Welche Versicherung Brauche Ich Als Selbstständiger?

Welche Versicherung Brauche Ich Als Selbstständiger
Welche Versicherungen brauche ich als Selbständiger oder Freelancer? – Das hängt ganz von Ihrer gewählten Rechtsform ab. Für Einzelunternehmungen sind die AHV und ALV obligatorische Sozialversicherungen, Haben Sie sich als Selbständiger oder Freelancerin für die Rechtsform GmbH oder AG entschieden, so brauchen Sie zusätzlich eine Unfallversicherung,

Selbständigerwerbende sind im Rahmen der AHV und IV versichert und können bei Militärdienst Erwerbsausfallentschädigung beantragen. Ferner leistet die EO auch den Erwerbsersatz an Mütter. Bei einem Einkommen von mehr als2 300 Franken pro Kalenderjahr müssen sich bei der Ausgleichskasse anmelden. Die Ausgleichskasse prüft, ob im Sinne des Sozialversicherungsrechts eine selbständige Erwerbsarbeit vorliegt oder nicht. Für die Anmeldung wenden Sie sich an die an Ihrem Geschäftssitz zuständige Ausgleichskasse. Die AHV bietet hilfreiche Merkblätter.

Selbstständigerwerbende haben keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Sie können nur dann Arbeitslosenentschädigung beanspruchen, wenn aufgrund einer unselbständigen Erwerbsarbeit während mindestens 12 Monaten ein Beitrag an die Arbeitslosenversicherung erfolgte. Die Arbeitslosenversicherung soll nicht das unternehmerische Risiko übernehmen und so Selbständige, die gleichzeitig arbeitslos gemeldet sind, subventionieren. Das unternehmerische Risiko tragen Sie als Selbständiger selbst.

Selbständigerwerbende sind nicht obligatorisch gegen Unfälle versichert. Das UVG bietet ihnen jedoch die Möglichkeit, sich freiwillig gegen Unfälle zu versichern.

Vor allem bei der beruflichen Vorsorge können im Vergleich zu Unselbständigen Lücken entstehen. Für Selbstständigerwerbende ist die berufliche Vorsorge nicht obligatorisch. Sie können sich jedoch freiwillig der beruflichen Vorsorge unterstellen. Damit keine Lücke in der Vorsorge entsteht und Sie von steuerlichen Vorteilen profitieren können, empfiehlt es sich, eine abzuschließen oder sich beim Verband oder einer Auffangeinrichtung freiwillig zu versichern.

Der Abschluss einer Krankenversicherung ist in der Schweiz obligatorisch. Denken Sie daran, bei der Krankenkasse in der Grundversicherung die Unfalldeckung einzuschliessen. Kurzfristige Ausfälle durch Krankheit (bis max.730 Tage) können über ein Krankentaggeld abgedeckt werden.

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Ihr Unternehmen, wenn sich beispielsweise ein Kunde in Ihren Büroräumlichkeiten verletzt oder Sie Ihrem Auftraggeber einen Schaden zufügen. Unabhängig von der Vertragslaufzeit können Versicherungen im Konkursfall gekündigt werden.

Sind Sie nebst einer festen Anstellung als Freelancer tätig, liegt in der Regel eine Nebenerwerbstätigkeit vor. Die Einkünfte aus der Tätigkeit als Freelancer müssen Sie in der Steuererklärung deklarieren. Falls die Einnahmen 2 300 Franken nicht übersteigen, müssen Sie in der Regel keine Beiträge an AHV/IV/EO und ALV zahlen.

Ausgenommen sind Tätigkeiten in gewissen Branchen (Tanz-/Theaterproduktion, Orchestern, Radio und Fernsehen etc.). Mehr Informationen finden Sie, Es kann sein, dass Sie Ihren Nebenerwerb dem Arbeitgeber mitteilen müssen. Prüfen Sie, ob die sogenannte Nebenerwerbstätigkeit als Freelancer zulässig ist. Das bedeutet, dass die Sorgfalts- /und Treuepflicht gegenüber dem Arbeitgeber nicht verletzt wird und Ihre persönliche Arbeitspflicht gewährleistet ist.

Fragen zur Selbständigkeit, Versicherung oder Vorsorge? Unsere beraten Sie gerne. : Die wichtigsten Versicherungen für Freelancer und Selbständige

Welche Versicherungen muss man als Selbstständiger haben?

