Was Ist Eine Police Versicherung?

Was Ist Eine Police Versicherung
Die Police (auch: Versicherungsschein, Versicherungsurkunde) dokumentiert den Vertrag mit dem Versicherer und ist das relevanteste Dokument unter den Versicherungsunterlagen, Denn die Police beurkundet den Abschluss einer Versicherung und dient als Beleg für den vereinbarten Versicherungsschutz.

  • Gemäß §3 (1) Versicherungsvertragsgesetz hat ein Versicherungsnehmer Anspruch darauf, dass der Versicherer ihm eine Police in Textform ausstellt und übermittelt.
  • Auf diesem Versicherungsschein befinden sich unter anderem das Anfangs- und Enddatum der Versicherung, die Unternehmensbeschreibung sowie eine kurze Beschreibung des Versicherungsschutzes inklusive der versicherten Risiken.

Alle relevanten Versicherungsbedingungen sind dem Kunden ebenfalls zusammen mit dem Versicherungsschein auszuhändigen. Hat der Versicherungsnehmer seine Police verloren oder versehentlich vernichtet, kann er vom Versicherer in der Regel problemlos einen neuen Versicherungsschein anfordern – lediglich für Policen über Lebensversicherungen ist dieses Prozedere aufwendiger.

Ist der Versicherungsschein die Police?

Der Versicherungsschein im Überblick – Der Versicherungsschein ist sozusagen das „Most Important Document” wenn’s um deine Versicherung geht. Denn er ist eine Beweisurkunde über den bestehenden Versicherungsschutz. Heißt : Nur mit einem gültigen Schein kannst du als Versicherte:r nachweisen, dass du über einen entsprechenden Schutz verfügst.

Im Versicherungsschein findest du zudem alle wichtigen Daten und Details deines Versicherungsvertrages. Achtung: Dein Versicherungsschein ist nicht gleich deine Versicherungspolice, Während du in deiner Police Details zum Versicherungsschutz findest, ist dein Versicherungsschein eine verkürzte Form des Versicherungsvertrags und enthält allgemeine Daten.

Was genau drin steht, schauen wir uns später genauer an. Nachdem du bei deinem Versicherungsunternehmen eine Hausrat – oder Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen hast, erhältst du deinen Versicherungsschein. Bei „traditionellen” Versicherungen musst du diesen erst erhalten und annehmen, damit der Versicherungsvertrag gültig wird.

  • Es gibt sogar noch Versicherer, die auf Versicherungsscheine in Papierform setzen und dir das Ganze per Post zuschicken.
  • Doch so wie viele andere mittlerweile, hat sich auch Lemonade dem Trend angeschlossen, den klassischen Versicherungsschein durch (digitale) Vor- und Beiblätter zu ersetzen.
  • In Lemonades Police 2.0, einer vereinfachten, modernisierten und vor allem digitalisierten Versicherungspolice, ist der Versicherungsschein demnach schon mit integriert.

Die Police ist frei von unverständlichem Anwaltsdeutsch und beschreibt alles so, dass man es auch versteht.

Wann bekomme ich meine Police?

Versicherer zur Ausstellung der Police verpflichtet – Ein abgeschlossener Versicherungsvertrag ist erst mit dem Erhalt des Versicherungsscheins gültig. Aus diesem Grund muss die Versicherung der zu versichernden Person ein entsprechendes Dokument ausstellen.

  • Die Verpflichtung ergibt sich aus Paragraf 3 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).
  • Dort heißt es: „Der Versicherer hat dem Versicherungsnehmer einen Versicherungsschein in Textform, auf dessen Verlangen als Urkunde, zu übermitteln”.
  • Sie müssen also keine Police beantragen, sondern erhalten diese nach Abschluss des Vertrags automatisch.

Ob die Versicherung über das Internet, über einen Versicherungsmakler oder direkt vor Ort beantragt wurde, ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung. Im Normalfall bekommen Sie den Versicherungsschein per Post. Es gibt aber auch Digitalversicherer, die gänzlich auf Papierdokumente verzichten.

