Ab Wann Muss Ich Als Rentner Steuer Zahlen?

Ab Wann Muss Ich Als Rentner Steuer Zahlen
Wann muss ich als Rentner eine Steuererklärung abgeben? – Sie als Rentner/in sind grundsätzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil Ihrer Jahresbruttorente den Grundfreibetrag  übersteigt. Der Grundfreibetrag liegt 2022 für Alleinstehende bei 10.

347 Euro pro Jahr. Für Verheiratete gilt der doppelte Wert. Wie Sie den steuerpflichtigen Teil Ihrer Jahresbruttorente errechnen können, folgt im Laufe des Artikels. Wichtig: Jeder Rentner bzw. jede Rentnerin muss eine Steuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt ihn oder sie dazu auffordert.

Erhalten Sie eine entsprechende Aufforderung vom Finanzamt, sollten Sie zügig reagieren. Das Amt wird sonst Ihre steuerliche Situation schätzen – und das kann zu empfindlichen Steuernachzahlungen führen. Einen schnellen Überblick zum Thema Rente und Steuern gibt Ihnen auch unser Video:.

Wie viel Rente darf ich haben ohne Steuern zu zahlen?

Wie werden gesetzliche Renten besteuert? Der Gesetzgeber hat ab 2005 die Besteuerung von Renteneinkünften und Pensionen geändert. Seitdem unterliegen nicht nur die Beamtenpensionen, sondern auch die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus einer berufsständischen Versorgungseinrichtung der so genannten nachgelagerten Besteuerung.

Um Benachteiligungen auszuschließen, gibt es eine Übergangsphase von 35 Jahren; das heißt in 2040 ist der Systemwechsel abgeschlossen. Was bedeutet nachgelagerte Besteuerung? Die nachgelagerte Besteuerung bedeutet: Aufwendungen für die Altersvorsorge werden während der aktiven Zeit steuermindernd berücksichtigt.

Dafür werden die daraus resultierenden späteren Renteneinnahmen voll besteuert, natürlich unter Berücksichtigung der dann geltenden Freibeträge. Warum wurde auf eine nachgelagerte Besteuerung umgestellt? Die Umstellung ging zurück auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 6.

  1. März 2002;
  2. Es machte zur Auflage, die Besteuerung von Renten und Pensionen einander anzugleichen;
  3. Pensionen werden heute schon nachgelagert besteuert;
  4. (zu Beamtenpensionen und Werksrenten siehe Frage 11) 4;
  5. Welche Vorteile kann die nachgelagerte Besteuerung für mich haben? Wer noch im aktiven Berufsleben steht und für das Alter vorsorgt, kann die Aufwendungen dafür steuermindernd geltend machen;

So steht in jüngeren Jahren, wo vielleicht Familiengründung etc. anstehen, durch die Steuerersparnis mehr Geld für private Zwecke zur Verfügung. Waren gesetzliche Renten vor 2005 steuerfrei? Nein. Renteneinnahmen musste auch vor 2005 zum Teil versteuert werden.

Besteuert wurde dabei der so genannte Ertragsanteil. Das ist ein vom Gesetzgeber festgelegter Prozentsatz, der vom Alter bei Rentenbeginn abhängt. Wer zum Beispiel mit 65 Jahren in Rente ging, bei dem lag der Ertragsanteil bis 2004 bei 27 Prozent.

Diese 27 Prozent gingen dann in die Berechnung der Einkommensteuer ein. Das hatte zur Folge, dass viele Bezieher gesetzlicher Renten keine Einkommensteuer zahlen mussten. Was hat sich geändert? Von 2005 an werden im Prinzip alle gesetzlichen Renten nachgelagert besteuert, unabhängig von ihrem Beginn.

  1. Das gilt auch für Renten, die schon vor dem 1;
  2. Januar 2005 zu laufen begonnen haben;
  3. Der steuerpflichtige Anteil liegt für diese Renten bei 50 Prozent;
  4. Die nachfolgenden Rentenanpassungsbeträge sind in vollem Umfang steuerpflichtig (siehe auch Fragen 9 und 10);

Meine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung hat vor 2005 begonnen: Wie hoch ist der Rentenbetrag, bis zu dem keine Einkommensteuer zu zahlen ist? Alleinstehende zahlen für 2021 keine Einkommensteuer, wenn ihre gesetzliche Rente monatlich nicht mehr als etwa 1.

