Was Kann Der Staat Für Integration Tun?

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat sein Jahresgutachten vorgestellt. Petra Bendel erklärt, inwieweit der Staat überhaupt Regeln aufstellen kann, um Integration zu fördern. Deutsche Welle: Frau Bendel, ein Schwerpunkt Ihres aktuellen Jahresgutachtens ist “Integration und ihre Steuerungsmöglichkeit”.

  1. Wie wichtig sind Gesetze und Konzepte für Integration? Petra Bendel: Der Sachverständigenrat lotet in seinem neuen Gutachten aus, welche gesetzgeberischen Möglichkeiten überhaupt bestehen, um Migration zu steuern und die gesellschaftliche Teilhabe aller zu fördern.
  2. Wir wollen damit die aktuelle Debatte um die Steuerbarkeit durch Einwanderungs- und Integrationsgesetze versachlichen.

Natürlich empfehlen wir ein Einwanderungsgesetz, das die bestehenden Regelungen systematisiert und transparenter gestaltet. Es soll eine deutliche Signalwirkung an die eigene Bevölkerung entwickeln und sagen: Ja, wir sind ein Einwanderungsland und ja, wir brauchen aufgrund des demographischen Wandels noch mehr Zuwanderung in die Arbeitsmärkte.

Andererseits kann ein solches Gesetz auch Signalwirkung nach außen entfalten – um den potenziell Interessierten zu zeigen, dass wir unsere bisher liberalen Gesetze entschlackt und systematisiert haben und um ein Signal zu geben, das lautet: Ja, wir wollen euch. Brauchen wir denn noch ein neues Gesetz? Wir brauchen gar nicht mehr neue Regelungen, weil wir in den letzten Jahrzehnten bereits viel entwickelt haben, zum Beispiel um die Migration in die Arbeitsmärkte zu erleichtern.

Aber es ist ein sehr dichtes Regelwerk entstanden, das nicht mehr leicht zu durchschauen ist. Da besteht die Möglichkeit, jetzt transparenter zu werden. Sie schreiben im Gutachten, dass ein Gesetz nicht alles regeln kann. Migranten entscheiden sich oftmals nicht aufgrund von Gesetzen für oder gegen ein Land, sondern wegen der dortigen Bildungsmöglichkeiten, der Sprache oder der wirtschaftlichen Perspektiven. Prof. Petra Bendel ist Mitglied des SVR Ja, Integration kann der Staat nur bedingt steuern. Er kann die Rahmenbedingungen schaffen, aber viele Bereiche der Integration, etwa in Sachen Identifikation oder Kultur, sind der staatlichen Regelungsfähigkeit entzogen.

Wir empfehlen daher das sogenannte Mainstreaming: Damit meinen wir, dass möglichst alle Regelsysteme, wie das Bildungssystem, der Arbeitsmarkt, die Familienpolitik oder die Stadtentwicklung, Integration bei Entscheidungen mitdenken. Damit wollen wir sicherstellen, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft von Angeboten profitieren können.

Wie wichtig ist denn dabei Symbolpolitik? Integrationspolitik zu gestalten und darüber zu diskutieren – egal ob über Gesetze oder Konzepte – kann ganz wichtige Signalwirkungen in die eigene Bevölkerung entfalten. Besonders dann, wenn die Konzepte in Kooperation mit der Bevölkerung mitentwickelt werden und wenn in der Verwaltung alle Ressorts einbezogen werden.

Das heißt, dass die Ressorts, die zuständig für Integration sind – also Ministerien auf Bundesebene oder einzelne Verwaltungseinheiten – sich besser aufeinander abstimmen und wir damit die Kohärenz erhöhen. Wie viel ist da noch zu tun? Wir brauchen unbedingt die interkulturelle Öffnung der Verwaltung.

Das heißt, dass wir bei der Personalentwicklung darauf achten, dass Mitarbeiter interkulturell kompetent sind. Wenn jemand in einer Asylbehörde arbeitet, muss er wissen, wie er mit Menschen anderer Herkunft umgeht. Wir brauchen Angebote und Strukturen auf allen föderalen Ebenen für Personen mit Migrationshintergrund, damit sie in Verwaltung und Politik mitwirken können. Flüchtlinge in einem Deutschkurs in Halle/Saale Ganz zentral sind die Kommunen: Sie haben eine wichtige Rolle gespielt, als in den letzten Jahren viele Menschen zu uns kamen, und sie haben sie integriert. Das betraf die Unterbringung, aber auch Integrationskurse bis hin zur Eingliederung in die Arbeitsmärkte.

Wir meinen, dass dabei die Kommunen noch unterstützt werden könnten, indem evaluiert wird: Was hat gut funktioniert? Wie können sich Kommunen besser austauschen? Wie können wir gute Beispiele in die Fläche transportieren, um die Angebote zu verstetigen und nachhaltig und flexibel zu gestalten? Haben Sie schon einen ersten Überblick, was gut funktioniert hat? Es gibt sehr unterschiedliche Modelle.

Wir haben es aber geschafft, die Gesellschaft auf allen Ebenen gut mitzunehmen – von der Kita bis in die Wirtschaft. Wir müssen aber vor allem die Nachhaltigkeit unterstützen und nicht nur auf Programme und Projekte setzen, die kein institutionelles Gedächtnis enthalten.

Das heißt, die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren dürfen nicht in Vergessenheit geraten? Genau, wir müssen am Ball bleiben, dass wir nicht Bildungskoordinatoren oder Integrationsbeauftragte nach drei Jahren entlassen und dass dann Kommunen oder Bildungseinrichtungen das erlernte Wissen vergessen – für den Fall, dass wir wieder eine erhöhte Zuwanderung haben.

Es ist aber auch eine Tatsache, dass Integration ein Prozess ist, der sich unter Umständen über Generationen hinzieht. Wir brauchen dieses Wissen auf lange Sicht. Prof. Petra Bendel ist Professorin für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR).

Was braucht man für eine gelungene Integration?

Bedeutung von Integration – Warum Integration so wichtig ist Typ: Artikel, Schwerpunktthema: Heimat & Integration Ziel von Integration ist es, alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in unserem Land leben, in die Gesellschaft einzubeziehen. Dabei betrifft Integration uns alle – Alteingesessene ebenso wie Zugewanderte. Quelle: Photographee.eu / shutterstock.com Mehr zum Thema Sprachförderung und Integration Darstellung der Maßnahmen der Bundesregierung als aktualisierte Broschüre zum Download und zur Bestellung BMI unterstützt die Erstellung des Integrationsbarometers 2020 Leitfaden für die Koordinierung der Integrationsarbeit der Bundesregierung 609KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm Unser Zusammenleben soll von Respekt, gegenseitigem Vertrauen, von Zusammengehörigkeitsgefühl und gemeinsamer Verantwortung geprägt sein.

  • Die von Zugewanderten soll Chancengleichheit und die tatsächliche Teilhabe in allen Bereichen ermöglichen, insbesondere am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben.
  • Dies unterstützt der Staat mit umfassenden Integrationsangeboten.
  • Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen, die mit einer dauerhaften Bleibeperspektive zu uns kommen, die deutsche Sprache lernen und sich um Grundkenntnisse unserer Geschichte und unseres Staatsaufbaus bemühen.