Hier übermittelt die Assekuranz das Dokument entweder via E-Mail oder über ein eigenes Online-Portal. Wie sich in Paragraf 33 des Versicherungsvertragsgesetzes nachlesen lässt, müssen Versicherungsnehmerinnen und -nehmer die Erstprämie erst nach der Aushändigung der Police entrichten. Es besteht also ein Zurückbehaltungsrecht.

Allerdings setzt der Versicherungsschutz auch erst mit der Zahlung selbiger ein (siehe Paragraph 37 VVG).

Wo findet man die Versicherungspolice?

Versicherungspolice – Allgemeines – Regelungen zur Versicherungspolice (also zum Versicherungsschein ) an sich finden sich in § 3 VVG. Eine Legal definition besteht jedoch nicht. In der Regel handelt es sich aber um eine Urkunde über den zustande gekommenen Versicherungsvertrag,

  1. Nach § 3 Absatz 1 VVG erhält der Versicherungsnehmer diese Urkunde jedoch nur auf dessen Verlangen.
  2. Anderenfalls genügt auch eine Textform i.S.d.
  3. § 126b BGB,
  4. Diese Formvorschrift ist bereits dann gewahrt, wenn die Übermittlung etwa mit einer E-Mail erfolgt oder nach herrschender Ansicht auch bereits dann, wenn der Versicherer die Versicherungspolice zum Download anbietet.

Nach § 3 Absatz 1 VVG ergibt sich jedoch für den Versicherer eine Pflicht zur entsprechenden Übermittlung der Police. Nach § 18 VVG ist diese Pflicht jedoch halb disponibel, das heißt von ihr kann lediglich zum Vorteil des Versicherungsnehmers abgewichen werden.

Wie sieht die Versicherungspolice aus?

Darauf sollten Sie bei der Police achten

  • Alle Daten an einem Ort Ihre Versicherungspolice enthält alle Daten Ihres Vertrags. In dem Dokument werden zum Beispiel die Inhalte einzelner Leistungen sowie Leistungsausschlüsse definiert. Im Leistungsfall oder bei ausbleibender Leistung können Sie sich immer auf die Police berufen.
  • Vor Vertragsunterschrift prüfen Da die Versicherungspolice die Grundlage für Ihre Versicherungsleistungen enthält, sollten Sie den Vertrag vor dem Unterschreiben sorgfältig prüfen.
  • Original-Versicherungsschein sorgfältig aufbewahren Die Police im Original gilt als wichtiger Nachweis für Ihren Versicherungsschutz. Die Auszahlung einer Lebensversicherung kann zum Beispiel nur erfolgen, wenn der Versicherungsschein im Original vorliegt. Bewahren Sie Ihre Policen sicher auf. So gilt in manchen Fällen der Inhaber der Police als Bezugsberechtigter der Versicherungssumme der Lebensversicherung.
  • Ausgelaufene Policen mindestens drei Jahre aufbewahren Bei Versicherungen gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Innerhalb dieser Zeit können Verbraucher zum Beispiel noch Leistungen nachfordern. Um diese Ansprüche durchzusetzen, wird der Versicherungsschein im Original benötigt.
  • Versicherungsschein im Leistungsfall im Original zusenden Für Lebensversicherungen gilt nur die Original Police als Nachweis, dass der Versicherungsnehmer leistungsberechtigt ist. Aus diesem Grund müssen Sie dem Versicherer auch dieses Dokument zusenden, wenn Sie die Leistung beziehen wollen. Dieses Dokument sollten Sie unbedingt per Einschreiben versenden, damit Sie einen Nachweis darüber erhalten, dass die Versicherung den Schein erhalten hat. Alternativ können Sie auch eine Filiale des Versicherers aufsuchen und die Police gegen eine Quittung dort abgeben.
  • Vertragsanpassungen prüfen Bei vielen Versicherungen erfolgt im Laufe der Zeit eine Beitragsanpassung oder eine Leistungsanpassung. Prüfen Sie jede Änderung genau und weisen Sie Ihre Versicherung auf mögliche Fehler hin.
  • Verlorene Dokumente umgehend nachfordern Sind Versicherungspolicen zum Beispiel während eines Umzugs verlorengegangen, sollten Sie den Versicherer umgehend über den Verlust informieren. Sie erhalten dann neue Verträge zugeschickt.
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Wie hoch sollte eine private Haftpflichtversicherung sein?