600 Euro beträgt und sie keine weiteren Einkünfte beziehen. Im Jahr liegt die Grenze also bei etwa 19. 300 Euro. Ehepaare zahlen keine Einkommensteuer, wenn ihre Rente monatlich nicht mehr als etwa 3. 200 Euro beträgt und sie keine weiteren Einkünfte beziehen.

Pro Jahr liegt die Grenze also bei etwa 38. 600 Euro. Bitte beachten Sie: Die vorstehend genannten Beträge gelten nicht in jedem Fall. Die regulär anfallenden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sind bereits berücksichtigt. Die genannten Beträge erhöhen sich, wenn Sie zusätzliche steuermindernde Tatbestände (z.

  • den Pauschbetrag für behinderte Menschen) geltend machen können;
  • Ich gehe zwischen 2005 und 2039 in Rente;
  • Wie wird meine Rente besteuert? Die Besteuerung ändert sich nach klaren Regeln;
  • Der steuerpflichtige Teil der gesetzlichen Rente ist dabei abhängig vom Jahr des Rentenbeginns;

Bei Renten, die in 2005 oder davor begonnen haben, liegt der Anteil, der besteuert wird, bei 50 Prozent. Für jeden späteren Rentenjahrgang steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente um jeweils 2 Prozent. Das geht so bis 2020. Danach steigt der Besteuerungsanteil jeweils um 1 Prozent.

Ab dem Jahr 2040 erreicht er dann 100 Prozent: Die Renten werden von diesem Jahrgang an voll besteuert. Beispiele: Ein Rentner, dessen Rente in 2010 zu laufen beginnt, muss 60 Prozent versteuern, 40 Prozent bleiben steuerfrei.

Ein Rentner, dessen Rente im Jahr 2021 zu laufen beginnt, muss 81 Prozent versteuern, 19 Prozent sind steuerfrei. Tabelle für den Besteuerungsanteil: Jahr des Rentenbeginns / Besteuerter Anteil an der Rente

  • bis 2005 / 50 %
  • 2006 / 52 %
  • 2007 / 54 %
  • 2008 / 56 %
  • 2009 / 58 %
  • 2010 / 60 %
  • 2011 / 62 %
  • 2012 / 64 %
  • 2013 / 66 %
  • 2014 / 68 %
  • 2015 / 70 %
  • 2016 / 72 %
  • 2017 / 74 %
  • 2018 / 76 %
  • 2019 / 78 %
  • 2020 / 80 %
  • 2021 / 81 %
  • 2022 / 82 %
  • 2023 / 83 %
  • 2024 / 84 %
  • 2025 / 85 %
  • 2026 / 86 %
  • 2027 / 87 %
  • 2028 / 88 %
  • 2029 / 89 %
  • 2030 / 90 %
  • 2031 / 91 %
  • 2032 / 92 %
  • 2033 / 93 %
  • 2034 / 94 %
  • 2035 / 95 %
  • 2036 / 96 %
  • 2037 / 97 %
  • 2038 / 98 %
  • 2039 / 99 %
  • bis 2040 100 %

Einen “Alterseinkünfte-Rechner” zur Berechnung der Einkommensteuer Ihrer Alterseinkünfte finden Sie hier. Bleibt der steuerfreie Teil der Rente für mich immer gleich? Ja, und zwar in Form eines feststehenden Euro-Betrags. Dieser Betrag wird im Prinzip für die gesamte Laufzeit der Rente festgeschrieben. Der Rentenfreibetrag ändert sich nur bei außerordentlichen Rentenanpassungen, wie zum Beispiel durch die 2014 eingeführte so genannten Mütterrente (siehe Frage 22).

  1. Für Renten, die vor dem 1;
  2. Januar 2005 begonnen haben, wird der steuerfreie Betrag anhand der Jahresrente in 2005 ermittelt;
  3. Für alle anderen Renten wird der steuerfreie Betrag ermittelt anhand der Jahresrente des ersten Kalenderjahrs, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt;

(Beispiel siehe Frage 10) 10. Ich bin Arbeitnehmer und bin im September 2020 in Rente gegangen. Pro Monat beziehe ich eine Rente von 1. 200 Euro. Zum 1. Juli 2021 soll eine Rentenanpassung auf 1. 240 Euro erfolgen, zum 1. Juli 2022 auf 1. 280 Euro. Was muss ich versteuern? Der Rentenbeginn liegt in 2020, also sind 80 Prozent der Rente zu versteuern und 20 Prozent der Jahresrente für 2021 bleiben steuerfrei.

