Was Können Vermieter Von Der Steuer Absetzen?

Was Können Vermieter Von Der Steuer Absetzen
Steuern absetzen bei Wohnungsleerstand – Was Können Vermieter Von Der Steuer Absetzen Die gängigen Betriebskosten bei Wohnungsleerstand können Vermieter in der Regel steuerlich geltend machen. Foto: hanohiki / stock. adobe. com Selbst wenn eine Mietwohnung einmal längere Zeit leer steht und damit keine Einkünfte erzielt werden, können Vermieter die laufenden Kosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen, zum Beispiel für Strom, Gebäudeversicherung oder Grundsteuer. Als ernsthafte Einkunftserzielungsabsicht wertet das Finanzamt etwa:

  • wiederholt Zeitungsannoncen und Anzeigen im Internet schalten
  • einen Makler beauftragen
  • die Wohnung renovieren
  • den Mietpreis anpassen

Hält der Leerstand über einen längeren Zeitraum an, etwa mehrere Jahre, kann es kritische Nachfragen vom Finanzamt geben. Dann muss der Vermieter unter Umständen seine Bemühungen erhöhen. Also zum Beispiel nicht nur Inserate aufgeben, sondern einen Makler beauftragen oder die Wohnung renovieren.

Was kann ein Vermieter steuerlich absetzen?

Dazu gehören Kosten für Allgemeinstrom, Müllabfuhr, Wasser, Abwasser, Schornsteinfeger, Winterdienst, Kanalreinigung, Hausreinigung, Gemeinschaftsantenne oder Kabelanschluss. Auch fast alle anderen Ausgaben rund um die Vermietung sind absetzbar.

Welche Kosten kann ich als Eigentümer absetzen?

BetriebskostenSteuertipps für Eigentümer und Mieter Nebenkosten: Mieter und Wohnungseigentümer können Ausgaben für Hausmeister, Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Schornsteinfeger in der Steuererklärung geltend machen. Dabei gilt: Nicht nur Arbeiten, die der Bewohner selbst in Auftrag gibt, sind absetzbar.

  1. Auch die im Rahmen der Nebenkostenabrechnung umgelegten Kosten kann der Mieter anteilig geltend machen;
  2. Um ablesen zu können, wie viel Eigentümer oder Mieter etwa für die Gartenarbeit oder Schnee- und Räumdienst in der Gemeinschaftsanlage anteilig bezahlt haben, listen Hausverwalter oder Vermieter die einzelnen Positionen in der Nebenkostenabrechnung detailliert auf;

Handwerker & Co: Wer Arbeiten rund um Haus und Garten von Dienstleistern und Handwerkern erledigen lässt, kann die Lohn-, Fahrt- oder Maschinenkosten mit dem Fiskus teilen. Die Förderung umfasst Minijobs, Haushaltstätigkeiten und Handwerkerleistungen. In jedem Bereich können Steuerzahler 20 Prozent der Kosten von ihrer Steuerschuld abziehen – insgesamt jährlich bis zu 5710 Euro.

Welche handwerkerkosten kann ich als Vermieter absetzen?

Welche Beträge kann man in der Steuererklärung anrechnen? – Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind nur 20 Prozent der Kosten von haushaltsnahen Dienstleistungen, höchstens aber 4000 Euro, steuerlich absetzbar. Zusätzlich dürfen 20 Prozent der Kosten von Handwerkerleistungen abgesetzt werden, hier aber nur maximal 1200 Euro pro Jahr.

Was sind Werbungskosten für Vermieter?

Was sind Werbungskosten? – Von den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung dürfen Sie die Werbungskosten abziehen. Werbungskosten sind alle Aufwendungen eines (zukünftigen) Haus- oder Wohnungseigentümers zum Erwerb, zur Sicherung und zur Erhaltung der Mieteinnahmen ( § 9 Abs.

1 EStG ). Gleiches gilt für Verpächter in Bezug auf ihre Aufwendungen zur Erzielung von Pachteinnahmen. Durch hohe Werbungskosten entsteht oft ein steuerlicher Verlust aus Vermietung und Verpachtung, der mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden kann.