Wie hoch sollten Sie sich versichern? – Wichtig ist: Der Versicherer zahlt in den genannten Fällen nur bis zu den im Versicherungsschein genannten Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Ist der Schaden höher ausgefallen als Sie sich versichert haben, müssen Sie den Rest selbst zahlen.

Achten Sie darum darauf, sich in ausreichender Höhe zu versichern. Als Mindestdeckungssumme sollten Sie pauschal 10 Millionen Euro vereinbaren. Die Versicherung sollte diese Summe in allen drei Bereichen – Personen-, Sach- und Vermögensschäden – abdecken. Besser – und für nur wenige Euro Mehraufwand zu bekommen – sind Deckungssummen von 50 Millionen Euro.

Vertun Sie sich nicht: Bei Unfällen mit mehreren Beteiligten kommen solche Schäden vor!

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungsschein und Police?

Was ist der Versicherungsschein? – Der Versicherungsschein wird häufig auch als Versicherungspolice (oder kurz: Police) bezeichnet und dient als direkter Nachweis über die Leistungen der Versicherung, die zwischen Versicherungsgeber und Versicherungsnehmer vereinbart wurden.

Deshalb wird er in manchen Definitionen auch Beweisurkunde oder Legitimationspapier genannt. Die Police einer Versicherung wird immer nach Abschluss des Versicherungsvertrags vom Versicherungsunternehmen übergeben – ohne Ausnahme. Damit Sie nachweisen können, dass Sie über eine Versicherung verfügen, müssen Sie dieses Dokument in manchen Fällen vorweisen – deshalb ist es so wichtig.

Die Verantwortung liegt hier bei beiden Seiten: Der Versicherer muss dem Versicherten den Versicherungsschein nach Abschluss der Versicherung zukommen lassen. Das steht im Versicherungsvertragsgesetz (§ 3 VVG). Der Versicherungsnehmer muss das Papier, ist es einmal postalisch zugestellt, gut aufbewahren, damit er seine Versicherung nachweisen kann, wenn er den Schutz in Anspruch nimmt.

wird auch als Versicherungspolice bezeichnet beinhaltet die Rahmenbedingungen des Vertrags (z.B. Versicherungsscheinnummer) dient als Beweisurkunde über die Versicherung muss zwingend durch den Versicherungsgeber ausgestellt werden muss vom Versicherungsnehmer aufbewahrt werden

Ist eine Police ein Vertrag?

Die Police (auch: Versicherungsschein, Versicherungsurkunde) dokumentiert den Vertrag mit dem Versicherer und ist das relevanteste Dokument unter den Versicherungsunterlagen, Denn die Police beurkundet den Abschluss einer Versicherung und dient als Beleg für den vereinbarten Versicherungsschutz.

  • Gemäß §3 (1) Versicherungsvertragsgesetz hat ein Versicherungsnehmer Anspruch darauf, dass der Versicherer ihm eine Police in Textform ausstellt und übermittelt.
  • Auf diesem Versicherungsschein befinden sich unter anderem das Anfangs- und Enddatum der Versicherung, die Unternehmensbeschreibung sowie eine kurze Beschreibung des Versicherungsschutzes inklusive der versicherten Risiken.

Alle relevanten Versicherungsbedingungen sind dem Kunden ebenfalls zusammen mit dem Versicherungsschein auszuhändigen. Hat der Versicherungsnehmer seine Police verloren oder versehentlich vernichtet, kann er vom Versicherer in der Regel problemlos einen neuen Versicherungsschein anfordern – lediglich für Policen über Lebensversicherungen ist dieses Prozedere aufwendiger.

Woher kommt der Name Police?