Kranken- und Pflegeversicherung – Eine Kranken- und Pflegeversicherung müssen alle Selbstständigen abschließen. Du kannst dich entweder privat versichern oder freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden, Eine freiwillige Krankenversicherung geht aber nur, wenn du zuvor schon als Arbeitnehmer*in gesetzlich versichert warst.

Ist man als Selbständiger pflichtversichert?

Handwerker, Künstler und Publizisten, Hebammen und freiberufliche Lehrer – so unterschiedlich ihre Tätigkeiten auch sind, eines haben diese Selbstständigen gemein: sie sind gesetzlich pflichtversichert. Alle anderen Selbstständigen können auf Antrag in der Rentenversicherung pflichtversichert werden.

Wie viel Versicherung zahlt man als Selbstständiger?

Zusammenfassung – Bei der Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) sind zusammengefasst alle Unternehmer versichert. In Summe zahlen Sie 26,83 % Ihres Betriebsergebnisses an die SVS. Darin enthalten sind Beiträge für:

Krankenversicherung Pensionsversicherung Unfallversicherung S elbstständigenvorsorge

Das Versicherungsverhältnis beginnt für Gewerbetreibende mit dem Tag der Gewerbeanmeldung, für neue Selbstständige mit Übermittlung einer Überschreitungserklärung, bzw. wird im Nachhinein von der SVS festgestellt. Ausnahme aus der Pflichtversicherung: Wenn Ihre Einkünfte die Geringfügigkeitsgrenze von 6.010,92 Euro unterschreiten, können Sie sich von der Pflichtversicherung mit entsprechendem Antrag ausnehmen lassen.

See also:  Was Macht Einen Souveränen Staat Aus?

Wie viel kostet die Krankenversicherung für Selbstständige?

Wie hoch ist der Beitrag? Liegt – wie in den meisten Fällen – kein eigenes Einkommen vor (zum Beispiel Mieteinnahmen), beträgt der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung 166,69 Euro. Dazu kommen 33,45 Euro pro Monat für die Pflegeversicherung.

Hat man als Selbstständiger Anspruch auf Krankengeld?

Das Wichtigste in Kürze –

Als Selbstständiger hast Du keinen gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld, wenn Du länger krank bist. Möchtest Du einen solchen Lohnersatz bekommen, musst Du Dich extra absichern. Das ist in der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung möglich – wenn Du mehr Beitrag zahlst. Alternativ kannst Du auch eine private Krankentagegeld-Versicherung abschließen.

Warum zahlen Selbständige nicht in die Rente ein?

Veröffentlicht am 8. April 2019

Geht es nach Arbeitsminister Heil, gilt in Deutschland bald eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige. Durch eine neue Regelung sollen alle Freiberufler künftig für das Rentenalter vorsorgen – ob gesetzlich oder privat mit einer Rürup-Rente. Noch in diesem Jahr will der Minister einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Rund drei Millionen Selbstständige in Deutschland sind nicht für das Alter abgesichert. Denn für sie besteht keine Verpflichtung, in die Rentenkasse einzuzahlen. Somit erhalten sie im Alter keine gesetzliche Rente ausgezahlt, Sorgen sie nicht aktiv für ihren Lebensunterhallt im Rentenalter vor, etwa mit einer privater Altersvorsorge, droht ihnen daher Altersarmut.

Arbeitsminister Hubertus Heil will dies künftig ändern und, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige einführen. Damit müssen sie nachweisen, dass sie eine Vorsorge für das Alter treffen, Ob sie über eine gesetzliche oder private Absicherung Geld ansparen, können sie frei wählen.

Genau dies sorgt jedoch für geteilte Meinungen.

Haben Selbstständige Anspruch auf Rente?

Rente und Selbstständige Ein großer Teil der Selbstständigen in Deutschland ist bisher nicht verpflichtet, für das Alter, für das Risiko von Erwerbsminderung oder für den eigenen Todesfall Vorsorge zu treffen. Bestimmte Gruppen von Selbstständigen sind dagegen schon jetzt in die gesetzliche Rentenversicherung eingebunden, zum Beispiel selbstständige Handwerker, Künstler und Publizisten.