Ihre Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung machen Sie für das Zahlungsjahr in der Anlage V ( V steht für Vermietung ) zu Ihrer Steuererklärung geltend. Tragen Sie alle Werbungskosten auf der Rückseite der Anlage V in die entsprechenden Zeilen ein und übertragen Sie dann die Summe auf die Vorderseite in die Zeile Summe der Werbungskosten.

In der darauffolgenden Zeile werden dann die Einkünfte als Überschuss ermittelt. Wann Sie Ihre Werbungskosten ansetzen dürfen, wird vom Zahlungszeitpunkt bestimmt (Abflussprinzip). Allerdings werden Ihre Werbungskosten nicht anerkannt, wenn sie ohne wirtschaftlich vernünftigen Grund im Voraus gezahlt wurden ( BMF-Schreiben vom 20.

10. 2003, BStBl. 2003 I S. 546Rz. 13 ). Wann die Werbungskosten entstanden sind, welchen Zeitraum sie betreffen oder wann Sie die Rechnung erhalten haben, spielt grundsätzlich keine Rolle, ausgenommen bei regelmäßig wiederkehrenden Ausgaben um den Jahreswechsel herum.

Werden solche Ausgaben innerhalb von 10 Tagen in der Zeit vom 22. 12. –10. für das jeweils andere Kalenderjahr gezahlt, sind es Werbungskosten in dem Jahr, zu dem sie wirtschaftlich gehören ( § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG ).

Sie dürfen Werbungskosten nicht erst dann ansetzen, wenn Mieteinnahmen eingehen, sondern auch schon vorher. Dann liegen sog. vorab entstandene Werbungskosten vor (z. Darlehenszinsen oder Renovierungskosten). Voraussetzung ist aber, dass Sie eine Vermietungsabsicht haben.

Das Finanzamt wird Ihre vorweggenommenen Werbungskosten anerkennen, aber einen gemäß § 165 AO vorläufigen Steuerbescheid erlassen. Es darf Ihnen dann den Werbungskostenabzug rückwirkend wieder streichen, wenn Sie in den Folgejahren Ihre Vermietungsabsicht nicht in die Tat umsetzen oder das unbebaute Grundstück wieder verkaufen wollen.

Wie lange das Finanzamt Steuerbescheide zum Nachteil des Vermieters vorläufig halten und damit noch ändern darf, ist Gegenstand einer Revision beim BFH (Az. IX R 27/14), Bei Absicht zum Verkauf des Mietobjekts innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist können Sie Ihre Aufwendungen als Veräußerungskosten geltend machen.

Lassen Sie Ihre Immobilie leer stehen, weil Sie noch nicht wissen, ob und wann Sie vermieten wollen, oder weil Sie die Wohnung später selbst nutzen, unentgeltlich überlassen oder verkaufen wollen, ist kein Werbungskostenabzug möglich.

Sie dürfen bei Leerstand vor erstmaliger Vermietung auch nicht gleichzeitig einen Mieter und einen Käufer suchen ( BFH-Urteil vom 9. 2013, IX R 21/12, HFR 2013 S. 1007 ). Je länger Ihre Immobilie leersteht, umso nachdrücklicher müssen Sie sich um eine Vermietung bemühen ( BFH-Urteil vom 11.

  • 12;
  • 2012, IX R 14/12, BStBl;
  • 2013 II S;
  • 279 );
  • Wohnen Sie selbst in der Wohnung, wollen aber künftig vermieten, sind Renovierungsaufwendungen der Selbstnutzung zuzurechnen und damit nicht abziehbar ( BFH-Urteil vom 1;
See also:  Was Tut Der Staat Gegen Arbeitslosigkeit?

2009, IX R 51/08, BFH/NV 2009 S. 1259 ). Sie müssen Ihre vorab entstandenen Werbungskosten schon im Jahr der Zahlung in der Anlage V steuerlich geltend machen.

Wie kann ich als Vermieter Steuern sparen?

Welche Versicherungen kann man als Vermieter absetzen?