Substantiv, f –

Singular Plural
Nominativ die Police die Policen
Genitiv der Police der Policen
Dativ der Police den Policen
Akkusativ die Police die Policen

Worttrennung: Po·li·ce, Plural: Po·li·cen Aussprache: IPA :,, Schweiz: Hörbeispiele: Police ( Info ), Police ( Info ), Schweiz: — Reime: -iːsə, -iːs Bedeutungen: Urkunde über den Abschluss/das Bestehen einer Versicherung Herkunft: Anfang des 17. Jahrhunderts von französisch police → fr, dies von italienisch polizza → it oder von altprovenzalisch polissia → oc, policia → oc, beides zu mittellateinisch apodixa → la, aus lateinisch apodixis → la, und dies zu altgriechisch ἀπόδειξις (apodeixis ☆ ) → grc „ Nachweis ” Synonyme: Versicherungspolice, Versicherungsschein österreichisch : Polizze Beispiele: Die Police ist leider nicht mehr auffindbar.

Wie wichtig ist der Versicherungsschein?

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Menschen: Die, die ihre Unterlagen möglichst minimalistisch halten, und die, die ihre gehorteten Papierschätze locker bis unters Dachgeschoss stapeln können. Da ich ziemlich minimalistisch unterwegs bin und es überhaupt nicht leiden kann, ‚zu viel‘ von etwas zu besitzen, kann ich mich ziemlich klar der ersten Gruppe zuordnen. © Steve Johnson / Unsplash Das Signalwort lautet: Aufbewahrungsfristen, Ein Thema, mit dem ich mich vor meinem Start beim Bund der Versicherten ehrlicherweise noch nie auseinandergesetzt hatte. Ein guter Anlass, dies endlich nachzuholen und den Fragen nachzugehen: Wie lange müssen Versicherungsunterlagen aufbewahrt werden und was darf ich wann entsorgen? Wenn der Vertrag noch läuft, sollte man den Gang zum Papierkorb tunlichst vermeiden.

der Versicherungsschein (veraltet und nicht mehr gebräuchlich: die Police), alle Nachträge zum Versicherungsschein, die Kopie oder Durchschrift des Originalantrags,

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Doch auch die für Ihren Vertrag maßgeblichen Versicherungsbedingungen sollten Sie nicht vorzeitig entsorgen, da Sie hieraus im Versicherungsfall Ihre Ansprüche erkennen können. Vielleicht denken Sie jetzt: ‚Wenn ich die Unterlagen mal brauchen sollte, fordere ich sie halt nach‘.

Das schoss zumindest mir in den Kopf. Allerdings kann das zu zeitlichen Verzögerungen führen, die man in Leistungs- oder sogar Streitfällen nicht unbedingt gebrauchen kann. Außerdem ist es als Versicherungsnehmer*in in solch brenzligen Situationen vorteilhaft, wenn man unabhängig vom Versicherer Zugriff auf die Versicherungsbedingungen und auch den Versicherungsschein hat.

Nur so lässt sich (ggf. mit externer Unterstützung, zum Beispiel als Mitglied vom Bund der Versicherten) klären, was überhaupt versichert ist. Unerfreulich ist insbesondere der Verlust des Versicherungsscheins. Zwar lässt sich ein Ersatzversicherungsschein nachfordern, denn laut § 3 Abs.3 S.1 VVG gilt: „Ist ein Versicherungsschein abhandengekommen oder vernichtet, kann der Versicherungsnehmer vom Versicherer die Ausstellung eines neuen Versicherungsscheins verlangen.” Allerdings erfolgt die Ausstellung auf Ihre Kosten,

Wie versende ich am besten meine Police an einer Versicherung?

Mit einem EINSCHREIBEN EINWURF versenden Sie Ihre wichtigen Dokumente einfach und schnell. Nutzen Sie das EINSCHREIBEN EINWURF, um Ihre Versicherung zu kündigen.

Wie lange dauert eine policierung?

Frist zur Zahlung des Versicherungsbeitrages – Den ersten Beitrag muss der Versicherungsnehmer erst 14 Tage nach Erhalt des Versicherungsscheins unverzüglich zahlen. Bis zur Policierung hat er also ein Zurückbehaltungsrecht (§ 33 VVG). Die Policierung hat in der Praxis erhebliche Bedeutung für das Zustandekommen des Versicherungsvertrags: In der Regel verzichtet der Versicherer nach Antragsprüfung auf eine ausdrückliche Annahmeerklärung.