  • Für 2020 bedeutet das: 4 x 1;
  • 200 Euro = 4;
  • 800 Euro;
  • Davon 80 % steuerpflichtig = 3;
  • 840 Euro;
  • Minus Werbungskostenpauschbetrag = 102 Euro;
  • Zu versteuern = 3;
  • 738 Euro Für 2021 bedeutet das: 6 x 1;
  • 200 Euro = 7;
  • 200 Euro;

6 x 1. 240 Euro = 7. 440 Euro. Jahresrente = 14. 640 Euro. Davon 80 % steuerpflichtig = 11. 712 Euro. Minus Werbungskosten = 102 Euro. Zu versteuern = 11. 610 Euro. Für die restliche Rentenlaufzeit gilt: Der steuerfreie Betrag wird ermittelt anhand der Rente des Kalenderjahrs, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt.

Rentenbeginn war in 2020, zur Berechnung herangezogen wird also 2021. Wie oben dargelegt, beträgt in 2021 der steuerfreie Betrag 2. 928 Euro (20% von 14. 640 Euro). Dieser Betrag wird für die gesamte Laufzeit der Rente festgeschrieben.

Für 2022 heißt das also: 6 x 1. 240 Euro = 7. 440 Euro. 6 x 1. 280 Euro = 7. 680 Euro. Jahresrente = 15. 120 Euro. Minus steuerfreier Teil (Festbetrag laut 2021) = 2. 928 Euro. Minus Werbungskostenpauschbetrag = 102 Euro. Zu versteuern = 12. 192 Euro. 11. Wie werden Betriebsrenten und Beamtenpensionen besteuert? Werkspensionen (andere Begriffe: Werksrenten/Betriebsrenten) und Beamtenpensionen sind Zahlungen des ehemaligen Arbeitgebers.

Hier ändert sich durch das Alterseinkünftegesetz wenig. Betriebsrenten und Beamtenpensionen müssen voll versteuert werden. Die Lohnsteuer wird bei der Auszahlung einbehalten. Der Versorgungsfreibetrag ist nunmehr abhängig vom Jahr des Renten- bzw.

Pensionsbeginns. Bei Betriebsrenten und Beamtenpensionen, die im Jahr 2005 oder davor begonnen haben, liegt der Versorgungsfreibetrag bei 40 % der Versorgungsbezüge höchstens 3000 Euro. Für jeden späteren Rentner- bzw. Pensionärsjahrgang werden sowohl der Prozentsatz als auch der Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrags – wie auch der steuerfreie Teil der gesetzlichen Renten – kontinuierlich verringert.

Für jedes weitere Jahr bis 2020 verringert sich der Prozentsatz um 1,6 Punkte sowie der Höchstbetrag um 120 Euro, ab 2021 bis 2040 verringert sich für jedes weitere Jahr der Prozentsatz um 0,8 Punkte sowie der Höchstbetrag um 60 Euro.

Der bei Eintritt in den Ruhestand errechnete Versorgungsfreibetrag ist für die gesamte Dauer der Versorgung gleich. Der Werbungskostenpauschbetrag beträgt wie bei den Renten 102 Euro. Zusätzlich gibt es bei Betriebsrenten und Beamtenpensionen, die im Jahr 2005 oder davor begonnen haben, einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 900 Euro.

Der Zuschlag verringert sich für jeden neuen Rentner- bzw. Pensionärsjahrgang um 36 Euro für jedes weitere Jahr bis 2020 und um 18 Euro für jedes weitere Jahr ab 2021 bis 2040. 12. Wie werden Renten aus Pensionskassen besteuert? Renten aus Pensionskassen werden wie private Altersrenten mit dem Ertragsanteil besteuert, es sei denn, die Beiträge wurden seit 2002 zusätzlich steuerlich gefördert.

In dem Umfang, in dem die Renten aus Pensionskassen auf steuerlich geförderten Beiträgen beruhen, werden sie in voller Höhe besteuert. Renten aus Pensionskassen entsprechen nicht den Werkspensionen und Beamtenpensionen. 13. Wie werden gesetzliche Erwerbsminderungsrenten besteuert? Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden wie Altersrenten nachgelagert versteuert.

Das gilt auch für Renten, die schon vor 2005 begonnen haben. 14. Wie werden Renten aus einer privaten, selbständigen Erwerbsunfähigkeitsversicherung besteuert? Renten aus einer privaten, selbständigen Erwerbsunfähigkeitsversicherung (anderes Wort: Berufsunfähigkeitsversicherung) werden mit dem Ertragsanteil versteuert.