Sie profitieren vom umfassenden Schutz der Rentenversicherung – von einer eventuell nötigen Rehabilitation im Krankheitsfall bis hin zur Absicherung der Familie. Allen anderen Selbstständigen steht die Rentenversicherung wahlweise offen: über die „Versicherungspflicht auf Antrag” oder über die „freiwillige Versicherung”.

Welche Form der Absicherung im Einzelfall am besten ist, erfahren Selbstständige am besten in einem Beratungsgespräch bei der Deutschen Rentenversicherung. Etwa 4,2 Millionen Menschen in Deutschland sind selbstständig tätig, das heißt vor allem: Sie arbeiten auf eigene Rechnung, tragen das unternehmerische Risiko, unterliegen keiner Weisung eines Vorgesetzten oder eines Auftraggebers und bestimmen ihre Arbeitszeit selbst.

  1. Zudem sind Selbstständige nicht in die Arbeitsorganisation eines Unternehmens eingebunden, sind keiner Person gegenüber berichtspflichtig und können ihren Arbeitsort normalerweise selbst bestimmen.
  2. Haben Auftraggeber und Auftragnehmer Zweifel, ob die vereinbarte Arbeit als selbstständige Tätigkeit oder als abhängige Beschäftigung („Angestellter”) anzusehen ist, kann man eine Klärung durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund beantragen.

Im Jahr 2016 wurde auf diese Weise in 65.000 Fällen der Status eines Erwerbstätigen festgestellt. Ergibt die Prüfung der Clearingstelle, dass ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, beginnt die Sozialversicherungspflicht generell mit dem Tag des Arbeitsbeginns.

  • der Antrag innerhalb eines Monats nach Tätigkeitsbeginn gestellt wird,
  • der Betroffene dem verspäteten Beginn der Sozialversicherungspflicht zustimmt oder
  • zwischen Tätigkeitsbeginn und der Entscheidung der Clearingstelle bereits eine andere Absicherung für den Krankheitsfall oder für das Alter vorlag, die vom Leistungsumfang der gesetzlichen Absicherung entspricht.
See also:  Warum Bestraft Der Staat?

Bestimmte Gruppen von Selbstständigen sind per Gesetz in die Rentenversicherung einbezogen. Dazu zählen vor allem Handwerker in zulassungspflichtigen Gewerben, Künstler, Publizisten, Hebammen und selbstständige Lehrer. Bei ihnen geht der Gesetzgeber von einer besonderen Schutzbedürftigkeit aus.

  • in die Handwerksrolle eingetragen sind und
  • tatsächlich selbstständig arbeiten.

Die Versicherungspflicht hängt aber auch davon ab, ob der Selbstständige ein zulassungspflichtiges, zulassungsfreies oder handwerkerähnliches Gewerbe ausübt. Nach mindestens 18 Jahren Zahlung von Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung können sich selbstständige Handwerker allerdings auch anderweitig für das Alter absichern.

Augenoptiker Gerüstbauer Ofen- und Luftheizungsbauer
Bäcker Glasbläser und -apparatebauer Orgel- und Harmoniumbauer
Behälter- und Apparatebauer Glaser Orthopädietechniker und -schuhmacher
Betonstein- und Terrazzo-Hersteller Glasveredler Parkettleger
Boots- und Schiffbauer Hörgeräteakustiker Raumausstatter
Böttcher Informationstechniker Rollladen- und Sonnenschutztechniker
Brunnenbauer Installateure und Heizungsbauer Schilder- und Lichtreklamehersteller
Büchsenmacher Kälteanlagenbauer Schornsteinfeger
Chirurgiemechaniker Karosserie- und Fahrzeugbauer Seiler
Dachdecker Klempner Steinmetze und Bildhauer
Drechsler und Holzspielzeugmacher Konditoren Straßenbauer
Elektromaschinenbauer Kraftfahrzeugtechniker Stuckateure
Elektrotechniker Landmaschinenmechaniker Tischler
Estrichleger Maler und Lackierer Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
Feinwerkmechaniker Maurer und Betonbauer Zahntechniker
Fleischer Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationsbauer Zimmerer
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Metallbauer Zweiradmechaniker
Friseure

Gesellschafter einer in der Handwerksrolle eingetragenen Personengesellschaft sind rentenversicherungspflichtig, wenn sie selbst die erforderliche Qualifikation – in der Regel die Meisterprüfung – besitzen. Eine persönliche Haftung oder eine Funktion als Kommanditist spielen für die Rentenversicherungspflicht keine Rolle.