  • Mit der Policierung erklärt er die Antragsannahme konkludent, das heißt durch schlüssiges Handeln.
  • Mit Zugang des Versicherungsscheins beim Versicherungsnehmer kommt der Vertrag formell zustande.
  • Dies setzt jedoch voraus, dass der Versicherungsschein antragskonform ausgefertigt wurde.
  • Abweichungen vom Antrag müssen bei der Policierung besonders kenntlich gemacht sein und auf die Rechtsfolgen auffällig hingewiesen werden.

Nur unter diesen Voraussetzungen gelten die Abweichungen als genehmigt, wenn der Versicherungsnehmer nicht innerhalb eines Monats widerspricht (Billigungsklausel, § 5 VVG). Außerdem muss der Versicherungsschein dem künftigen Versicherungsnehmer innerhalb der Antragsbindefrist zugegangen sein.

  • Diese ist meist im Antrag und in der Verbraucherinformation geregelt und beträgt je nach Versicherungssparte zwischen zwei und sechs Wochen.
  • Erhält der Versicherungsnehmer den Versicherungsschein erst nach Ablauf der Bindefrist, ist er an seinen Antrag nicht mehr gebunden.
  • Der Versicherungsschein ist dann als neues Angebot des Versicherers zu verstehen, das der Versicherungsinteressent nun seinerseits ausdrücklich oder konkludent, zum Beispiel durch Beitragszahlung, annehmen kann.

Mit dem Versicherungsschein übersendet der Versicherer auch die Vertragsbestimmungen, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen und eine deutlich gestaltete Belehrung über das Widerrufsrecht und die Rechtsfolgen eines Widerrufs. Den Zugang dieser Unterlagen muss der Versicherer nachweisen (§ 8 VVG).

  1. Erst mit dem Zugang beginnt die Widerrufsfrist von 14 Tagen zu laufen.
  2. Das im bis 2007 gültigen Versicherungsvertragsgesetz (VVG alte Fassung) geregelte sogenannte Policenmodell (§ 5a VVG a.F.) wurde dagegen wegen vieler rechtlicher Unsicherheiten nicht in das neue VVG 2008 übernommen.
  3. Nach dem Policenmodell durfte der Versicherer die eigentlich bereits bei Antragstellung vorgeschriebene Verbraucherinformation und die Versicherungsbedingungen dem Versicherungsnehmer erst mit der Policierung aushändigen.

Der Vertrag galt als wirksam abgeschlossen, wenn der Versicherungsnehmer nicht innerhalb von 14 Tagen widersprach. Anstelle des jetzt unzulässigen Policenmodells gelten jetzt Informationspflichten rechtzeitig vor Abgabe der Antragserklärung (§ 7 VVG).

Die Policierung schafft eine Beweisurkunde über den Inhalt des geschlossenen Vertrages. Der Versicherungsschein enthält insbesondere die Deklaration der versicherten Risiken. Auf die Allgemeinen Versicherungsbedingungen kann verwiesen werden. Mit der Urkunde wird die – allerdings widerlegbare – Vermutung begründet, dass sie den Vertragsinhalt richtig und vollständig dokumentiert.

Der Versicherungsschein ist zudem regelmäßig ein einfacher Schuldschein. Der Versicherer kann deshalb vor einer Leistung die Vorlage des Versicherungsscheins und bei Vertragsbeendigung die Rückgabe verlangen. Praktische Bedeutung hat das aber nur, wenn die Eigenschaft der Police als qualifizierter Schuldschein besonders vereinbart ist, zum Beispiel in der Lebensversicherung.

Was tun wenn die Versicherungspolice weg ist?

Von Oliver Lepold 04.08.2020 um 10:37

Ob versehentlich weggeworfen, bei einem Umzug verloren oder schlicht verlegt: Der Versicherungsschein will sich einfach nicht mehr anfinden. Wir erklären, was dann zu tun ist und warum hier ein Online-Versicherungsabschluss Vorteile bietet. Jeder Kunde, der eine Versicherung abschließt, erhält vom Versicherungsanbieter einen Versicherungsschein zugesendet.

In diesem Dokument, das auch Versicherungspolice oder Legitimationspapier genannt wird, sind alle wesentlichen Bedingungen des Versicherungsvertrages aufgeführt. Dazu zählen der Beginn und das Ende der Vertragslaufzeit sowie Name und Anschrift von Versicherungsnehmer und -geber. Die konkret vereinbarten Versicherungsleistungen sind genau beschrieben, auch der zu zahlende Beitrag ist genannt.