See also:  Wann Zahlt Versicherung?

Die Höhe der Ertragsanteile hängt von der Laufzeit der Rente ab. 15. Ich beziehe eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Was passiert, wenn sie in eine Altersrente umgewandelt wird? Für die Altersrente gilt die nachgelagerte Besteuerung, auch wenn sie aus der Umwandlung einer Erwerbsminderungsrente entsteht.

  • Wenn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente umgewandelt wird, berechnet sich der steuerfreie Rententeil etwas anders als üblich: Auf das Jahr des Rentenbeginns der Altersrente wird die Laufzeit der Erwerbsminderungsrente angerechnet;

Das ist günstiger für den Rentner. Der steuerpflichtige Anteil darf jedoch nicht kleiner als 50 Prozent sein. 16. Wie werden Renten eines Selbständigen besteuert, der Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung bzw. ein berufsständisches Versorgungswerk gezahlt hat? Diese Renten werden wie andere gesetzliche Altersrenten nachgelagert besteuert.

Auf Antrag kann ein Teil der Rente mit dem niedrigeren Ertragsanteil besteuert werden, und zwar dann, wenn bis zum 31. 12. 2004 für die Rente mindestens zehn Jahre Beiträge entrichtet wurden, die über den gesetzlichen Höchstbeiträgen zur Rentenversicherung lagen (so genannte Öffnungsklausel).

Der Rentner muss dazu einen Antrag stellen und den entsprechenden Rententeil nachweisen. Der Antrag kann erst im Jahr des Rentenbeginns gestellt werden, nicht früher. 17. Erfährt das Finanzamt, dass ich eine Rente beziehe? Es gibt eine zentrale Stelle, die jährlich über die Rentenempfänger und die Rentenzahlungen informiert wird.

Die Mitteilungen heißen Rentenbezugsmitteilungen. Sie stammen von den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, Pensionskassen und Pensionsfonds, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und den privaten Versicherungsunternehmen.

Die zentrale Stelle leitet die Daten zur Überprüfung an die Finanzämter weiter. Das kann dazu führen, dass das Finanzamt Sie auffordert, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, falls Sie nicht bereits von sich aus eine Einkommensteuererklärung abgegeben haben.

  • 18;
  • Muss ich jetzt keine Steuererklärung mehr abgeben, weil es doch diese Rentenbezugsmitteilungen gibt? Die Tatsache, dass es die Rentenbezugsmitteilungen gibt, entbindet nicht von der Pflicht, eine Einkommensteuererklärung abzugeben (siehe Frage 19);

19. In welchem Fall muss ich als Rentner eine Einkommensteuererklärung abgeben? Renten sind steuerpflichtig. Es besteht also im Prinzip die Verpflichtung, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Konkret gilt: Wenn die Renten und anderen Einkünfte nicht zu einer Einkommensteuerschuld führen (das heißt, wenn die Einkünfte so niedrig liegen, dass Sie keine Steuern zahlen müssen), brauchen Sie auch keine Steuererklärung abzugeben.

  • Ob so ein Fall vorliegt, kann hier leider nicht pauschal beantwortet werden;
  • In Zweifelsfällen hilft Ihnen Ihr Finanzamt schnell weiter;
  • 20;
  • Beispiel: Ich bin seit 2016 Rentnerin und alleinstehend;
  • Ab welchem Betrag muss ich ab 2017 eine Steuererklärung abgeben? Ein alleinstehender Rentner muss nur dann eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt;

Der Grundfreibetrag beträgt 8. 820 Euro im Jahr 2017, 9. 000 Euro im Jahr 2018, 9. 168 Euro im Jahr 2019, 9. 408 Euro im Jahr 2020 und 9. 744 Euro im Jahr 2021. Wenn außer der seit 2016 laufenden Rente keine weiteren Einkünfte vorliegen, wird dieser Betrag im Jahr 2017 in der Regel dann überschritten, wenn die gesetzliche Jahresbruttorente höher liegt als 14.

  1. 370 Euro;
  2. Im Jahr 2018 steigt dieser Betrag auf 14;
  3. 570 Euro, im Jahr 2019 auf 14;
  4. 870 Euro, im Jahr 2020 auf 15;
  5. 130 Euro und im Jahr 2021 auf 15;
  6. 158 Euro;
  7. Bitte beachten Sie: Die vorstehend genannten Beträge, ab denen eine Steuererklärung abzugeben ist, gelten nicht in jedem Fall;

Die regulären Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sind bereits berücksichtigt. Die genannten Beträge erhöhen sich, wenn Sie zusätzliche steuermindernde Tatbestände (z. den Pauschbetrag für behinderte Menschen) geltend machen können. 21. Beispiel: Wir sind seit 2016 Rentner und miteinander verheiratet.