Kann man die Gebäudeversicherung steuerlich absetzen? – Es kommt darauf an. Versicherungskosten können in Deutschland eigentlich nur bei personenbezogenen Versicherungen steuerlich abgesetzt werden. Dazu gehören Kranken-, Pflege-, Unfall-, Alters-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung.

Hier können Sie die Beiträge unter bestimmten Regeln als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung angeben. Die Gebäudeversicherung zählt zu den typischen Sachversicherungen – also jene, die Schäden an Besitz und Eigentum abdecken.

Hier ist ein steuerlicher Absatz generell nicht möglich. Ausnahme: Wenn Sie Ihre Immobilie zur Arbeit nutzen, also dort steuerpflichtige Einkünfte erzielen. Dann können Sie die Gebäudeversicherung anteilig als Werbungskosten ansetzen.

Können Eigentümer Nebenkosten absetzen?

Als Mieter Steuern sparen Als Eigentümer oder Mieter können Sie Aufwendungen für Arbeiten in Haus oder Wohnung steuerlich absetzen. Das gilt auch für Arbeiten, die Sie nicht selbst in Auftrag gegeben haben. Auch Lohnkosten werden steuerlich begünstigt. Das sind z.

Kann man als Vermieter Materialkosten absetzen?

Inhalt – Nehmen wir einmal an, Heike vermietet ein Haus mit bestem Rheinblick in Bonn. Die Mieteinnahmen, die sie Monat für Monat bekommt, muss sie zwar versteuern, sie kann im Gegenzug aber auch viele Kosten zum Beispiel für Zinsen oder Reparaturen als sogenannte Werbungskosten in ihre Steuererklärung eintragen.

  1. Nachfolgend zeigen wir Ihnen zuerst, wie das Finanzamt rechnet und anschließend wie die Vermieterin vorgehen muss: ► Wie das Finanzamt rechnet: Der Fiskus zählt alle Mieteinnahmen eines Jahres zusammen;

Davon zieht das Finanzamt das Geld ab, das Heike im gleichen Jahr für das Haus ausgegeben hat – zum Beispiel für Reparaturen, Zinsen oder Fahrtkosten. Nur was übrig bleibt, wird versteuert. ► Wie Heike vorgehen muss: Heike trägt sowohl die Mieteinnahmen als auch die Ausgaben für das vermietete Haus in ihre Steuererklärung ein.

  • Dafür füllt sie im Rahmen seiner Steuererklärung die sogenannte Anlage V für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung aus;
  • Kauft Heike Material für das vermietete Haus, die weniger als 800 Euro (410 Euro bis 2018) netto kosten, ist das ziemlich einfach;

Sie kann diese Ausgaben komplett von ihren Mieteinnahmen abziehen. Das könnten zum Beispiel Ausgaben für ein neues Waschbecken sein oder auch für Armaturen, Steckdosen oder Lichtschalter. Kauft Heike allerdings etwas für ihr Bonner Mietshaus, das den Nettowert von 800 Euro (410 Euro bis 2018) übersteigt, wird es ein bisschen komplizierter: Heike muss das Gekaufte über mehrere Jahre hinweg von der Steuer absetzen.

Kann man die Müllabfuhr von der Steuer absetzen?

Müllabfuhr und Schmutzwasserentsorgung: Keine »typischen hauswirtschaftlichen Arbeiten« – Mit ihrer Klage scheiterte die Steuerzahlerin trotzdem. Denn der Gesetzgeber will (nur) typische hauswirtschaftliche Arbeiten begünstigen. Haushaltsnahe Dienstleistungen müssen also eine hinreichende Nähe zur Haushaltsführung haben bzw.

damit im Zusammenhang stehen. Nicht gefördert werden sollen dagegen solche Dienstleistungen, die regelmäßig nicht von Haushaltsangehörigen erledigt werden. Die Entsorgung von Müll und die Ableitung von Schmutzwasser, das ist ganz klar, werden typischerweise nicht von Haushaltsangehörigen erledigt.

