensteuersätzen. Zeitpunkt der Auszahlung ist steuerrelevant Erfolgt die Kündigung gegen Jahresende, so ist es oft vorteilhaft, die Auszahlung der Abfindung in den darauffolgenden Januar zu verlegen, wenn im Folgejahr geringere Einkünfte zu erwarten sind.

Denn folgt auf die Kündigung eine Periode der Arbeitslosigkeit, so ist das Gesamteinkommen in dieser Zeit üblicherweise niedriger und somit auch der persönliche Steuersatz. Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld oder Übergangsgeld sind zwar an sich steuerfrei, fließen aber in die Progression mit ein.

Sie werden für die Berechnung der Versteuerung der Abfindung also miteinbezogen. Für die ermäßigte Besteuerung muss die Abfindung zusammen mit der Lohnersatzleistung und gegebenenfalls dem Arbeitslohn aus einer neuen Beschäftigung höher sein als der Arbeitslohn im Vorjahr.

  1. Oftmals kann es vor allem für Mütter in Elternzeit finanziell vorteilhaft sein, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren und sich ihre Abfindung nicht sofort, sondern in einem Jahr ausbezahlen lassen, in dem sie kein Einkommen oder Elterngeld beziehen;

Denn dann ist eine Abfindung bis 9. 000 Euro gänzlich steuerfrei. Erst ab dem 9. 001 Euro fallen Steuern an. Erfolgt die Kündigung zum Ende des ersten Quartals, so ist das bezogene Jahreseinkommen noch nicht so hoch und eine sofortige Versteuerung nicht zum Nachteil.

Gudrun Steinbach weist darauf hin, dass auch die Einkünfte aus einem neuen Arbeitsverhältnis bei der Versteuerung der Abfindung eine Rolle spielen. Liegt bereits ein neuer Arbeitsvertrag vor und ist die neue Einkommenshöhe bekannt, so sollte das im Hinblick auf die Versteuerung der Abfindung bedacht werden.

Wem nutzt die Fünftelregelung? So mancher Arbeitnehmer kann von der sogenannten Fünftelregelung profitieren, aber nicht jeder. Bei der Fünftelregelung wirkt sich nur ein Fünftel der Abfindung auf den individuellen Steuersatz aus. Somit kann die Steuerlast deutlich geringer ausfallen.

Dennoch wird die gesamte Abfindung, wenn auch ermäßigt, im Auszahlungsjahr besteuert. Damit die Fünftelregelung zur Anwendung kommen kann, müssen die Einkünfte zusammen mit der Abfindung höher sein als die fiktiven regulären Einkünfte aus einer rein rechnerischen Lohnfortzahlung.

Die Abfindung muss für die Fünftelregelung zudem in einem Veranlagungszeitraum bezahlt werden. Ein “Otto Normalverdiener” profitiert von der Fünftelregelung, wenn die Differenz zwischen der Abfindung und dem sonstigen zu versteuerndem Einkommen groß ist.

  1. Gutverdiener, die ohnehin den Spitzensteuersatz zahlen, haben keinen Vorteil von der Fünftelregelung;
  2. Für sie gibt es andere Ansätze, um die Steuern auf die Abfindung zu senken;
  3. Manchmal ist für den Arbeitnehmer auch ein frühzeitiger Ausstieg in der Freistellungsphase möglich;

So könnte die Abfindung um das gesparte reguläre Gehalt aufgestockt und niedriger besteuert werden. Abfindung in Raten in Betracht ziehen Eine Abfindung muss nicht als Einmalzahlung ausbezahlt werden. Eine Aufteilung auf mehrere Teilzahlungen ist möglich und kann für manche Konstellationen sehr vorteilhaft sein.

Andererseits kann diese Vorgehensweise für die Fünftelregelung schädlich sein. Das hängt vom Verhältnis der Höhe der Teilzahlungen zur Hauptzahlung ab. Wem die Fünftelregelung ohnehin nichts nutzt, der fährt damit besser, sich die Abfindung über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren verteilt auszahlen zu lassen.

Abfindung in Altersvorsorge umwandeln Für eine Steueroptimierung kann die Umwandlung eines Teils der Abfindung in die betriebliche Altersvorsorge sinnvoll sein. Für die letzten zehn Dienstjahre des Arbeitsverhältnisses können rückwirkend noch bis zur Freigrenze Beiträge steuerfrei einbezahlt werden.

Die bereits eingezahlten Beiträge werden dabei außer Acht gelassen. So kann die Rente mal eben deutlich gesteigert werden. Aber auch Einzahlungen in einen Basis-(“Rürup”) oder Riester-Vertrag von der Abfindungssumme wirken sich auf die persönliche Steuerlast aus.

Nicht nur, dass sich die Einkommenshöhe dadurch reduzieren lässt, in Kombination mit der Fünftelregelung wirkt sich die Steuerersparnis sehr stark aus. “Im Extremfall kann die Renteneinzahlung sogar zu 100 Prozent aus Steuergeldern entstehen”, rechnet Gudrun Steinbach vor.

See also:  Welche Steuer Bekommt Man Zurück?

“Die Planung einer Abfindung ist eine komplexe Angelegenheit, die für Privatpersonen meist sehr schwierig und unübersichtlich ist”, erklärt Gudrun Steinbach. Ein Lohnsteuerhilfeverein wie die Lohi kann hingegen ganz leicht verschiedene Probeberechnungen durchführen, um den maximalen Vorteil aus der Abfindung herauszuholen.