  1. Ab welchem Betrag müssen wir ab 2017 eine Steuererklärung abgeben? Wenn ein verheiratetes Rentnerehepaar keine weiteren Einnahmen hat, muss es nur dann eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn das gemeinsame zu versteuernde Einkommen den doppelten Grundfreibetrag übersteigt;

Der doppelte Grundfreibetrag beträgt 17. 640 Euro im Jahr 2017, 18. 000 Euro im Jahr 2018, 18. 336 Euro im Jahr 2019, 18. 816 Euro im Jahr 2020 und 19. 488 Euro im Jahr 2021. Wenn außer den seit 2016 laufenden Renten keine weiteren Einkünfte vorliegen, wird dieser Betrag im Jahr 2017 in der Regel dann überschritten, wenn die gesetzliche Jahresbruttorente höher liegt als 28.

  • 850 Euro;
  • Im Jahr 2018 steigt dieser Betrag auf 28;
  • 970 Euro, im Jahr 2019 auf 29;
  • 570 Euro, im Jahr 2020 auf 30;
  • 110 Euro und im Jahr 2021 auf 30;
  • 782 Euro;
  • Bitte beachten Sie: Die vorstehend genannten Beträge, ab denen eine Steuererklärung abzugeben ist, gelten nicht in jedem Fall;

Eine Rolle spielt auch die Höhe der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Auch gegebenenfalls vorhandene weitere Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen spielen eine Rolle. 22. Beispiel: Ich bin seit 2005 Rentnerin und alleinstehend. Seit Juli 2014 ist meine Rente um die Mütterrente erhöht worden.

Wie wird die Mütterrente besteuert? Die so genannte Mütterrente ist als Teil Ihrer Altersrente steuerpflichtig. Sie ist eine außerordentliche Rentenanpassung. Der Rentenfreibetrag ist daher neu festzulegen (siehe Frage 9).

Der Besteuerungsanteil richtet sich nach dem Prozentsatz des Jahres 2005 (= 50%) und den Wertverhältnissen des Jahres 2005 (= 26,13 Euro monatlich je Kind). Der 2005 festgeschriebene Rentenfreibetrag hat sich daher um 156,78 Euro je Kind erhöht, für das die Mütterrente gezahlt wird (12 Monate * 26,13 Euro * 50%).

Bitte beachten Sie: Der Besteuerungsanteil, der auf die Mütterrente entfällt, wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern vom Finanzamt anhand der von der Deutschen Rentenversicherung elektronisch übermittelten Daten errechnet.

Um das Ausfüllen der Steuererklärung zu erleichtern, stellt die Deutsche Rentenversicherung Ihnen auf Wunsch eine Mitteilung über die Rentenhöhe und den Rentenanpassungsbetrag aus. Diese Mitteilung enthält auch den Hinweis, in welche Zeile des Steuererklärungsvordrucks die verschiedenen Angaben einzutragen sind.

Wie viel Rente darf ein Ehepaar haben ohne Steuern zu zahlen?

Ein Beispiel – Janina S. erhielt im Jahr 2013 bereits eine Rente. Sie bekam in einem Jahr eine Jahresbruttorente in Höhe von 12. 000 €. Hieraus ergibt sich ein Rentenfreibetrag in Höhe von 6. 000 €. Aufgrund der Rentenanpassungen beträgt ihre Jahresbruttorente im Jahr 2020 aber nun 12.

553 €. Somit würde das zu versteuernde Einkommen von Janina S. von 6. 000,00 € auf 6. 553,00 € steigen. Aufgrund des steuerlichen Grundfreibetrages (derzeit: (w: gfb) ) muss sie aber trotzdem keine Steuern zahlen, weil sie bis auf ihre Rente keine weiteren Einkünfte hat, die steuerpflichtig sind.

Derzeit bleiben in Deutschland schätzungsweise 1/4 aller Haushalte steuerfrei. Konkret gesagt: Bis zu einem Steuerfreibetrag von derzeit 10. 347 Euro für Alleinstehende und bei verheirateten Ehepaaren bis zu 20. 694 Euro bleibt die Rente steuerfrei. Hierbei ist aber nicht nur die eigentlich gezahlte Rentenzahlung zu berücksichtigen, sondern auch alle Nebeneinkünfte.