Hierbei geht es insbesondere um die Bedeutung der freiheitlich demokratischen Grundordnung Deutschlands, des Parteiensystems, des föderalen Aufbaus, der Sozialstaatlichkeit, der Gleichberechtigung sowie der Toleranz und der Religionsfreiheit. Das Grundgesetz als die deutsche Verfassung gilt für alle: Als Grundlage für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland muss es gelebt werden.

Auch Zugewanderte müssen sich genauso wie die hier lebenden Menschen an die deutschen Gesetze halten und die geltenden Werte und Gepflogenheiten respektieren. Gelungene Integration bedeutet, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen. Sie bedeutet die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses, wie man in der Gesellschaft zusammenlebt.

Zuwanderung kann deshalb nur als wechselseitiger Prozess gelingen. Sie setzt die Aufnahmebereitschaft der Mehrheitsgesellschaft voraus – wie auch die Bereitschaft der Zugewanderten, die Regeln des Aufnahmelands zu respektieren und sich um die eigene Integration zu bemühen.

Was ist das Ziel der Integration?

Ziel von Integration ist es, alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in unserem Land leben, in die Gesellschaft einzubeziehen. Dabei betrifft Integration uns alle – Alteingesessene ebenso wie Zugewanderte.

Was bedeutet Integration in der Politik?

Unter politischer Integration versteht man den Prozess, in dessen Verlauf sich die Bürgerinnen und Bürger durch ihre eigene politische Beteiligung in die politische Willensbildung einbringen und dadurch sowohl die demokratischen ‘Spielregeln’ anerkennen als auch Loyalitätsbeziehungen gegenüber den politischen

Wie gelingt erfolgreiche Integration?

Ausgewählte Ergebnisse – Zu den Ergebnissen der Studie gehört, dass Flüchtlinge auch jenseits großer Metropolen heimisch werden können. Wenn die Bedingungen vor Ort stimmen, würden viele gerne in kleineren Kommunen bleiben. Viele Flüchtlinge finden es zudem wichtig, sich zu qualifizieren.

  1. Gleichzeitig wollen fast alle möglichst schnell in Arbeit kommen.
  2. Daraus kann ein Spannungsverhältnis entstehen, für dessen Auflösung es flexibler Angebotsstrukturen bedarf.
  3. Und: Flüchtlinge sind dankbar für die praktische Hilfe von Ehrenamtlichen.
  4. Sie wünschen sich persönliche Begegnungen und zwischenmenschliche Kontakte.

“Neben möglichst passgenauen Maßnahmen für den Zugang zu Ausbildung, Arbeit und Sprachkenntnissen ist die soziale Teilhabe ein Kernbedürfnis der Asylsuchenden. Sie sollte stärker als bisher im Fokus von Integrationskonzepten stehen”, sagt Dr. Jan Schneider, Leiter des SVR-Forschungsbereichs.

Den Politikern empfehlen die Forscher, die Rahmenbedingungen den Erfordernissen anzupassen: “Deutschland sollte den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte wie geplant wieder einführen und die Aufenthaltssituation der Flüchtlinge schneller klären”, so Schneider. “Zudem sollten für Asylsuchende gleiche Aufnahme- und Verfahrensstandards gelten, vor allem für diejenigen mit guter und mittlerer Bleibeperspektive, und die Asylverfahren sollten weiter beschleunigt werden.

Wissen über den Ablauf und Stand des Asylverfahrens sowie über Teilhabeoptionen macht Flüchtlinge handlungsfähig, diese Fähigkeit gilt es zu erhalten und zu fördern.” Die Studie: “Wie gelingt Integration? Asylsuchende über ihre Lebenslagen und Teilhabeperspektiven in Deutschland” Aktuelles

Was braucht es für eine erfolgreiche Integration?

Engagement der Zivilgesellschaft – “Integration bedeutet mehr als eine Sprache zu lernen und einen Job zu haben. Integriert sein heisst auch, dazu zu gehören”, unterstrich Hannes Germann, Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbands. Persönliche Begegnungen zwischen Zugewanderten und Ansässigen seien entscheidend.

Sie kämen oft im Rahmen von lokalen Projekten mit freiwilligem Engagement zustande, hier liege denn auch der Schwerpunkt im Integrationsdialog “Zusammenleben”. Dieses Engagement von Bürgerinnen und Bürgern sei gerade für Flüchtlinge sehr wertvoll und daher von staatlicher Seite zu würdigen und zu fördern.

An der Konferenz vertreten waren neben Regierungen und Verwaltungen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene auch Arbeitgeber- und Branchenverbände, Gewerkschaften, Verbände aus den Bereichen Medizin (Pädiatrie, Hebammen, Pflegepersonal) und Frühe Förderung (Kinderbetreuung), Sportverbände, Stiftungen, Jugend- und Freiwilligenorganisationen, Hilfswerke, Migrantenvereine sowie verschiedene Religionsgemeinschaften.

Wie funktioniert die Integration in Deutschland?

Erfolgreiche Integration Mit gezielter Förderung unterstützt die Bundesregierung Geflüchtete und Zugewanderte dabei, in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Die Integrationspolitik ist ein zentrales Politikfeld in Deutschland und wird als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen.

Integration ist ein Angebot, aber auch eine Verpflichtung zu eigener Anstrengung. Sie kann nur als wechselseitiger Prozess gelingen. Nach dem Aufenthaltsgesetz haben diejenigen Ausländerinnen und Ausländer, die rechtmäßig und auf Dauer im Bundesgebiet leben, Anspruch auf Integrationsleistungen des Bundes.

Diese Leistungen dienen der Sprachvermittlung, der Integration in Ausbildung, Arbeit und Bildung sowie der gesellschaftlichen Integration. Ziel ist, die Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Als zentrale Maßnahme wird der Integrationskurs angeboten, der aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs besteht.

  1. Mehr als 33 Prozent der 20- bis 34-jährigen ausländischen Erwachsenen bleiben ohne Berufsabschluss.
  2. Ihre Bildungsbeteiligung zu erhöhen ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett.
  3. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig,

Mit der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts 2014 wurde die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt. Für in Deutschland nach 1990 geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern wurde die „Optionspflicht” abgeschafft: Zuvor mussten sie sich bis zum vollendeten 23.

Lebensjahr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Zuwanderinnen und Zuwanderer, die voraussichtlich länger in Deutschland bleiben, sollen schnell eine Ausbildung beginnen oder in den Beruf einsteigen können. Daher hat die Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett.

Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig 2019 das Gesetz zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung von Ausländern eingeführt.

Wer eine gute Bleibeperspektive hat, kann nun zügiger einen Job beginnen. Die Vermittlung in Sprachkurse und andere Integrationsangebote verbessert das Gesetz ebenfalls. Auch die Regelungen zu Asylbewerberleistungen hat die Bundesregierung 2019 geändert. Die Anpassungen sollen verhindern, dass Geflüchtete eine Ausbildung oder ein Studium aus finanziellen Gründen abbrechen müssen.

Die Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig möchte auch Frauen mit Migrationshintergrund beruflich besser integrieren.