Und die hierfür von der Gemeinde erhobenen Abgaben decken gerade nicht die von der Klägerin auf ihrem eigenen Grundstück erbrachten Leistungen wie das Sortieren des Mülls, Verbringen des Mülls in die Tonne, Bereitstellen der Tonne am Straßenrand und Öffnen des Wasserablaufs ab. auch interessant:

  • Handwerkerkosten: Höchstgrenzen ausreizen und Geld sparen
  • Haushaltshilfe legal beschäftigen: So geht’s!
  • Handwerker will Bargeld: Und was ist mit dem Steuer-Bonus?

(MB) Ähnliche Themen

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Kann man als Vermieter Handwerkerleistungen absetzen?

Reparatur, Renovierung und Sanierung – Arbeiten, die als Erhaltungsaufwendungen durchgehen, können direkt als Werbungkosten von der Steuer abgesetzt werden. Foto: RAM / stock. adobe. com Hat die Heizung in einer Mietwohnung ein Leck oder lässt sich die Haustür nicht mehr richtig schließen, muss in den meisten Fällen der Vermieter für die Reparaturkosten aufkommen. Handwerkerkosten können aber von der Steuer abgesetzt werden. Beim Abschreiben der Renovierungskosten gibt es zwei Möglichkeiten: 

  • Die Kosten werden auf Antrag als Erhaltungsaufwendungen behandelt. Dann kann der Vermieter die vollen Kosten in dem Steuerjahr abschreiben, in dem er die Reparatur bezahlt hat. Der Erahltungsaufwand wird dann als Werbungskosten sofort abgezogen. Möglich ist auch die gleichmäßige Verteilung auf zwei bis fünf Jahre.
  • Die Kosten für Handwerkerleistungen werden gleichmäßig auf bis zu maximal fünf Jahre verteilt.

Wichtig hierbei: Wer in mehreren Etappen von maximal 4. 000 Euro saniert, um die kompletten Kosten als Werbungskosten im gleichen Jahr abzusetzen, der kann dies nur begrenzt tun. Denn wenn sich der Standard einer Wohnung durch mehrere Baumaßnahmen innerhalb von fünf Jahren wesentlich verbessert, werten die Behörden diese Aufwendungen als Herstellungskosten – und der Vermieter muss die Kosten eben doch wieder über einen selbst gewählten Zeitraum von zwei bis maximal fünf Jahren abschreiben.

Kann ich als Vermieter eine Küche absetzen?

highwaystarz, Fotolia 14. März 2017, 15:48 Uhr Lange konnten Vermieter eine Einbauküche, die sie in einer Mietwohnung neu installierten, steuerlich absetzen. Nach einem grundlegenden Urteil des Bundesfinanzhofs kann die Neuanschaffung von Einbauküchen oder Teilen davon – etwa Spüle oder Herd – bei Vermietung aber künftig nicht mehr als Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

  1. In rechtlichen Fragen immer auf der sicheren Seite: Wir beraten Sie gern;
  2. >> Im konkreten Fall hatte ein Ehepaar für rund 10;
  3. 000 Euro neue Küchen für mehrere Mietwohnungen gekauft und einbauen lassen;
  4. Die Kosten für die Einbauküchen wollten sie steuerlich absetzen;

Das Finanzamt wollte die Anschaffungskosten jedoch nicht als Werbungskosten anerkennen: Stattdessen müssten die Ausgaben über die Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben werden, so die Behörde. Dagegen klagte das Vermieter-Ehepaar, hatte aber letztlich vor dem Bundesfinanzhof (BFH) das Nachsehen. In einem Urteil mit grundlegender Bedeutung wich der BFH von der bisher geltenden Rechtsauffassung zur steuerlichen Absetzbarkeit von Einbauküchen ab (AZ IX R 14/15). Die Richter bestätigten die Position des Finanzamts, wonach die Anschaffungskosten nicht als Werbungskosten gelten könnten, sondern über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben werden müssten.