Wann muss ein Rentner keine Steuern zahlen?

11. 10. 2021 – 13:00 Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. – VLH Neustadt a. (ots) Ab wann müssen Rentnerinnen und Rentner Steuern zahlen? Was hat es mit dem Rentenfreibetrag auf sich? Und wie berechnet man den steuerpflichtigen Teil der Rente? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. (VLH) mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Rente und Steuern inklusive Rechenbeispielen.

Seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes am 1. Januar 2005 werden Renten in Deutschland nachgelagert besteuert. Doch nicht jeder, der Rente bezieht, ist auch zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben? Rentnerinnen und Rentner sind dann zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil ihrer Jahresbruttorente zuzüglich anderer steuerpflichtiger Einkünfte und abzüglich absetzbarer Kosten den Grundfreibetrag übersteigt.

Der Grundfreibetrag liegt 2021 für Alleinstehende bei 9. 744 Euro pro Jahr. Für Verheiratete und eingetragene Lebenspartner gilt der doppelte Wert, also 19. 488 Euro. Wird die komplette Rente besteuert? Dank des sogenannten Rentenfreibetrags bleibt ein gewisser Teil der Rente bislang steuerfrei.

Entscheidend für die Höhe des Rentenfreibetrags ist das Jahr des Rentenbeginns. Wer 2021 in Rente geht, dem steht ein Rentenfreibetrag von 19 Prozent zu. Das heißt: 19 Prozent der Rente bleiben steuerfrei, 81 Prozent der Rente müssen allerdings versteuert werden.

Der Rentenfreibetrag ist ein fester Eurobetrag, der in den Folgejahren grundsätzlich unverändert bleibt. Der steuerfreie Teil der Rente wird für zukünftige Rentner in den kommenden Jahren immer kleiner, bis 2040 alle Renten zu 100 Prozent versteuert werden müssen.

Wie wird der steuerfreie Teil der Rente errechnet? Grundlage für die Berechnung des Rentenfreibetrags ist die volle Jahresbruttorente. Die meisten Rentnerinnen und Rentner gehen allerdings unterjährig in Rente, sprich: Die Rente wird im ersten Jahr in der Regel für weniger als zwölf Monate gezahlt.

Deshalb wird der Rentenfreibetrag erst im zweiten – und damit vollen – Rentenbezugsjahr ermittelt. Ein Beispiel: Harald ist am 1. April 2014 in Rente gegangen. Damit steht ihm ein Rentenfreibetrag von 32 Prozent zu.

Der volle Rentenfreibetrag wird jedoch erst aus der Jahresbruttorente des zweiten Rentenbezugsjahrs errechnet. Haralds Jahresbruttorente 2015 betrug 24. 000 Euro. Sein Rentenfreibetrag in Höhe von 32 Prozent liegt damit also bei 7. 680 Euro. Dieser einmal ermittelte Rentenfreibetrag bleibt in den Folgejahren unverändert – auch wenn die Rente durch Rentenanpassungen steigt.

Der Rentenfreibetrag wird für jeden Rentner zu Beginn der Rente individuell festgelegt. Die jährlichen Rentenerhöhungen, die im Laufe der Rente folgen, müssen in voller Höhe versteuert werden. Wird man nach der Rentenanpassung steuerpflichtig? Jedes Jahr zum 1.

Juli erhöht die Bundesregierung die Renten, die sogenannte Rentenanpassung. Am 1. Juli 2020 konnten sich die Rentnerinnen und Rentner im Westen über 3,45 Prozent mehr Geld freuen, im Osten stieg die Rente um 4,20 Prozent. Zum 1. Juli 2021 sind die Renten in Ostdeutschland um 0,72 Prozent gestiegen.

See also:  Welche Versicherung Für Hausbau?

Die Rentnerinnen und Rentner in Westdeutschland erhielten keine Erhöhung ihrer Bezüge. Grund ist die Corona-Pandemie, die negative Auswirkungen auf die Lohnentwicklung hat. Der für die neuen Bundesländer maßgebliche aktuelle Rentenwert steigt damit auf 33,47 Euro.

Für die westdeutschen Bundesländer beträgt der Rentenwert weiterhin 34,19 Euro. Einige Rentnerinnen und Rentner fürchten Jahr für Jahr, dass sie durch die Rentenerhöhung plötzlich Steuern zahlen müssen. Doch diese Sorge ist meistens unbegründet. Werden durch die Rentenanpassung doch Steuern fällig, sind diese zunächst marginal.

