Welche Versicherung Darf Der Vermieter Umlegen?

Welche Versicherung Darf Der Vermieter Umlegen
Umlagefähige Versicherungen – Versicherungen, die gebäudebezogen sind und in der Betriebskostenverordnung oder im Mietvertrag vereinbart wurden, können vom Vermieter auf alle Mieter umgelegt werden. Dazu gehören im Allgemeinen Sach- und Haftpflichtversicherungen. Im Detail können folgende Versicherungen von Vermieter umgelegt werden:

Hagelversicherung Feuerversicherung Sturmversicherung Öl- und Gastankversicherung Aufzugversicherung Glasbruchversicherung Wasserschadenversicherung Leitungswasserschadenversicherung Schwamm- und Hausbockversicherung Gebäudehaftpflichtversicherung Versicherung für sonstige Elementarschäden wie Erdbeben

Im Falle einer Glasbruchversicherung kann der Vermieter das Verhältnis von Glasscheibengröße und Anzahl in einer Wohnung zur Berechnung der einzelnen Parteikosten nehmen. Erhält der Vermieter von seiner Versicherung Beitragsrückerstattungen oder Schadenfreiheitsrabatte müssen diese dann natürlich ebenfalls auf die Mieter umgelegt werden.

Welche Versicherungen sind auf den Mieter umlegbar?

Nicht umlagefähige Versicherungen – Der Vermieter hat zwar das gute Recht, das Gebäude zu versichern und auch manche Kosten hierzu auf die Mieter umzulegen. Das gilt jedoch nicht für private Versicherungen des Vermieters, Reparatur- und Instandhaltungsversicherungen oder generell alle nicht hausbezogenen Versicherungen,

Rechtsschutzversicherung Mietverlustversicherung Privathaftpflichtversicherung des Vermieters Gebäudehausratversicherung

Gerade alle Versicherungsarten, die den Vermieter vor Reparatur- oder Vandalismuskosten schützen sollen, können nicht an die Mieter weitergegeben werden, da es sich hier immer um entstehende Instandhaltungs- und Reparaturkosten handelt, die generell nicht umlagefähig sind.

Ist eine Versicherung auf den Mieter umlagefähig?

Welche Versicherungen sind auf Mieter umlagefähig? – Im Bereich der Versicherungen kommt es immer wieder zu Differenzen zwischen dem Mieter und dem Vermieter. Es steht die Frage im Raum, bei welchen Versicherungen die Umlage auf den Mieter gerechtfertigt ist.

Gebäudehaftpflichtversicherung Gebäudeversicherung

Hier erfolgt der Abschluss der Versicherung gegen Schäden durch Feuer, Sturm oder Leitungswasser., hängt davon ab, welchen Versicherungsschutz sie im Einzelfall abdeckt und wie das Gebäude genutzt wird. Auch eine Versicherung gegen Elementarschäden wie Erdbeben oder Überschwemmungen ist möglich und absetzbar.

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Glasversicherung Fahrstuhlhaftpflichtversicherung Öltankhaftpflichtversicherung Gastankhaftpflichtversicherung Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung Schwamm- und Hausbockversicherung

Das AG Hamburg hat unter dem Zeichen WuM 1988, 532 bestätigt, dass diese Versicherung auf den Mieter umlagefähig ist.

Terrorschadenversicherung Wasserschadenversicherung Aufzugssprech- und Aufzugssignalanlagenversicherung

Hier gibt es ein Urteil des Landgerichts Berlin zur Rechtmäßigkeit der Umlage (LG Berlin GE 1987, 517). Wichtig zu wissen: Bei allen Versicherungen darf der Vermieter nur die tatsächlichen Kosten berechnen und auf die Mieter umlegen. Sollten sich im Nachhinein Rabatte ergeben, etwa durch eine mehrjährige Schadenfreiheit oder einen günstigeren Versicherungstarif, muss der Vermieter die Ersparnis an die Mieter weitergeben.

Welche Versicherungen muss der Mieter tragen?

Mieter profitiert von Versicherungen – Der Mieter muss natürlich nicht nur die Nebenkosten Versicherungen tragen. Wenn der Vermieter den Mieter über die Nebenkostenabrechnung die entsprechenden Versicherungen mitbezahlen lässt, zum Beispiel eine Brandversicherung, wird der Mieter so behandelt, als hätte er die Versicherung selbst abgeschlossen.

Welche Versicherungen dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden?

1. Gesetzliche Regelung – Bis zum 31. Dezember 2003 waren die Nebenkosten, die durch Mietvertrag auf den Wohnungsmieter abgewälzt werden konnten, abschließend in Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung enthalten. Seit dem 1. Januar 2004 ist der Katalog dieser Betriebskosten in § 2 Betriebskostenverordnung enthalten.

die Kosten der Versicherung des Gebäudes gegen Feuer-, Sturm-, Wasser- sowie sonstige Elementarschäden (neu in § 2 BetrKV),die Kosten der Glasversicherung,die Kosten der Versicherung des Öltanks und des Aufzugs

Beim Abschluss der sogenannten Elementarschadensversicherung, also der Erdbeben- oder Hochwasserversicherung etc., muss in besonderem Maße das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 556 BGB beachtet werden. Hinweis zum Wirtschaftlichkeitsgebot: „Das Wirtschaftlichkeitsgebot bedeutet, dass der Vermieter angehalten ist, im Rahmen eines gewissen Ermessensspielraums möglichst wirtschaftlich vorzugehen.

Er muss bei allen Maßnahmen und Entscheidungen, die Einfluss auf die Höhe der Betriebskosten haben, auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis Rücksicht nehmen, Rechnet der Vermieter die, das Wirtschaftlichkeitsgebot übersteigenden, Betriebskosten gegenüber dem Mieter ab, verletzt er seine vertragliche Nebenpflicht, was wiederum zu einem Schadensersatzanspruch des Mieters führen kann,” so der BGH in seiner Entscheidung vom 06.07.2011, Az.: VIII ZR 340/10 und BGH, 28.11.2007 Az.: VIII ZR 243/06.

Weitere Sach- und Haftpflichtversicherungen können ebenfalls umgelegt werden, sofern sie gebäudebezogen sind und der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachtet wird. Das bedeutet die Aufzählung im Gesetz ist nicht abschließend. Es dürfen aber auch sonstige weitere Versicherungen nur umgelegt werden, wenn diese erforderlich und im Mietvertrag unter den umgelegten Nebenkosten aufgeführt werden.

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Während bei Mietnebenkosten Versicherungen allgemeiner Art auf die Mieter umgelegt werden dürfen, darf der Vermieter beispielsweise eine selbst abgeschlossene Versicherung gegen Mietausfälle sowie die Rechtsschutzversicherung nicht auf die Mieter umlegen, auch wenn berechtigter Bedarf für den Vermieter an diesen Versicherungen besteht.

Nicht umlagefähig sind zudem die Kosten für einer Reparaturversicherung, da diese Kosten dem Bereich der nicht umlagefähigen Instandhaltungs- beziehungsweise Instandsetzungskosten zuzurechnen sind. Im Regelfall nicht auf die Mieter umgelegt werden, dürfen danach:

Versicherung gegen Mietausfälle Reparaturversicherung Rechtsschutzversicherung Privathaftpflichtversicherung

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