  1. Zu der neuen Bewertung in der Frage, ob ein Vermieter Einbauküchen steuerlich absetzen kann, führte eine neue Definition der wesentlichen Bestandteile bei Wohngebäuden , die die Richter vornahmen;
  2. Bisher galt, dass die Spüle und gegebenenfalls auch der Herd – unabhängig vom Rest der Küche – als unverzichtbare Gebäudebestandteile anzusehen waren;

Demnach war ihr Austausch als Werbungskosten absetzbar. Heutzutage müsse eine moderne Einbauküche aber als “einheitliches Ganzes” angesehen werden, in dem alle Teile fest miteinander verbunden seien, so der Bundesfinanzhof. Die Einbauküche sei somit ein “eigenständiges und zudem einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren” – entsprechend komme aus steuerlicher Sicht nur die Abschreibung über diesen Zeitraum infrage, so das Gericht.

Wie erfährt das Finanzamt von Mieteinnahmen?

Wie erfährt das Finanzamt von Mieteinnahmen? – Das Finanzamt hat mehrere Möglichkeiten die Mieteinnahmen eines Vermieters zu prüfen. Da in Deutschland Immobilienkäufe notariell beglaubigt werden, erhalten Finanzämter Informationen darüber. Das Finanzamt kann zudem über die Steuererklärung des Mieters auf den Vermieter aufmerksam werden.

Wie hoch dürfen die Werbungskosten bei Vermietung sein?

Werbungskosten bei kostenloser oder verbilligter Vermietung Beträgt die Kaltmiete nicht weniger als 66% der ortsüblichen Miete, liegt eine voll entgeltliche Vermietung vor und die Werbungskosten sind in voller Höhe abziehbar.

Wie viel bleibt mir als Vermieter von der Miete?

Wann bleiben Mieteinnahmen steuerfrei? – Generell gilt: Liegen die Mieteinnahmen jährlich unter 520 Euro, wird keine Steuer fällig. Bei Gesamteinkünften aus allen Einkommensarten, die bis zu 9. 984 Euro (ledig, ab 2022), beziehungsweise 19. 968 Euro (Verheiratete) betragen, fällt ebenfalls grundsätzlich keine Einkommensteuer an.

See also:  Wie Viel Kostet Ein Kind Dem Staat?

Kann man als Vermieter Handwerkerleistungen absetzen?

Reparatur, Renovierung und Sanierung – Arbeiten, die als Erhaltungsaufwendungen durchgehen, können direkt als Werbungkosten von der Steuer abgesetzt werden. Foto: RAM / stock. adobe. com Hat die Heizung in einer Mietwohnung ein Leck oder lässt sich die Haustür nicht mehr richtig schließen, muss in den meisten Fällen der Vermieter für die Reparaturkosten aufkommen. Handwerkerkosten können aber von der Steuer abgesetzt werden. Beim Abschreiben der Renovierungskosten gibt es zwei Möglichkeiten: 

  • Die Kosten werden auf Antrag als Erhaltungsaufwendungen behandelt. Dann kann der Vermieter die vollen Kosten in dem Steuerjahr abschreiben, in dem er die Reparatur bezahlt hat. Der Erahltungsaufwand wird dann als Werbungskosten sofort abgezogen. Möglich ist auch die gleichmäßige Verteilung auf zwei bis fünf Jahre.
  • Die Kosten für Handwerkerleistungen werden gleichmäßig auf bis zu maximal fünf Jahre verteilt.

Wichtig hierbei: Wer in mehreren Etappen von maximal 4. 000 Euro saniert, um die kompletten Kosten als Werbungskosten im gleichen Jahr abzusetzen, der kann dies nur begrenzt tun. Denn wenn sich der Standard einer Wohnung durch mehrere Baumaßnahmen innerhalb von fünf Jahren wesentlich verbessert, werten die Behörden diese Aufwendungen als Herstellungskosten – und der Vermieter muss die Kosten eben doch wieder über einen selbst gewählten Zeitraum von zwei bis maximal fünf Jahren abschreiben.

Kann ich als Vermieter Renovierungskosten absetzen?

Kosten für Renovierungen in voller Höhe absetzen Egal ob eine neue Heizungsanlage, ein moderneres Bad oder eine Fassadendämmung – Vermieter /innen können die Kosten für Renovierungen oder Modernisierungen ihrer Immobilien voll von der Steuer absetzen.