Ein Beispiel: Rita ist alleinstehend und wohnt in Mannheim. Bisher blieb sie mit dem steuerpflichtigen Teil ihrer Rente unter dem Grundfreibetrag und musste keine Steuern zahlen. Im Sommer 2019 wurden allerdings die Renten für die alten Bundesländer um 3,18 Prozent angehoben.

Mit der Rentenerhöhung bekommt Rita nun jeden Monat mehr Rente und übersteigt jetzt den Grundfreibetrag um 100 Euro. Rita müsste nun 14 Euro Einkommensteuer zahlen. Aufgrund einer gesetzlichen Regelung (156 AO) wird das Finanzamt aber von der Festsetzung der Einkommensteuer absehen.

  1. Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e;
  2. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3;
  3. 000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein;

Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater. Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr.

  1. 11 StBerG;
  2. Pressekontakt: Christina Georgiadis Vereinigte Lohnsteuerhilfe e;
  3. (VLH) Fritz-Voigt-Str;
  4. 13 67433 Neustadt a;
  5. Weinstraße Tel;
  6. : 06321 4901-0 Fax: 06321 4901-49 E-Mail: [email protected];
  7. de Web: www;
  8. vlh;
  9. de/presse Original-Content von: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e;

– VLH, übermittelt durch news aktuell.

Wie viel Steuern bei 1600 Euro Rente?

Beispiel: Vorversicherungszeit für die KVdR – Ein Rentenantragsteller hat mit 25 erstmals eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Mit 65 geht er in die Rente. Sein Berufsleben umfasst 40 Jahre. In den letzten 20 Jahren, also ab 45 muss er zu 90 Prozent gesetzlich versichert gewesen sein, also 18 Jahre lang.

Selbst wenn nur einige Tage in den 18 Jahren fehlen, kommt die KVdR für den Betreffenden nicht in Frage. Wer an dieser 90-Prozent-Hürde scheitert, muss sich entweder freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern.

Letzteres ist jedoch gerade für Senioren häufig unerschwinglich. Wer gravierende gesundheitliche Probleme hat, für den kommt die Privatversicherung ohnehin nicht in Frage.

Wie viel Rente ist steuerfrei 2022?

Wann muss ich als Rentner eine Steuererklärung abgeben? – Sie als Rentner/in sind grundsätzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil Ihrer Jahresbruttorente den Grundfreibetrag  übersteigt. Der Grundfreibetrag liegt 2022 für Alleinstehende bei 10.

347 Euro pro Jahr. Für Verheiratete gilt der doppelte Wert. Wie Sie den steuerpflichtigen Teil Ihrer Jahresbruttorente errechnen können, folgt im Laufe des Artikels. Wichtig: Jeder Rentner bzw. jede Rentnerin muss eine Steuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt ihn oder sie dazu auffordert.

Erhalten Sie eine entsprechende Aufforderung vom Finanzamt, sollten Sie zügig reagieren. Das Amt wird sonst Ihre steuerliche Situation schätzen – und das kann zu empfindlichen Steuernachzahlungen führen. Einen schnellen Überblick zum Thema Rente und Steuern gibt Ihnen auch unser Video:.

Wie viel Steuern bei 1000 Euro Rente?

Ab welcher Rentenhöhe müssen auf die Rente Steuern gezahlt werden? – Ob Rentnerinnen und Rentner auf ihre Rente Steuern zahlen müssen, hängt von ihrem Eintrittsjahr und dem damit verbundenen Rentenfreibetrag sowie mit dem jährlich angepassten Steuerfreibetrag ab.

Ein Rechenbeispiel : Wer 2020 in Rente ging, hat einen Rentenfreibetrag von 20 Prozent. 80 Prozent der Brutto-Rente sind also steuerpflichtig. Wenn diese Person aktuell genau 1000 Euro monatliche Rente bekommt, muss sie 2021 keine Steuern zahlen.

Denn 80 Prozent der jährlichen Bruttorente von 12. 000 Euro sind 9600 Euro. Das liegt unter dem aktuellen Steuerfreibetrag von 9744 Euro. Wenn diese Person aber aktuell 1500 Euro monatliche Rente bekommt, liegt Rente bei 18. 000 Euro pro Jahr. 80 Prozent davon sind 14.

Welche Rentner müssen keine Steuererklärung abgeben?