  • Dafür werden unter anderem Arbeitsvermittler gezielt geschult, so dass sie besser auf den speziellen Bedarf von Frauen mit Migrationshintergrund eingehen können.
  • Auch das Ehrenamt spielt bei der Integration eine wichtige Rolle – sowohl durch zahlreiche Freiwillige, die sich mit Kursen und Alltagshilfen für Geflüchtete oder Migrantinnen und Migranten engagieren als auch durch Zugewanderte, die selbst Ehrenämter übernehmen.
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Die Übernahme von Ehrenämtern wird im Rahmen des angepassten Asylbewerberleistungsgesetzes ebenfalls gefördert. © dpa © Sean Gallup/Getty Images © Flamingo Images/stock.adobe.com : Erfolgreiche Integration

Was ist Integrationsmaßnahmen?

Integrationsmaßnahmen der Bundesregierung Mit dem Erwerb der Sprache wird die Eingliederung in Ausbildung und Arbeit erleichtert. Foto: photothek.net / Köhler Der Integrationsstrategie der Bundesregierung liegt ein modulares Angebot für verschiedene Zielgruppen zugrunde. Es umfasst die Integrationsfelder Sprachvermittlung, Integration in der Ausbildung, im Beruf und in der Bildung sowie die gesellschaftliche Integration.

Was verhindert die Integration?

Diskriminierung verhindert Integration 12.02.2013 Wie reagieren Menschen, die diskriminiert werden oder sich zumindest so fühlen? Welche Auswirkungen haben Benachteiligungserfahrungen von ethnischen Minderheiten auf die Gesellschaft? Eine Studie vom Zentrum für Türkeistudien hat das untersucht und kommt zu drastischen Ergebnissen. Die Antidiskriminerungsstelle des Bundes (ADS) hat eine Untersuchung über das Zusammenwirken von Diskriminierung und Integration in Auftrag gegeben. Die nun veröffentlichte wurde vom Zentrum für Türkei- und Integrationsstudien verfasst. Zentraler Gegenstand sind die Auswirkungen von Diskriminierungserfahrungen auf zentrale Lebensbereiche wie Arbeitsmarkt und Gesundheit. Die Ergebnisse in Kürze:

Diskriminierungserfahrungen können zu “Reethnisierung” führen, so dass Kinder von Einwanderern sich stärker mit dem Herkunftsland oder der Religion ihrer Eltern identifizieren, als die erste Generation. “Für Deutschland bedeutet das also: Je höher die wahrgenommene Diskriminierung bei Menschen mit Migrationshintergrund, desto geringer ist ihre Bereitschaft, sich in die Aufnahmegesellschaft zu integrieren. Ständige Konfrontation mit negativen Stereotypen und Vorurteilen beeinträchtigt das Selbstwertgefühl und kann zu geringeren kognitiven Leistungen führen. Vor allem im Bildungsbereich kann das folgenreich sein: Die Angst vor schlechten Leistungen beeinflusst die Leistung in negativer Weise. Ausgrenzung und Benachteiligung erhöhen die Gefahr der Gewaltbereitschaft, aber auch das Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Diskriminierung verhindert die Integration in den Arbeitsmarkt und erschwert die soziale Teilhabe, mit der Folge eines höheren Armutsrisikos. Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft regelmäßig Diskriminierung erleben, kann sich das negativ auf die physische und psychische Gesundheit auswirken.

Ausgehend von den Ergebnissen der Expertise haben die Autoren Handlungsempfehlungen für die Bereiche Politik, Arbeitsmarkt, Medien und Bildung formuliert. Im April 2013 schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort () auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen () in diesem Zusammengang: Das „Selbstverständnis einer modernen und international vernetzten Gesellschaft” veranlasse die Regierung, der Bekämpfung von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und verwandter Formen der Intoleranz „prioritäre Beachtung zu schenken”.

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: Diskriminierung verhindert Integration

Was ist der Unterschied zwischen Inklusion und Integration?

1. Das Wichtigste in Kürze – Die Begriffe Inklusion und Integration werden oft gleichbedeutend verwendet, verwechselt oder vermischt. Inklusion bedeutet eine Umgebung zu schaffen, die allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Integration bedeutet Zugehörigkeit, die mit Anpassung an die Umgebung einhergeht. Exklusion bedeutet Ausschluss und Separation bedeutet Trennung.

Wo leben die meisten Ukrainer in Deutschland?

Regionale Verteilung der ukrainischen Staatsbürger 2021 Die Ukrainer in Deutschland stellten 2020 mit rund 145.500 ukrainischen Staatsbürgern die 21.-größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland, Sie haben zahlreiche Institutionen und Organisationen gebildet, wie die Zentralvereinigung von Ukrainern in Deutschland und die Vereinigung der Ukrainischen Diaspora in Deutschland, Die meisten Ukrainer leben in Berlin, München, Hamburg, der Region Hannover, Köln und Düsseldorf, Weitere bedeutende Gemeinden finden sich in Nürnberg, Frankfurt am Main, Bremen, Leipzig und Dresden, Die Ukrainer sind prozentual besonders in den Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sowie in Großstädten mit bedeutenden Diaspora -Gemeinden vertreten.

  • Neben Deutsch beherrschen die meisten in Deutschland lebenden Ukrainer Ukrainisch und Russisch,
  • Viele gehören der 2018 gegründeten ukrainisch-orthodoxen Landeskirche an, daneben gibt es russisch-orthodoxe und römisch-katholische ukrainische Christen sowie jüdische Ukrainer in Deutschland.
  • Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 sind zahlreiche Ukrainer geflohen,

Auch nach Deutschland sind hunderttausende gekommen. Genaue Zahlen gibt es nicht, da Ukrainer in den Schengen-Raum einreisen dürfen, ohne sich zu registrieren.

Welches Ministerium ist für Integration zuständig?

Unsere Behörden und Einrichtungen – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ( BAMF ) ist als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMI das Kompetenzzentrum für Asyl, Migration und Integration in Deutschland. Quelle: BAMF Das BAMF ist zuständig für die Durchführung von und die Zuerkennung des Flüchtlingsschutzes in Deutschland. Zugleich koordiniert es bundesweit die Förderung der, Zur Bandbreite der Aufgaben gehört auch die Migrationsforschung. Grundlage ist ein gesetzlich verankerter Forschungsauftrag zur Gewinnung analytischer Aussagen zur Steuerung der,

Die hier gewonnenen Daten und Erkenntnisse ermöglichen eine kompetente Beratung der Politik und anderer gesellschaftlicher Akteure. Zur Gewährleistung einer optimalen Aufgabenerfüllung unterhält das Bundesamt das Informationszentrum Asyl und (IZAM). Hier werden verlässliche, umfassende und aktuelle Informationen über Herkunfts- und Transitstaaten von Migrantinnen und Migranten, das Weltflüchtlings- und Migrationsgeschehen und dessen Ursachen zusammengestellt und ausgewertet.

Mit seinen dezentralen Standorten, darunter Außenstellen, Ankunftszentren sowie Entscheidungszentren, steht das Bundesamt in direktem Kontakt mit allen Akteuren des Flüchtlingsschutzes und der Integrationsarbeit.

Welche Möglichkeiten der politischen Partizipation gibt es?