Ebenso sind dort mögliche Sonderregelungen oder Leistungsausschlüsse ausgewiesen, die zuvor vertraglich vereinbart wurden. Auch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) des Anbieters und das Widerrufsrecht müssen im Versicherungsschein zwingend aufgeführt sein.

Der Kunde ist der Versicherungsinhaber und muss den Versicherungsschein sicher aufbewahren, denn dieser ist in vielen Fällen vorzuweisen, um eine Leistung des Versicherers zu erhalten. Neuausstellung beantragen Ist die Police aus irgendeinem Grund nicht mehr auffindbar, muss der Kunde seinen Versicherer anfragen und um eine Neuausstellung bitten.

Dies geschieht üblicherweise über eine Verlusterklärung. Der Kunde muss darin namentlich bestätigen, dass der Schein verlorengegangen ist und die Versicherungsnummer angeben. Der Versicherer stellt dann einen neuen Versicherungsschein aus. Dieser muss mindestens das gleiche Leistungsniveau beschreiben wie die Konditionen bei Abschluss.

  • Sie dürfen aber besser ausfallen, etwa wenn der Versicherer in der Zwischenzeit manche Bedingungen nachgebessert hat.
  • Der Versicherer darf dem Kunden die Kosten für die Neuausstellung in Rechnung stellen.
  • Für manche Versicherung – etwa die Lebensversicherung – gilt eine gesetzliche Regelung (BGB Paragraf 808 (2)), dass der Verlust des originalen Versicherungsscheins zu einer sogenannten Kraftloserklärung der Versicherung führen kann.
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Bei der Todesfallleistung einer Lebens- oder Rentenversicherung pochen daher viele Versicherer auf das Original. Hier ist der Kunde demnach von der Kulanz des Versicherers abhängig und kann leer ausgehen. Mehr zum Thema Was gilt bei Online-Abschluss? Bei einer online abgeschlossenen Versicherung gelten andere Regeln. Denn Digitalversicherer versenden keine Papierdokumente. Sie legen ihre Versicherungsleistungen in einem Online-Portal ab, zu dem der Kunde Zugang erhält.

Alle wichtigen Informationen und Unterlagen können ausgedruckt werden, der Kunde ist aber nicht dazu verpflichtet. Eine Unterschrift ist in vielen Fällen nicht mehr notwendig. Da digitale Dokumente in der Cloud gespeichert und abgesichert sind, können sie de facto nicht verloren gehen. Kunden haben mit einem persönlichen Passwort jederzeit Zugriff auf alle ihre Vertragsunterlagen.

Dies beschleunigt im Fall eines Schadens zudem die Abwicklung, denn diese wird in vielen Fällen ebenfalls online vorgenommen.

Was ist eine Lebensversicherungspolice?

Unter dem Begriff Lebensversicherung werden Versicherungen verstanden, die Risiken wie Tod oder Invalidität absichern – sogenannte reine Risikolebensversicherungen. Sowie Versicherungen, die primär der privaten Altersvorsorge dienen – diese heissen kapitalbildende Lebensversicherungen.

Was ist Haftpflichtversicherungspolice?

Der Versicherungsschein – auch Police genannt – ist die Urkunde, die den zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer zustande gekommenen Vertrag festschreibt. Im Versicherungsschein sind die wichtigsten vertraglichen Vereinbarungen aufgeführt.

Was bedeutet der Begriff Police?

Die Police (auch: Versicherungsschein, Versicherungsurkunde) dokumentiert den Vertrag mit dem Versicherer und ist das relevanteste Dokument unter den Versicherungsunterlagen, Denn die Police beurkundet den Abschluss einer Versicherung und dient als Beleg für den vereinbarten Versicherungsschutz.

Gemäß §3 (1) Versicherungsvertragsgesetz hat ein Versicherungsnehmer Anspruch darauf, dass der Versicherer ihm eine Police in Textform ausstellt und übermittelt. Auf diesem Versicherungsschein befinden sich unter anderem das Anfangs- und Enddatum der Versicherung, die Unternehmensbeschreibung sowie eine kurze Beschreibung des Versicherungsschutzes inklusive der versicherten Risiken.