  • in eigener Arbeitsstätte und
  • im Auftrag und für Rechnung von Gewerbetreibenden arbeiten. Dies können auch gemeinnützige Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaften sein.

Hausgewerbetreibende unterliegen zwar keiner Weisungsbefugnis und können Arbeitnehmer beschäftigen, sind aber wirtschaftlich abhängig, denn der Auftraggeber trägt das Unternehmerrisiko und erhält den Gewinn. Nicht zu den versicherungspflichtigen Hausgewerbetreibenden zählen die Heimarbeiter.

  • ihre entsprechende Tätigkeit die Haupteinnahmequelle darstellt,
  • sie mindestens 3.900 Euro im Jahr verdienen und
  • höchstens einen Arbeitnehmer beschäftigen.

Als Künstler gelten alle Personen, die Musik, darstellende oder bildende Kunst schaffen, ausüben oder lehren. Zu den Publizisten gehören vor allem Schriftsteller und freie Journalisten sowie Dozenten für Publizistik. Selbstständige, die in der Regel und dauerhaft nur einen Auftraggeber haben, sind ebenfalls rentenversicherungspflichtig.

Voraussetzung: Sie dürfen keinen/keine Arbeitnehmer mit einem (Gesamt-)Verdienst von mehr als 450 Euro monatlich beschäftigen. Zu dieser Gruppe gehören z.B. Handwerksmeister, die nebenher noch als Sportlehrer selbstständig arbeiten. Auch wer als Arbeitnehmer (in Teilzeit) arbeitet und nebenher noch einer selbstständigen (Teilzeit-)Tätigkeit nachgeht, ist in beiden Bereichen versicherungspflichtig.

Wer nicht als Handwerker versicherungspflichtig ist, muss sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme seiner selbstständigen Tätigkeit bei seinem Rentenversicherungsträger melden. Bei verspäteter Meldung kann die Rentenversicherung Beiträge nachfordern.

  • Seelotsen von den Lotsenbrüderschaften (an die Knappschaft)
  • Küstenschiffer von den Gewerbeämtern (an die DRV Knappschaft-Bahn-See)
  • Küstenfischer von den Fischereiämtern (an die DRV Knappschaft-Bahn-See)
  • Hausgewerbetreibende (an die zuständige Einzugsstelle).

Wer von seiner Tätigkeit und seiner Einkommenshöhe eher einem Arbeitnehmer als einem Selbstständigen ähnelt, ist rentenversicherungspflichtig. Gibt es Hinweise, dass jemand sowohl Selbstständiger als auch Arbeitnehmer sein kann, muss geprüft werden, ob ggf.

  • im Zusammenhang mit ihrer selbstständigen Tätigkeit normalerweise keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen, und
  • auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.

Die Tätigkeit für einen Auftraggeber ist dauerhaft, wenn ein Dauerauftragsverhältnis vorliegt oder ein Auftrag regelmäßig wieder erteilt wird. Laut Gesetz wird eine Tätigkeit im Wesentlichen für einen Auftraggeber ausgeübt, wenn der Selbstständige mindestens 5/6 seiner gesamten Einkünfte allein aus diesen Tätigkeiten erzielt.

  • versicherungspflichtige Arbeitnehmer und
  • ist zugleich für mehrere Auftraggeber tätig,

ist der Gesellschafter-Geschäftsführer nicht rentenversicherungspflichtig. Wer als Selbstständiger nicht per Gesetz der Rentenversicherung angehört, kann die Versicherungspflicht beantragen oder sich freiwillig versichern. Wer auf Antrag Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung zahlen will, muss einen entsprechenden innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme seiner selbstständigen Tätigkeit stellen.

  1. Wer sich für die Versicherungspflicht auf Antrag entschieden hat, kann sie nicht mehr abwählen. Sie bleibt dann bis zum Ende der selbstständigen Tätigkeit bestehen.
  2. Wer auch Erwerbsminderungsschutz haben oder behalten will, muss die Versicherungspflicht wählen – nach dem Ausscheiden aus einer versicherten Beschäftigung innerhalb von höchstens 24 Monaten.
See also:  Was Ist Unzer E-Com Gmbh?