Es ist daher empfehlenswert, sich rechtzeitig zu diesem Thema beraten zu lassen, wenn eine Abfindung im Raum steht. Und zwar am besten, bevor mit dem Arbeitgeber verbindliche Absprachen getroffen werden. Der Schlüssel zum Erfolg lautet hier eindeutig: mit dem Arbeitgeber verhandeln! www.

  1. lohi;
  2. de/steuertipps Pressekontakt: Kontakt für Rückfragen: Jörg Gabes, Pressereferent Tel: 09402 503159 / E-Mail: j;
  3. [email protected];
  4. de Werner-von-Siemens-Str;
  5. 5, 93128 Regenstauf www;
  6. lohi;
  7. de Original-Content von: Lohnsteuerhilfe Bayern e;

, übermittelt durch news aktuell.

Wie hoch wird eine Abfindung versteuert 2021?

Abfindung – mit der Fünftelregelung Steuern sparen

Rechner: So ist die Abfindung zu versteuern – Da die Abfindung als steuerpflichtiger Arbeitslohn gilt, ist sie prinzipiell voll zu versteuern. Nutzen Sie den Abfindungssteuerrechner (Stand 2021), um die Höhe der Steuern zu berechnen, die Sie auf Ihre Abfindung zahlen müssen. Damit die Fünftelregelung gilt, müssen 2 Bedingungen erfüllt sein:

  • Sie müssen die Abfindung innerhalb eines Kalenderjahres ausgezahlt bekommen.
  • Die Abfindung und alle weiteren Einnahmen bis Jahresende müssen höher sein, als der bis zum Jahresende wegfallende Lohn.

In folgenden Fällen ist die Fünftelregel jedoch ausgeschlossen:

  • Der Arbeitsvertrag garantiert bereits eine Abfindung.
  • Der Arbeitnehmer hat selbst gekündigt.
  • Der ausgezahlte Betrag ist ein Ausgleich für bereits erbrachte Leistungen (etwa Überstunden).
  • Der Betrag ist eine Bonuszahlung.

Mit der Fünftelregelung berechnen Sie den Steuerbetrag wie folgt:

  1. Die Abfindung wird durch 5 geteilt und zum Jahresgehalt addiert. Diese Summe wird komplett versteuert.
  2. Anschließend wird die Lohnsteuer für das Jahreseinkommen ohne Abfindung berechnet.
  3. Die Differenz der beiden Beträge wird mit 5 multipliziert.
  4. Dies ist dann die geminderte Einkommensteuer, die von der Abfindung abzuführen ist.

Den korrekten Steuerbetrag können Sie ganz einfach mit dem Abfindungssteuerrechner (Stand 2021) ganz oben in diesem Beitrag ermitteln.

Wann muss eine Abfindung nicht versteuert werden?

Nachgerechnet – Die Fünftelregelung. Ulrich Kellner ist ledig und erhielt im Oktober 2020 eine Abfindung von 30000 Euro. Sein reguläres Jahreseinkommen beträgt 45000 Euro. Würde die Abfindung mit dem regulären Einkommen zusammen voll versteuert, müsste Kellner auf die 75000 Euro Gesamteinkommen 22536 Euro Einkommensteuer bezahlen. Schluss mit Splitting. Sabine Grenzer (63) wurde im Januar 2021 gekündigt. Sie erhält 50000 Euro Abfindung. Nach drei Monaten Arbeitslosigkeit ging sie zum 1. Mai 2021 in Rente. Ihr zu versteuerndes Einkommen 2021 inklusive Abfindung beträgt 65935 Euro. Bei der Steuerberechnung sind noch 6000 Euro Arbeitslosengeld zu berücksichtigen.

  1. Die Fünftelregelung spart also 847 Euro Steuern;
  2. Ihr Mann (61) arbeitet als Buchhalter und verdient 50000 Euro;
  3. Lassen sie die Eheleute zusammen veranlagen, wird es teuer: Das Arbeitslosengeld ist zwar selbst nicht steuerpflichtig – erhöht aber den Steuersatz auf das Gesamteinkommen des Paars;

Gleiches gilt für die Abfindung. Hier hilft es, sich einzeln zu veranlagen. So zahlen die beiden insgesamt 2192 Euro weniger Steuern. Rein in die Betriebsrente. Ulrich Kellner (siehe erste Tabelle) braucht das Geld aus der Abfindung nicht. Darum zahlt er den Betrag direkt in eine betriebliche Altersversorgung ein. Steuern fallen jetzt gar keine an. Ist die Abfindung höher als der Maximalbetrag von 34080 Euro (2021), können zusätzlich bis zu 6816 Euro freiwillig in einen Altersvorsorgevertrag steuerfrei eingezahlt werden (§ 3 Nr.

63 Satz 1 EStG). Insgesamt können so also maximal 40896 Euro im Jahr 2021 steuer- und sozialabgabenfrei in eine Altersversorgung eingezahlt werden. Achtung: Die spätere Betriebsrente ist voll steuerpflichtig.

Im Ruhestand ist der Steuersatz aber meist deutlich niedriger als in der Erwerbsphase. .

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