Was Ist Eine Freiwillige Versicherung?

Was Ist Eine Freiwillige Versicherung
Freiwillige Versicherung steht für:

Individualversicherung auf Basis eines privatrechtlichen Versicherungsvertrags Freiwillige Absicherung durch eine Sozialversicherung, insbesondere:

Freiwillige Krankenversicherung in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung Freiwillige Weiterversicherung gegen Arbeitslosigkeit bei der deutschen Bundesarbeitsagentur

Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
Freiwillig Versicherte – Besserverdiener, die mehr als 5.362,50 Euro im Monat brutto an Einnahmen erzielen, haben eine größere Wahlfreiheit: Sie können sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Wer in einer gesetzlichen Kasse bleibt, gilt fortan als freiwillig versichert.

Versicherte zahlen ihre Beiträge dann nicht nur von ihrem Verdienst, sondern müssen auf sonstige Einkünfte ebenfalls anteilig Beiträge zahlen. Doch auch Geringverdiener können freiwillig versichert sein, zum Beispiel Rentner oder Familienangehörige, die die Voraussetzungen für eine Pflichtversicherung nicht mehr erfüllen.

Der Nachteil: Sie müssen dann meist höhere Beiträge zahlen als Pflichtversicherte. Freiwillig Versicherte sollten deshalb bei jeder Änderung ihrer persönlichen Lebenssituation prüfen, ob und zu welchen Bedingungen sie in die günstigere Pflichtversicherung wechseln können.

Was ist der Unterschied zwischen einer Freiwilligen und einerpflichtversicherung?

Versicherungsberechtigung – Die freiwillige Krankenversicherung greift vor allem dann, wenn entweder eine vorher bestehende Versicherung in der Krankenkasse endet oder für Personen, denen der Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht werden soll, weil sie durch eine Versicherungspflicht oder durch eine andere Versicherung nicht erfasst werden.

  1. Der Gesetzgeber verwendet hierfür den Begriff der „Versicherungsberechtigung” ( Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, zweiter Abschnitt).
  2. Gemäß § 9 Abs.1 SGB V können sämtliche Personen, die als Mitglied aus der Versicherungspflicht ausgeschieden sind und eine bestimmte Vorversicherungszeit erfüllen, der Versicherung freiwillig beitreten.

Dabei ist unerheblich, aus welchem Grund die Pflichtmitgliedschaft bestand. Weiterhin können sich auch Personen, bei denen der Anspruch auf eine Familienversicherung erlischt, bei Erfüllen der Vorversicherungszeit freiwillig versichern. Während eine Pflichtversicherung unabhängig vom Willen des Betroffenen zustande kommt, ist für die freiwillige Versicherung der Wille von entscheidender Bedeutung.

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Was ist eine freiwillige Krankenversicherung?

Die freiwillige Krankenversicherung nach § 9 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) ermöglicht es in Deutschland Erwerbstätigen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherungspflichtig sind, sich in der GKV zu versichern. So haben z.B.

Wann beginnt die freiwillige Versicherung?

Beitrittsfrist, Beginn und Ende – Der Beitritt muss innerhalb von drei Monaten erklärt werden und muss schriftlich erfolgen. Die freiwillige Versicherung beginnt mit dem Tag, der auf das Ende der Pflichtversicherung oder Familienversicherung folgt; gab es eine solche vorherige Versicherung nicht, beginnt die freiwillige Versicherung stattdessen mit dem Tag des Beitritts.

  • Sie endet durch schriftliche Kündigung, den Abschluss einer Pflichtversicherung (Vorrangversicherung) oder Tod.
  • Eine Kündigung einer freiwilligen Krankenversicherung ist nur möglich bei Nachweis einer anderen, anschließenden Krankenversicherung oder bei einer Abmeldung aus Deutschland z.B.
  • Wegen Auswanderung oder Langzeit-Auslandsaufenthalt.

Der Begriff „freiwillige” Krankenversicherung ist insofern irreführend. Nur der Eintritt ist freiwillig.

Wie hoch sind die Kosten einer freiwilligenkrankenversicherung?

Kosten: Beitrag / Mindestbeitrag berechnen – Entscheidend für die Höhe der Kosten einer freiwilligen Krankenversicherung ist es, ob man angestellt ist oder nicht. Der grundsätzliche Beitrag beläuft sich auf 14,6 Prozent zuzüglich Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse.

  • Hinzu kommt zudem der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung,
  • Anwalts-Tipp: Die Obergrenze für die Beitragsberechnung wird durch die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, die 2019 bei 4.537,50 Euro monatlich liegt.
  • Was oberhalb dieser Grenze liegt, ist beitragsfrei.
  • Bei freiwillig versicherten Arbeitnehmern wird üblicherweise der Höchstbeitrag von rund 662 Euro im Monat angesetzt, wovon der Arbeitgeber die Hälfte zahlt.

Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag, von dem der Arbeitgeber ebenfalls die Hälfte übernimmt. Neben den Arbeitnehmern gibt es auch noch die freiwillig versicherten Personen, die über keine sozialversicherungspflichtige Anstellung verfügen. Hierzu zählen beispielsweise Selbstständige und Freiberufler.

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Um bei ihnen den Beitrag für die freiwillige Krankenversicherung zu berechnen, kommt es zum einen auf ihr Arbeitseinkommen an, zum anderen auf ihre sonstigen Einkünfte, wozu beispielsweise Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zählen. Auch hier gilt wieder die Beitragsbemessungsgrenze. Für die Beitragsberechnung bei Personen ohne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, wird entweder der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent angesetzt oder es wird der verminderte Beitragssatz von 14 Prozent fällig, welcher den Verzicht auf Krankengeld im Krankheitsfall umfasst.

Möglich ist hier ein Höchstbeitrag von 646 Euro im Monat zuzüglich des Zusatzbeitrags, Anders als bei den Arbeitnehmern, muss der Selbstständige und Freiberufler diesen Beitrag aber allein zahlen. Es gibt aber Fälle, in denen der Beitrag niedriger ausfällt, nämlich dann, wenn auch nur weniger Einkommen vorhanden ist.

Jedoch gilt hier eine Untergrenze, Sollte das Einkommen unter dieser Untergrenze liegen, geht man von einem fiktiven Mindesteinkommen für die Beitragsberechnung aus. Die Mindestbemessungsgrundlage für die freiwillige Krankenversicherung beträgt 2019 nun 1.038 Euro, Wer also weniger als diesen Betrag im Monat verdient, wird durch die Krankenkasse so behandelt, als würde sein Verdient bei 1.038 Euro liegen.

Ausgehend von einem Beitragssatz von 14 Prozent, macht dies einen monatlichen Beitrag von etwa 145 Euro zuzüglich Zusatzbeitrag,

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