Alle relevanten Versicherungsbedingungen sind dem Kunden ebenfalls zusammen mit dem Versicherungsschein auszuhändigen. Hat der Versicherungsnehmer seine Police verloren oder versehentlich vernichtet, kann er vom Versicherer in der Regel problemlos einen neuen Versicherungsschein anfordern – lediglich für Policen über Lebensversicherungen ist dieses Prozedere aufwendiger.

Woher kommt der Name Police?

Substantiv, f –

Singular Plural
Nominativ die Police die Policen
Genitiv der Police der Policen
Dativ der Police den Policen
Akkusativ die Police die Policen

Worttrennung: Po·li·ce, Plural: Po·li·cen Aussprache: IPA :,, Schweiz: Hörbeispiele: Police ( Info ), Police ( Info ), Schweiz: — Reime: -iːsə, -iːs Bedeutungen: Urkunde über den Abschluss/das Bestehen einer Versicherung Herkunft: Anfang des 17. Jahrhunderts von französisch police → fr, dies von italienisch polizza → it oder von altprovenzalisch polissia → oc, policia → oc, beides zu mittellateinisch apodixa → la, aus lateinisch apodixis → la, und dies zu altgriechisch ἀπόδειξις (apodeixis ☆ ) → grc „ Nachweis ” Synonyme: Versicherungspolice, Versicherungsschein österreichisch : Polizze Beispiele: Die Police ist leider nicht mehr auffindbar.

Was versteht man unter Selbstbehalt?

Mit Selbstbehalt bzw. Selbstbeteiligung wird bei einer Versicherung der Betrag bezeichnet, den ein Versicherter im Leistungsfall selbst trägt. Selbstbehalte können unterschiedlich ausgestaltet sein, zum Beispiel als prozentualer Anteil an den Leistungskosten, als Absolutbetrag pro Abrechnungszeitraum oder als eine Kombination davon: x Prozent der Leistungsausgaben bis maximal y Euro pro Jahr.

  1. Versicherungstechnisch gesprochen sind Selbstbehalte Formen der Risikoteilung zwischen dem Versicherungsnehmer und der Versicherung: Je höher das vom Versicherten selbst getragene Ausgabenrisiko, desto niedriger ist die Versicherungsprämie.
  2. Neben der Finanzierungsfunktion wird dem Selbstbehalt in der Krankenversicherung oftmals auch eine wichtige Steuerungsfunktion zugeschrieben, wonach Versicherte mit Selbstbehalt Gesundheitsleistungen kostenbewusster in Anspruch nehmen.

Diese Steuerungswirkung ist jedoch umstritten. So entfällt der Großteil der Gesundheitsausgaben auf einen relativ kleinen Teil der Versicherten mit schweren und ausgabenintensiven akuten oder chronischen Erkrankungen, Bei diesen Versicherten ergibt eine patientenseitige Nachfragesteuerung von vornherein wenig Sinn.

Zum anderen besteht die Gefahr, dass notwendige Arztbesuche aus Kostengründen verschoben werden oder ganz unterbleiben und die aus diesem Grund nicht rechtzeitig behandelte Krankheit zu hohen Folgekosten führt, zum Beispiel aufgrund von Krankenhauseinweisungen, die bei rechtzeitiger ambulanter Behandlung nicht erfolgt wären.

Seit April 2007 können die Krankenkassen allen Mitgliedern im Rahmen der Wahltarife nach § 53 SGB V einen Selbstbehalttarif anbieten und für die freiwillige Teilnahme an diesem Tarif ̶ bei einer Mindestbindungsfrist von drei Jahren eine Prämienzahlung leisten.

Was ist eine monatsprämie?

Es ist ein Beitrag, welcher die Versicherten für die Krankenkasse leisten. Im Gegenzug erhalten die Versicherten einen Versicherungsschutz. Die Höhe der Prämie sowie die Fälligkeit der Beitragszahlung (von monatlich bis jährlich) ist in der Versicherungspolice festgelegt.

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