Formen politischer Partizipation – Die Nutzung des aktiven Wahlrechts ist eine legale, mittelbare und verfasste Form der politischen Partizipation und gehört daher zu den konventionellen Formen der politischen Beteiligung. Das Bild zeigt eine Stimmzettelabgabe beim zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich 2007. Der Begriff politische Partizipation wurde in der Politikwissenschaft bis etwa Ende der 1970er Jahre hauptsächlich auf die Teilnahme der Bürger an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen im Rahmen institutionalisierter Beteiligungsformen wie Wahlen und Mitgliedschaft und Arbeit in politischen Parteien bezogen.

Seitdem hat dieser Terminus eine deutliche Erweiterung erfahren und heute werden in der Partizipationsforschung direkte (unmittelbare) von indirekten (mittelbaren), legale von illegalen, verfasste (bzw. institutionalisierte) von nicht verfassten (bzw. nicht-institutionalisierten) und konventionelle von unkonventionellen Formen der politischen Partizipation unterschieden.

Während generalisierende Handlungen und Handlungsvollmachten, beispielsweise bei Wahlen, als indirekte Partizipation definiert sind, ist mit direkter Partizipation das direkte Einwirken auf Sach- und Personalentscheidungen gemeint. Im Gegensatz zur legalen Partizipation bewegt sich die illegale Partizipation außerhalb des rechtlichen Rahmens.

  • Hausbesetzungen, wilde Streiks und die Teilnahme an verbotenen Demonstrationen sind Beispiele für illegale politische Partizipationsformen.
  • Illegale aber nicht gewaltsame Formen der politischen Partizipation werden auch als ziviler Ungehorsam bezeichnet.
  • Die Differenzierung zwischen verfassten und nicht verfassten Formen der politischen Partizipation gilt als besonders bedeutsam.

Verfasste oder institutionalisierte politische Partizipationsformen entsprechen den rechtlich begründeten Institutionen, während zu den nicht verfassten (bzw. nicht-institutionalisierten) Formen alle legalen Möglichkeiten der politischen Beteiligung gehören, die nicht den rechtlich begründeten Institutionen entsprechen, daneben aber auch alle illegalen Formen politischer Partizipation.

Beispiele für verfasste bzw. institutionalisierte politische Partizipationsformen sind die Teilnahme an Wahlen und die Mitgliedschaft und Arbeit in politischen Parteien oder Gewerkschaften, Allerdings wird die berufliche Beschäftigung mit Politik wie beispielsweise die hauptamtliche Ausübung eines politischen Amtes oder Mandats und auch beruflich ausgeübte Politikberatung und Lobbyismus, je nach zugrundegelegter Definition, oft nicht unter den Begriff der politischen Partizipation gestellt.

Mit Plebisziten gibt es in Deutschland, Österreich und zahlreichen anderen demokratischen Staaten neben indirekten auch direkte institutionalisierte Formen der politischen Partizipation. In der Bundesrepublik Deutschland bestehen diese Möglichkeiten, auf institutionalisiertem Wege direkt auf politische Entscheidungen einzuwirken, schwerpunktmäßig auf kommunaler Ebene und Landesebene, Die Teilnahme an erlaubten (bzw. genehmigten) Demonstrationen gehört zu den legalen Formen der politischen Partizipation. Je nach Akzeptanz und Etabliertheit dieser Aktivität und nach individueller Bestimmung der Begriffe kann sie zu den unkonventionellen oder zu den konventionellen Formen der politischen Partizipation gezählt oder in einer Grauzone zwischen konventionellen und unkonventionellen Partizipationsformen verortet werden.

Das Bild zeigt eine Freiheit statt Angst -Demonstration in Berlin (2007). Unter konventioneller politischer Partizipation werden etablierte und übliche Formen der politischen Beteiligung verstanden. Wenig etablierte und unübliche Partizipationsformen werden als unkonventionell beschrieben. Die Unterscheidung zwischen konventionellen und unkonventionellen Formen der politischen Partizipation wurde im Rahmen der Political Action Studie, die von einer Gruppe um Samuel Barnes und Max Kaase in den 1970er Jahren durchgeführt wurde, entwickelt.

Hier galten Partizipationsformen, die legal, mittelbar und verfasst sind, als konventionell; als unkonventionell wurden insbesondere solche Partizipationsformen, die als illegitim eingeschätzt werden konnten, klassifiziert. Des Weiteren ist also eine Unterscheidung zwischen legitimen und illegitimen Formen der politischen Partizipation möglich und findet in der Partizipationsforschung Anwendung.

  • Als legitime politische Partizipation gelten Verhaltensweisen der politischen Beteiligung, die von der überwiegenden Mehrheit (oder im Idealfall von sämtlichen) der Mitglieder der betreffenden Gemeinschaft als moralisch gerechtfertigt erachtet werden, unabhängig davon, ob sie legal sind.
  • Als illegitim werden Partizipationsformen beschrieben, die Wertvorstellungen und Rechtsempfinden der betreffenden Gruppe widersprechen.

Diese theoretische Differenzierung zwischen legitimen und illegitimen Formen der Partizipation gilt allerdings wegen des Wertepluralismus, also der Existenz verschiedener teilweise sogar widersprüchlicher Werte, und wegen (möglichen) Wertewandels in den Gesellschaften pluralistischer Demokratien als problematisch.

Lassisches Beispiel für konventionelle politische Partizipation ist die (aktive) Teilnahme an Wahlen. Auch die Teilnahme an direktdemokratischen Abstimmungen kann, obwohl es sich um eine direkte und nicht um eine mittelbare Form handelt, den konventionellen politischen Partizipationsformen zugeordnet werden.

Die Mitgliedschaft und Arbeit in Parteien und Gewerkschaften wird ebenfalls zumeist zu den konventionellen politischen Beteiligungsformen gezählt. Diese systematische Differenzierung der Formen politischer Partizipation, in der

  • direkte/unmittelbare und indirekte/mittelbare
  • legale und illegale
  • verfasste/institutionalisierte und nicht verfasste/nicht-institutionalisierte
  • konventionelle und unkonventionelle

Partizipationsformen dichotom gegenübergestellt werden, ist durch Überschneidungen und Uneindeutigkeiten gekennzeichnet: Nicht jede Aktivität der politischen Partizipation kann eindeutig zugeordnet werden. Beispielsweise kann die Teilnahme an legalen Demonstrationen, abhängig vom Grad der Etabliertheit und Akzeptanz in der Gesellschaft sowie von der zugrundegelegten genauen Bestimmung dieser Begriffe, in einer Grauzone zwischen konventionellen und unkonventionellen politischen Beteiligungsformen verortet werden.

Auch wird die Teilnahme an Wahlen in der empirischen Partizipationsforschung als eigenständiger Typ der politischen Partizipation behandelt. Das wissenschaftlich erfasste Repertoire der politischen Partizipation umfasst inzwischen über 70 verschiedene Aktivitäten. So gehören neben bereits genannten Aktivitäten beispielsweise auch die Beteiligung in informellen Gruppen mit niedrigem Organisationsgrad, das Kontaktieren von Beamten und Trägern politischer Ämter oder Mandate oder der Medien durch Bürger, der bewusste Erwerb oder Boykott bestimmter Produkte (politischer Konsum) und das Sprühen und Malen von Slogans zu den in verschiedenen wissenschaftlichen Studien erfassten Aktivitäten der politischen Beteiligung.