Welche Anschaffungskosten sind absetzbar?

Zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten zählen in der Regel: –

  • Kaufpreis (abzüglich Anteil für den Grund, denn dieser unterliegt nicht der Abnutzung)
  • Notarkosten
  • Auflassungsgebühren
  • Grunderwerbssteuer
  • Gebühren des Grundbuchamts
  • Maklerprovision für die erworbene Immobilie
  • Sachverständigenkosten für Wertgutachten, sofern vom Käufer getragen
  • Gerichtskosten beim Erwerb eines Mietobjekts im Zwangsversteigerungsverfahren
  • Fahrt- und Telefonkosten (zum gekauften Objekt)
  • Einbauten: Festinstallierte Bauten wie Einbauschränke oder Küchenspülen. Zu den Herstellungskosten des Gebäudes gehört weiterhin der Herd
  • Luxussanierung/ Renovierungskosten > 15% der Anschaffungskosten: Da hier das Objekt in seinem Wesen erheblich verändert nämlich verbessert wird, zählt eine Luxussanierung zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Sollten größere Renovierungs/ Sanierungsarbeiten gleichzeitig im Zeitraum von 3 Jahren nach Anschaffung an Sanitär, Fenster, Heizungen, Elektro etc. stattfinden, geht der Fiskus von einer nachhaltigen Werterhöhung aus. Der Betrag ist dann den Anschaffungskosten zuzuschlagen.
  • Dachausbau: Wenn zusätzlicher Wohnraum durch einen Dachausbau geschaffen wird, geht das Finanzamt von abschreibungspflichtigem Herstellungsaufwand aus.

Kann Vermieter Einbauküche steuerlich absetzen?

Wer Wohnungen mitsamt Einbauküche vermietet, der muss von Zeit zu Zeit die verwohnte Küche erneuern lassen. Die Kosten können Vermieter steuerlich geltend machen. Die Frage ist nur, wie: Kann die neue Küche sofort als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden? Oder ist eine Abschreibung auf Abnutzung (AfA) vorzunehmen? Darüber hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden.

Wer Wohnungen mitsamt Einbauküche vermietet, der muss von Zeit zu Zeit die verwohnte Küche erneuern lassen. Die Kosten können Vermieter steuerlich geltend machen. Die Frage ist nur, wie: Kann die neue Küche sofort als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden? Oder ist eine Abschreibung auf Abnutzung (AfA) vorzunehmen? Darüber hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden.

Was Du als Vermieter steuerlich absetzen kannst – Interview mit unserem Steuerexperten Till

München. Wird eine Wohnung mit Einbauküche vermietet, kann der Vermieter die Erneuerung der kompletten Küche nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung von der Steuer absetzen. Vielmehr sind die Kosten über einen Zeitraum von 10 Jahren als Abschreibung auf Abnutzung (AfA) abzuschreiben.

Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem gestern (7. Dezember 2016) veröffentlichten Urteil entschieden (Urteil vom 03. 08. 2016, Az. : IX R 14/15). In dem Rechtsstreit ging es um den Fall eines Vermieters , der drei Wohnungen inklusive Einbauküche vermietet.

In allen Wohnungen hatte er im Jahr 2010 komplett neue Küchen eingebaut – seine Mieter bekamen neue Küchenmöbel mitsamt Arbeitsplatte, Spüle, Herd, Kühlschrank und Dunstabzugshaube. Rund 3. 000 Euro pro Wohnung gab der Vermieter für die Erneuerung aus. Diese Kosten machte er in der Steuererklärung als direkt abzugsfähige Werbungskosten geltend.

Das Finanzamt ließ jedoch nur die Kosten für Herd und Spüle sowie für die anderen Elektrogeräte, die als geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von weniger als 401 Euro eingestuft wurden, als Werbungskosten zu.

Die Möbel mussten jedoch nach Ansicht des Finanzamtes als Abschreibung auf Abnutzung über 10 Jahre abgeschrieben werden. Dagegen klagte der Vermieter.

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