Durch freiwillige Beiträge steht auch Selbstständigen das komplette Leistungspaket der Rentenversicherung offen. Dazu können neben dem Anspruch auf eine Altersrente auch der Anspruch auf eine Reha -Leistung sowie eine Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente gehören – allerdings nur, wenn zuvor eine ausreichende Pflichtversicherungszeit vorliegt.

  • vor 1984 bereits eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren (60 Monaten) erfüllt und
  • seit 1984 jeden Monat mit einer rentenrechtlich relevanten Zeit belegt haben und
  • weiterhin jeden Monat Rentenbeiträge zahlen.

Versicherungspflichtige Selbstständige zahlen normalerweise den sogenannten Regelbeitrag. Auf Wunsch können sie aber auch einen vom persönlichen Einkommen abhängigen Beitrag zahlen. Dieser richtet sich nach der Bezugsgröße (2022: 3.290 Euro monatlich in den alten beziehungsweise 3.150 Euro in den neuen Ländern).

  • Unter Berücksichtigung des aktuellen Beitragssatzes der Rentenversicherung (= 18,6 Prozent), ergibt sich damit ein monatlicher Regelbeitrag in Höhe von 611,94 Euro im Westen beziehungsweise 585,90 Euro im Osten.
  • In den ersten drei Jahren nach Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit müssen Unternehmer auf Antrag nur den halben Regelbeitrag zahlen.

Selbstständige können jedoch beantragen, auch schon in den ersten drei Jahren den vollen Regelbeitrag zu zahlen. Auf Wunsch kann der Rentenversicherungsbeitrag von Selbstständigen auch niedriger oder höher als der Regelbeitrag sein. Voraussetzung: Sie weisen anhand des letzten Steuerbescheids ein entsprechend abweichendes Arbeitseinkommen nach oder sie lassen es schätzen (gilt vor allem für neue Selbstständige).

  • Als Arbeitseinkommen gilt der Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit nach dem Einkommensteuerrecht.
  • Das kann die Differenz zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des abgelaufenen und des vorherigen Kalenderjahres sein, aber auch der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben.
  • Das nachgewiesene Arbeitseinkommen wird jährlich zum Jahresanfang automatisch dynamisiert.

Im Jahr 2022 kann der monatliche Rentenbeitrag zwischen mindestens 83,70 Euro und höchstens 1.311,30 Euro liegen. Künstler und Publizisten, Seelotsen, Küstenschiffer und -fischer sowie Hausgewerbetreibende können nur einkommensgerechte Beiträge zahlen.

Die Rentenbeiträge sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag eines Monats fällig. Wer am Bankeinzugsverfahren teilnimmt, vermeidet eventuelle Säumniszuschläge. Bis Ende Februar jedes Jahres verschickt die Rentenversicherung einen Nachweis über die gezahlten Beiträge für das vergangene Kalenderjahr.

Wer bereits im Voraus weiß, dass sein Arbeitseinkommen im laufenden Kalenderjahr mit großer Sicherheit um mindestens 30 Prozent von dem im letzten Steuerbescheid ausgewiesenen Einkommen abweichen wird, kann eine Sozialklausel in Anspruch nehmen. Dann werden nur Rentenbeiträge entsprechend dem laufenden Einkommen fällig.

Als Nachweis gilt zum Beispiel eine Bescheinigung des Steuerberaters oder eine präzise Selbsteinschätzung. Sie haben Fragen zum Thema? Dann posten Sie Ihre Frage in unserem Expertenforum und erhalten Sie kompetente Antworten von Experten der Deutschen Rentenversicherung. Weitere Informationen gibt es auf oder unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 4800.

: Rente und Selbstständige

Haben Selbstständige Anspruch auf Grundrente?

Innerhalb der ersten fünf Jahre nach ihrer Existenzgründung können Selbstständige auf Antrag freiwillig eine Pflichtversicherung eingehen. Sie geben damit ihre Flexibilität auf, sichern sich aber auch bei verminderter Erwerbsfähigkeit ab und erwerben einen Anspruch auf Grundrente.

Welche Versicherungen sind für Freiberufler wichtig?

Für Freiberufler gelten einige Sonderregelungen: So ist beim Thema Versicherung für Freiberufler die Anmeldung bei der Künstlersozialkasse sowie die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung teilweise verpflichtend. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über die Sonderregelungen zum Thema Versicherung für Freiberufler.

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