In der Praxis scheint „das Aktionsrepertoire von Bürgern in demokratischen Gesellschaften fast unendlich zu sein.”

Was versteht man unter soziale Integration?

Miriam Sonntag Soziale Integration Soziale Integration im Kontext von Bildungsprozessen bezieht sich auf das Ziel, dass alle Kinder in ihrer jeweiligen Lernumgebung integriert sind und sich auch als solches wahrnehmen (vgl. Martschinke et al.2012, 186).

Allgemein lässt sich soziale Integration wie folgt definieren: „Durch die Zuweisung von Positionen und Funktionen in einem sozialen Gebilde sollen dessen Elemente aufeinanderbezogen, funktional aufeinander angewiesen sein und sich damit zu einem Ganzen konstituieren” (vgl. Reinholdt 2000, 300). Bezogen auf die Institution Schule stellt soziale Integration die „Aufhebung sämtlicher systematischer Zusammenhänge zwischen Beliebtheit und Ablehnung von Schülern in Schulklassen und irgendwelchen Ausgrenzungsmerkmalen wie bspw.

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äußere Erscheinung, soziale Herkunft, Sprachfähigkeit, Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Verhaltensauffälligkeiten.” dar (vgl. Haeberlin 1991, 173). Sozial integriert sind folglich Schüler, die keine Diskriminierung erfahren und damit keine isolierte Position innerhalb der Gruppe einnehmen.2 Alle beteiligten Personen der sozialen Gruppe akzeptieren sich gegenseitig, nehmen sich einander an und gehen in einem neuen Ganzen auf.

Insofern umfasst soziale Integration ein weites Feld: subjektive Akzeptanz, das Interesse aneinander, Sympathien füreinander, Bereitschaft zu gemeinsamen Tätigkeiten, den „Abbau von Vorurteilen, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Unbefangenheit im Umgang miteinander, gegenseitige Wertschätzung, Rücksichtnahme, Verständigungsbereitschaft und Verständigungstechniken, emotionale Zuwendung, humane Akzeptanz, mitmenschliche Solidarität, prosoziales hilfreiches Verhalten und anderes mehr” (vgl.

Wocken 1993, 86; Cowlan et al.1994, 212-243 ). Bedeutung sozialer Integration Der sozialen Integration wird eine herausragende Bedeutung insbesondere für die individuelle Ebene zugeschrieben. Martschinke, Kopp und Ratz zählen die soziale „Eingebundenheit neben dem Bedürfnis nach Autonomie und nach Kompetenzerfahrung” zu den „menschlichen Grundbedürfnissen” () (vgl.

  1. Martschinke et al.2012, 186).
  2. Die Autoren um Haeberlin betonen den Einfluss der subjektiv empfundenen sozialen Integration eines Schülers auf die allgemeinen Schulleistungen: „Ein positives subjektives Befinden eines Schülers in der Schulumwelt gilt unbestritten als eine günstige Voraussetzung für das schulische Lernen” (vgl.

Haeberlin et al.1991, 19). Die soziale Position eines Schülers ist aufgrund der Erfahrung sozialer Anerkennung bestimmend für das Ausmaß der persönlichen Zufriedenheit und damit für das Maß der Selbstsicherheit. Umgekehrt kann die Erfahrung von Ablehnung zu Verunsicherungen, welches eine beeinträchtigende Wirkung auf das zukünftige Verhalten nach sich zieht, führen.

  1. Folglich kann sich die Situation eines unbeliebten Schülers durch Erfolglosigkeit, Minderwertigkeitsgefühlen und Unzufriedenheit – kurz mit sozialer Insuffizienz – auszeichnen.
  2. Damit verbunden wäre die Schmälerung individueller und kollektiver Entfaltungsmöglichkeiten.
  3. Der Schüler befindet sich in einer solchen Lage im Spannungsfeld zwischen seinen eigenen Bedürfnissen und den eigenen Möglichkeiten.

Die schwierige Situation, in welcher sich ein Schüler am Rande einer Lerngruppe befindet, kann handlungsunfähig machen und zum anderen zu emotionalen Deprivationen führen. Den so genannten Außenseitern werden häufig Kommunikationsmöglichkeiten zur Kontaktfindung und Freundschaftsschließung verwehrt, da ihnen nur wenige Mitschüler für kommunikative Prozesse zur Verfügung stehen.

  • Dadurch bleibt die soziale Bestätigung aus und die abgelehnten Schüler verhalten sich wahrscheinlich gemäß den Erwartungen ihrer Mitschüler, im Sinne selbsterfüllender Prophezeiungen.
  • Hingegen wird besonders beliebten Schülern durch die Vielzahl der Kommunikationsmöglichkeiten, welche ihnen aufgrund ihres sozialen Status zur Verfügung stehen, die Beibehaltung der eigenen sozialen Position erleichtert.

Die eigene Rolle kann sich leicht verfestigen. In beiden Fällen spricht Petillon von „zirkulären Verstärkerprozessen”, welche auf beiden Seiten den gesamten Integrationsprozess hemmen können, da ein Ausbrechen aus dem Kreislauf schwierig erscheine (vgl.

  1. Petillon 1978, 64).
  2. Auch Erkenntnisse aus der Neurobiologie stützen die Bedeutung einer positiven sozialen Integration: Die Vermeidung von Aussonderungsprozessen, reduziert eine Aktivierung der Schmerzzentren,
  3. Unser Gehirn ist () neurobiologisch auf gute soziale Beziehungen geeicht” (vgl.
  4. Bauer 2006, 64).

Es ist nachgewiesen, dass Menschen, die in einer für sie unverständlichen Weise von anderen aus der Gemeinschaft ausgegrenzt und ausgeschlossen werden, nicht nur psychologisch, sondern auch neurobiologisch mit einer Mobilisierung des emotionalen Schmerzzentrums reagieren.

Erfahrungen von Ausgrenzung beeinflussen die Entwicklung und individuelle Lernprozesse negativ (vgl. Hüther 2008 & Largo 2009). Der Faktor der sozialen Integration ist demnach in seinem Bedeutungsgehalt nicht zu unterschätzen. Die Auswirkungen haben langfristigen Charakter und formen die Persönlichkeitsstruktur.

Somit kann soziale Integration im Sinne einer positiven Wechselwirkung eines Menschen mit seinen personalen und non-personalen Kontextfaktoren zu einer erleichterten Transformation von individuellen Entwicklungspotenzialen hin zur Performanz in unterschiedlichen kognitiven Leistungsbereichen beitragen.

Soziale Integration in der Schulforschung Empirische Forschung zur sozialen Integration im Kontext inklusiver Schulentwicklung müsste als Forschungsgegenstand nicht nur das Individuum und deren Lerngruppe haben, sondern den Fokus auf alle darin Beteiligten Personen (Multiprofessionelle Teams, Eltern usw.) ausweiten.

Bezogen sich bisherige Forschungen auf die gegenwärtig vorherrschende Zwei-Gruppen-Theorie, zielt ein inklusives Schulwesen nicht mehr auf die Kategorisierung von ‚behindert/nicht behindert‘ und damit auf die Wiederherstellung eines Ganzen, sondern geht vielmehr von der Prämisse aus, dass alle Beteiligten in einem Kontext gemeinsam lernen und die Unterscheidungslinien dichotomer Art wegfallen.

  1. Zukünftige Forschungsvorhaben können sich demnach nicht mehr (nur) an den zwei Kategorien‚ Schüler mit/ohne sonderpädagogischen Förderbedarf orientieren.
  2. Bislang wurde sich innerhalb der sonderpädagogisch geprägten Forschung im Kontext sozialer Integration in schulischen Zusammenhängen soziometrischer Forschungsmethoden nach Moreno bedient, um den Status von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in integrativen Lerngruppen zu untersuchen (vgl.

Petillon 1978).3 Die soziometrische Position, die auf Anziehungen und Abstoßungen zwischen Beteiligten einer Gruppe bzw. durch die Peers beruht, steht stellvertretend für das Ausmaß der sozialen Integration. Forschungsbefunde bis 1990er Jahre Rick hat 1961 eine der ersten Untersuchungen im deutschsprachigen Raum zur Situation von Schülern im Förderschwerpunkt Lernen, die in Regelschulen unterrichtet werden, durchgeführt und dokumentierte für den Großteil der Schüler mit Lernbehinderung eine schlechte soziale Position im Klassengefüge (vgl.

Huber 2006, 57). Dagegen konstatierte Kniel 1979 in seiner Analyse empirischer Untersuchungen für Deutschland, USA, Großbritannien und Schweden, dass integrierende Schulmodelle tendenziell bessere Wirkungen auf schwache Schüler im Vergleich zu traditionellen Sonderklassen haben (vgl. Kniel 1979). Eine systematische Integrationsforschung setzte erst in den 1980er Jahren ein.

Die folgenden Untersuchungen verschiedener Schulmodellversuche lieferten insgesamt positive Befunde für die soziale Integration von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in Deutschland: Wocken führte 1983-1986 eine Längsschnittstudie an den integrativen Klassen des Hamburger Modellversuchs durch (vgl.

  • Wocken 1987).
  • Seine zusammenfassende Bewertung ist insgesamt positiv und stellt keine bedeutsamen Unterschiede in der soziometrischen Position von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf fest.
  • Zwischen 1984-1986 führten Maikowski/Podlesch eine Längsschnittuntersuchung an der Fläming-Grundschule in Berlin durch (vgl.

Maikowski & Podlesch 1988). Sie stützten ihre Ergebnisse auf die soziometrische Befragung der Integrations- und Regelklassen, sowie auf Unterrichtsbeobachtungen qualitativer und quantitativer Art. Die Autoren stellten fest, dass die Integrationsklassen ein dichtes Netz von Sozialbeziehungen mit einer intakten Sozialstruktur aufweisen.

  • Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf seien überwiegend integriert, zählen in manchen Klassen zu den beliebtesten und in anderen wiederum zu den isolierten Schülern (vgl.
  • Maikowski & Podlesch 1988, 244 ff.).
  • Abneigungen sind vor allem zwischen den Geschlechtern zu finden.
  • Zu den abgelehnten Schülern gehörten u.a.

„Kinder mit hypermotorischen und aggressiven Verhaltensweisen” (vgl. Maikowski & Podlesch 1988, 249). In diesen Zeitraum fällt auch die Längsschnittuntersuchung von Preuss-Lausitz, Heyer und Zielke an der Uckermark-Grundschule ebenfalls in Berlin (vgl.

Preuss-Lausitz et al.1990). Insgesamt konnten die Autoren kaum Außenseiter in den Klassen sowie einen allgemeinen Anstieg der Statuswerte über die Untersuchung hinweg feststellen (vgl. Preuss-Lausitz et al.1990, 127). Die Autoren zogen das Fazit, dass „() ein Ziel der gemeinsamen Erziehung, nämlich den Aufbau stabiler und positiver sozialer Beziehungen zu anderen Kindern zu unterstützen, in hohem Maß gelungen ist” (vgl.

Preuss-Lausitz et al.1990, 128). Eine weitere Studie wurde von Dumke und Schäfer 1993 als schulbegleitende Forschung zum Bonner Integrationsklassen-Modell durchgeführt (vgl. Dumke & Schäfer 1993). Ihre Untersuchung ließ keine pauschalen Antworten in Bezug auf die soziale Integration von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf zu.

  1. So waren Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf zwar umfangreich in die informellen Gruppen eingebunden, erhielten aber im Vergleich zu ihren Mitschülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf durchschnittlich weniger Wahlen und mehr Ablehnungen (vgl.
  2. Dumke & Schäfer 1993, 82 ff.).
  3. Soziometrische Informationen haben auch die Autoren Cowlan, Deppe-Wolfinger, Kreie, Kron und Reiser zwischen 1988 und 1990 in hessischen integrativen Grundschulklassen erhoben (vgl.

Cowlan et al.1994). Ihre Gesamtbeurteilung formulierten die Autoren sehr positiv: „Behinderten und Nichtbehinderten Kindern gelingt in einer gemeinsamen Klasse eine sehr gute soziale Integration” (vgl. Cowlan et al.1994, 242). Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf nahmen überwiegend positive soziale Rollen ein.

Sie erfuhren auch kein abweichendes Ausmaß an Ablehnungen. Forschungsbefunde im neuen Jahrtausend Fallen die bisherigen Forschungsbefunde hinsichtlich des sozialen Status von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in integrativen Settings tendenziell positiv aus, zeichnet sich das Bild neuerer Untersuchungen uneinheitlicher: In der Studie von Freeman und Alkin werden positive Wirkungen in inklusiven Settings nachgewiesen (vgl.

Freeman & Alkin 2000). Bless und Mohr dagegen kommen in ihrer Untersuchung von 2007 zur Integration von Schülern mit Lernbehinderung in Regelklassen zu dem Ergebnis, dass deren sozialer Status grundsätzlich niedriger sei (vgl. Bless & Mohr 2007). Eine weitere Untersuchung wurde von Huber 2006 in nordrhein-westfälischen Integrationsklassen durchgeführt (vgl.

Huber 2006). Zu Beginn ging der Autor davon aus, dass Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf häufiger von sozialer Ausgrenzung betroffen seien als Schüler ohne diesen Status (vgl. Huber 2006, 156). Seine Rohwerte glichen denen Wockens (1987) sowie Dumke und Schäfers (1993). Allerdings bewertete er diese anders und hält fest, dass „alle Analysen der soziometrischen Erhebung für eine schlechte soziale Integration von Schülern mit SFB im GU sprechen” (vgl.

Huber 2006, 281 & Huber 2012).4 Sauer, Ide und Borchert können dagegen keine Unterschiede im sozialen Selbstkonzept von Kindern mit und ohne Förderbedarf feststellen (vgl. Sauer et al.2007). Klemm/Preuss-Lausitz resümieren verschiedene Forschungsergebnisse und kommen zu dem Ergebnis: „Die Sorge, dass Kinder mit Behinderungen per se abgelehnt werden und subjektiv darunter leiden, ist jedoch generell nicht begründet.

Eher lassen sich positive Beobachtungen von Hilfsbereitschaft und Freundschaften feststellen. Die inklusive Schule ist ein Beitrag zur sozialen Integration und zugleich zur Stärkung von Selbstreflexion und einer realistischen Bewältigung von sozialen Alltagssituationen” (vgl. Klemm & Preuss-Lausitz 2011, 48).

Martschinke, Kopp und Ratz haben die Entwicklung des sozialen Status und des sozialen Selbstkonzeptes bei Kindern mit einer geistigen Behinderung untersucht und kommen zu dem Ergebnis: „Viele Kinder mit Förderbedarf können eine größere Anzahl von Wahlen auf sich vereinigen.

  • Sie liegen zwar in der Rangreihe nicht im Spitzenfeld, nehmen aber auch nicht nur die unteren Rangplätze ein ()” (vgl.
  • Martschinke et al.2012, 196 ).5 Ausblick Die aufgezeigten Forschungsansätze und -ergebnisse haben wichtige Erkenntnisse geliefert, sind aber dennoch auch kritisch zu betrachten, werden sie pauschalisierend und instrumentalisierend verwendet (vgl.

Müller & Prengel 2013; Sonntag 2010). Zur Erklärung der Befunde wird vielfach auf Theorien sozialer Vergleichsprozesse zurückgegriffen und damit wird der soziale Status in Zusammenhang mit schulischen Leistungen gesehen (vgl. Huber & Wilbert 2012). Kern einer inklusiven Schule ist aber die Entwicklung einer „egalitären Differenz” nach Prengel, einer Etablierung einer Kultur der Anerkennung, die verändernd auf soziale Vergleichsprozesse wirkt (vgl.

Prengel 1995). Weiter müssen Konzepte der Lehrer/innenbildung in den Fokus geraten, Hinweise von Bless/Mohr weisen darauf hin, dass vor allem Lehrer/innen, die sich als kompetent erleben, eine positive Haltung gegenüber integrativen Settings aufweisen und damit einen hohen Einfluss auf die Qualität inklusiver Schul- und Unterrichtsqualität nehmen (vgl.

Bless & Mohr 2007, 304). Da schulische Integration bzw. Inklusion bislang höchst unterschiedlich praktisch umgesetzt und organisiert wird, müssten Studien zugleich danach fragen, welche schul- und unterrichtsorganisatorischen Bedingungen eine positive Auswirkung auf das (soziale) Lernen in inklusiven Lerngruppen haben (vgl.

  • Martschinke et al.2012, 184).
  • Von daher sind Wirkungszusammenhänge und -faktoren für das soziale Gefüge im inklusiven Setting zu untersuchen, denn gerade im inklusiven Kontext nimmt die Bedeutung sozialer Prozesse innerhalb der Gruppe bedeutsam zu, ist das wertschätzende Miteinander hier doch wesentliches Prinzip.

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  2. Hrsg.): Sonderpädagogik des Lernens.
  3. Göttingen: Hogrefe, S.375-383.
  4. Boban, Ines; Hinz, Andreas (2008): Gewaltfreie Kommunikation und Kooperatives Lernen in Gruppen – Schlüsselelemente inklusiver Pädagogik.
  5. In: Mittendrin e.V.
  6. Hrsg.): Eine Schule für alle.
  7. Warum macht Integration schlau? Köln: Selbstverlag, S.53-75.
See also:  Was Kostet Ein Audi A5 In Der Versicherung?

Cowlan, Gabriele; Deppe-Wolfinger, Helga; K reie, Gisela; K ron, M.; R eiser, Helmut (1994): Soziale Beziehungen innerhalb der Klassen, In: Ders.: Integrative Grundschulklassen in Hessen: wissenschaftliche Begleitung von Klassen mit behinderten und nichtbehinderten Kindern an Schulen des Primarbereichs in Hessen; Abschlußbericht / Evangelische Französisch-Reformierte Gemeinde.

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Weinheim und Basel: Beltz, 2. Auflage. Huber, Cristian (2006): Soziale Integration in der Schule?! Eine empirische Untersuchung zur sozialen Integration von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht. Marburg: Tectum. Huber, Christian; Wilbert, Jürgen (2012): Soziale Ausgrenzung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und niedrigen Schulleistungen im gemeinsamen Unterricht.

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  • Essen und Berlin.
  • URL: http://www.bug-nrw.de/cms/upload/pdf/NRW_Inklusionskonzept_2011_-_neue_Version_08_07_11.pdf Kniel, Adrian (1979): Die Schule für Lernbehinderte und ihre Alternativen.
  • Eine Analyse empirischer Untersuchungen.
  • Rheinstetten: Schindele.
  • Reuzer, Max; Ytterhus, Borgunn (Hrsg.) (2008): „Dabei sein ist nicht alles”.

Inklusion und Zusammenleben im Kindergarten. München und Basel: Reinhardt. Löser, Jessica.M.; Werning, Rolf (2012): Inklusion aus internationaler Perspektive – ein Forschungsüberblick. In: Zeitschrift für Grundschulforschung. Bildung im Elementar- und Primarbereich, 1/2013, S.21-33.

Maikowski, Rainer; Podlesch, Rainer (1988): Zur Sozialentwicklung behinderter und nichtbehinderter Kinder, In: Projektgruppe Integrationsversuch (Hrsg.): Das Fläming-Modell – Gemeinsamer Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder in der Grundschule. Weinheim: Beltz, S.232-249. Martschinke, Sabine; Kopp, Bärbe; Ratz, Christoph (2012): Gemeinsamer Unterricht von Grundschulkindern und Kindern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der ersten Klasse – Erste Ergebnisse einer empirischen Studie zu Effekten auf sozialen Status und soziales Selbstkonzept.

In: Empirische Sonderpädagogik, 2/2012, S.183-201. Müller, Frank; Prengel, Annedore. (2013): Empirische Zugänge zu Inklusion in der Früh- und Grundschulpädagogik. In: Zeitschrift für Grundschulforschung. Bildung im Elementar- und Primarbereich, 1/2013, S.7-20.

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  • Standards und Regeln zur Umsetzung einer inklusiven Schule.
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In: Heilpädagogische Forschung 33, S.135-142 Sermier Dessemontet, Rachel; Benoit, Valérie; Bless, Gérard. (2011): Schulische Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung – Untersuchung der Entwicklung der Schulleistungen und der adaptiven Fähigkeiten, der Wirkung auf die Lernentwicklung der Mitschüler sowie der Lehrereinstellungen zur Integration.

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In: Inklusion online, 01/2010. Wocken, Hans (1987): Soziale Integration behinderter Kinder, soziometrische Untersuchungen in Integrationsklassen, In: Wocken, Hans; Antor, Georg.: Integrationsklassen in Hamburg, Erfahrungen – Untersuchungen – Anregungen.

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  3. In: G ehrmann, Petra; H üwe, Birgit (Hrsg.): Bochume r Symposium, Forschungsprofile der Integration von Behinderten.
  4. Essen, S.86- 106.
  5. Ontakt Miriam Sonntag www.miriamsonntag.net Oktober 2013 Quellenverweis: Ausgangspunkt ist hier zunächst die sonderpädagogische Integrationsforschung, die den Fokus bisher auf dichotome Heterogenitätsdimensionen (Kinder mit / ohne sonderpädagogischen Förderbedarf) legt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen hin zu inklusiven Strukturen muss dieser m.E. erweitert werden.2 Es wird durchgängig die maskuline Personenbezeichnung ver wendet, s elbstverständlich werden damit auch alle femininen Formen mit einbezogen.3 Zur Diskussion und Forschungsansätzen im Bereich der vorschulischen Pädagogik vgl.

Kreuzer/Ytterhus (2008).4 In diesem Zusammenhang sei auf die Diskussion um Hubers empirischen Ansatz und das verwendete Forschungsdesign verwiesen: Müller / Prengel 2013, Sonntag 2009 und Sonntag 2010.5 Es gibt weitere Studien, die sich einzelnen Förderschwerpunkten in diesem Zusammenhang gewidmet haben, z.B.

Ellinger/Stein (2012).

Welche Dimension der Integration gibt es?

Vier Dimensionen von Integration sollen im folgenden unterschieden werden: struk- turelle, kulturelle, soziale und identifikatorische Identifikation.

Was ist Integrationsmaßnahmen?

Integrationsmaßnahmen der Bundesregierung Mit dem Erwerb der Sprache wird die Eingliederung in Ausbildung und Arbeit erleichtert. Foto: photothek.net / Köhler Der Integrationsstrategie der Bundesregierung liegt ein modulares Angebot für verschiedene Zielgruppen zugrunde. Es umfasst die Integrationsfelder Sprachvermittlung, Integration in der Ausbildung, im Beruf und in der Bildung sowie die gesellschaftliche Integration.

Was verhindert die Integration?

Diskriminierung verhindert Integration 12.02.2013 Wie reagieren Menschen, die diskriminiert werden oder sich zumindest so fühlen? Welche Auswirkungen haben Benachteiligungserfahrungen von ethnischen Minderheiten auf die Gesellschaft? Eine Studie vom Zentrum für Türkeistudien hat das untersucht und kommt zu drastischen Ergebnissen. Die Antidiskriminerungsstelle des Bundes (ADS) hat eine Untersuchung über das Zusammenwirken von Diskriminierung und Integration in Auftrag gegeben. Die nun veröffentlichte wurde vom Zentrum für Türkei- und Integrationsstudien verfasst. Zentraler Gegenstand sind die Auswirkungen von Diskriminierungserfahrungen auf zentrale Lebensbereiche wie Arbeitsmarkt und Gesundheit. Die Ergebnisse in Kürze:

Diskriminierungserfahrungen können zu “Reethnisierung” führen, so dass Kinder von Einwanderern sich stärker mit dem Herkunftsland oder der Religion ihrer Eltern identifizieren, als die erste Generation. “Für Deutschland bedeutet das also: Je höher die wahrgenommene Diskriminierung bei Menschen mit Migrationshintergrund, desto geringer ist ihre Bereitschaft, sich in die Aufnahmegesellschaft zu integrieren. Ständige Konfrontation mit negativen Stereotypen und Vorurteilen beeinträchtigt das Selbstwertgefühl und kann zu geringeren kognitiven Leistungen führen. Vor allem im Bildungsbereich kann das folgenreich sein: Die Angst vor schlechten Leistungen beeinflusst die Leistung in negativer Weise. Ausgrenzung und Benachteiligung erhöhen die Gefahr der Gewaltbereitschaft, aber auch das Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Diskriminierung verhindert die Integration in den Arbeitsmarkt und erschwert die soziale Teilhabe, mit der Folge eines höheren Armutsrisikos. Wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft regelmäßig Diskriminierung erleben, kann sich das negativ auf die physische und psychische Gesundheit auswirken.

Ausgehend von den Ergebnissen der Expertise haben die Autoren Handlungsempfehlungen für die Bereiche Politik, Arbeitsmarkt, Medien und Bildung formuliert. Im April 2013 schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort () auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen () in diesem Zusammengang: Das „Selbstverständnis einer modernen und international vernetzten Gesellschaft” veranlasse die Regierung, der Bekämpfung von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und verwandter Formen der Intoleranz „prioritäre Beachtung zu schenken”.

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: Diskriminierung verhindert Integration

Wie funktioniert die Integration in Deutschland?

Erfolgreiche Integration Mit gezielter Förderung unterstützt die Bundesregierung Geflüchtete und Zugewanderte dabei, in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Die Integrationspolitik ist ein zentrales Politikfeld in Deutschland und wird als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen.

Integration ist ein Angebot, aber auch eine Verpflichtung zu eigener Anstrengung. Sie kann nur als wechselseitiger Prozess gelingen. Nach dem Aufenthaltsgesetz haben diejenigen Ausländerinnen und Ausländer, die rechtmäßig und auf Dauer im Bundesgebiet leben, Anspruch auf Integrationsleistungen des Bundes.

Diese Leistungen dienen der Sprachvermittlung, der Integration in Ausbildung, Arbeit und Bildung sowie der gesellschaftlichen Integration. Ziel ist, die Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Als zentrale Maßnahme wird der Integrationskurs angeboten, der aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs besteht.

  • Mehr als 33 Prozent der 20- bis 34-jährigen ausländischen Erwachsenen bleiben ohne Berufsabschluss.
  • Ihre Bildungsbeteiligung zu erhöhen ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett.
  • Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig,

Mit der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts 2014 wurde die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt. Für in Deutschland nach 1990 geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern wurde die „Optionspflicht” abgeschafft: Zuvor mussten sie sich bis zum vollendeten 23.

  1. Lebensjahr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden.
  2. Zuwanderinnen und Zuwanderer, die voraussichtlich länger in Deutschland bleiben, sollen schnell eine Ausbildung beginnen oder in den Beruf einsteigen können.
  3. Daher hat die Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett.

Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig 2019 das Gesetz zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung von Ausländern eingeführt.

  • Wer eine gute Bleibeperspektive hat, kann nun zügiger einen Job beginnen.
  • Die Vermittlung in Sprachkurse und andere Integrationsangebote verbessert das Gesetz ebenfalls.
  • Auch die Regelungen zu Asylbewerberleistungen hat die Bundesregierung 2019 geändert.
  • Die Anpassungen sollen verhindern, dass Geflüchtete eine Ausbildung oder ein Studium aus finanziellen Gründen abbrechen müssen.

Die Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig möchte auch Frauen mit Migrationshintergrund beruflich besser integrieren.

  1. Dafür werden unter anderem Arbeitsvermittler gezielt geschult, so dass sie besser auf den speziellen Bedarf von Frauen mit Migrationshintergrund eingehen können.
  2. Auch das Ehrenamt spielt bei der Integration eine wichtige Rolle – sowohl durch zahlreiche Freiwillige, die sich mit Kursen und Alltagshilfen für Geflüchtete oder Migrantinnen und Migranten engagieren als auch durch Zugewanderte, die selbst Ehrenämter übernehmen.

Die Übernahme von Ehrenämtern wird im Rahmen des angepassten Asylbewerberleistungsgesetzes ebenfalls gefördert. © dpa © Sean Gallup/Getty Images © Flamingo Images/stock.adobe.com : Erfolgreiche Integration

Wann ist man gut integriert?

Integration/integriert Eingliederung. Zuwanderer/innen sind integriert, wenn sie sich in das Leben ihrer neuen Heimat eingliedern und von der Mehrheitsgesellschaft nicht als Fremde ausgegrenzt werden. Integration verlangt nicht, die eigene kulturelle Herkunft vollständig aufzugeben (Religion, Muttersprache, Sitten und Gebräuche).

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