Grundfreibetrag und Rentenfreibetrag – Neben dem Grundfreibetrag gibt es auch noch den Rentenfreibetrag , der unabhängig vom Grundfreibetrag gewährt wird. Die Höhe des Rentenfreibetrags ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Wenn Sie beispielsweise im Jahr 2021 in Rente gegangen sind, steht Ihnen ein Rentenfreibetrag von 19 Prozent zu.

Bedeutet: 19 % Ihrer Rente bleiben steuerfrei. Die verbleibenden 81 % müssen jedoch ganz regulär versteuert werden. Beispiel Grundfreibetrag und Rentenfreibetrag Nehmen wir einmal an, Sie leben allein und beziehen eine Jahresbruttorente in Höhe von 11.

000 €. Da Sie im Jahr 2021 in Rente gegangen sind, steht Ihnen ein Rentenfreibetrag in Höhe von 19 % Ihrer Bruttorente zu.

  • Rentenfreibetrag                         = 2. 090 €
  • Grundfreibetrag Alleinstehende = 9. 744 €

    = Summe Rentenfreibetrag + Grundfreibetrag = 11. 834 € Da der Grund- und Rentenfreibetrag in Summe Ihre Jahresbruttorente übersteigt, müssen Sie keine Steuern zahlen und sind somit auch nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Vorausgesetzt, Sie erzielen keine weiteren Einnahmen. Wichtig:  Wer ab dem Jahr 2040 in Rente geht, wird diese voll versteuern müssen.

Wird man als Rentner vom Finanzamt angeschrieben?

Viele Rentenbeziehende erhalten unerwartet Post vom Finanzamt. Die Steuerbehörde fordert darin zur Abgabe einer Steuererklärung auf. Für viele Rentner kommt diese Nachricht vollkommen überraschend. Üblicherweise wird eine recht kurze Frist gesetzt, bis zu der man die Steuererklärung abgeben muss.

Was bleibt von 1300 Euro Rente übrig?

Von 1300 Euro, die die Renteninformation beispielsweise einem Durchschnittsverdiener in Aussicht stellt, bleiben real gerade einmal 950 Euro übrig ‘, teilte der Sender mit. Ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund nannte die Darstellung „in hohem Maße irreführend und teilweise auch schlicht falsch’.

Wie hoch ist der Grundfreibetrag bei der Rente?

Wann Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen – Für die Steuererklärung als Rentner ist es wichtig zu wissen, dass ein Teil der Rente dank dem Rentenfreibetrag steuerfrei ist. Der restliche Teil ist steuerpflichtig. Wie hoch Ihr Rentenfreibetrag ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab, wie der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.

informiert – er ist also nicht für jeden Rentner gleich. Bei einem Renteneintritt im Jahr 2022 steht Ihnen ein Rentenfreibetrag von 18 Prozent zu. Das bedeutet, dass 18 Prozent Ihrer Rente steuerfrei sind, während die übrigen 82 Prozent versteuert werden müssen.

Der Rentenfreibetrag bleibt in den folgenden Jahren für Sie unveränderlich. Je später Sie in Rente gehen, umso kleiner wird allerdings der Rentenfreibetrag – ab 2040 muss sogar 100 Prozent der Rente versteuert werden. Die Entwicklung des Rentenfreibetrags im Überblick:

Jahr des Renteneintritts Besteuerungsanteil in Prozent Rentenfreibetrag in Prozent
2021 81 19
2022 82 18
2023 83 17
2024 84 16
2025 85 15
. . .
2040 100

Quelle: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. Auf den übrigen, steuerpflichtigen Teil der Rente wird der Grundfreibetrag angewendet. Das heißt, auch hier bleibt ein Teil der Rente von der Steuer unangetastet. Der Grundfreibetrag wurde rückwirkend zum 1. Januar 2022 von 9. 744 im Jahr auf 10. 347 Euro im Jahr angehoben.

  • Rentner dürfen also auf den Monat gerechnet Einnahmen in Höhe von 862,25 Euro statt 812 Euro steuerfrei behalten;
  • Zu den Einnahmen zählen die gesetzliche Rente , Einkünfte aus Nebenjobs , Kapitaleinkünfte, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie gegebenenfalls Bezüge aus einer Betriebs- oder Witwenrente;

Wenn alle diese Einnahmen zusammen den Grundfreibetrag überschreiten, wird eine Steuererklärung fällig. Wichtig zu wissen: „Grundsätzlich geht jede Rentenerhöhung in den steuerpflichtigen Teil der Rente”, wie Karbe-Geßler erklärt. Das heißt, bei jeder Rentenerhöhung sollten Senioren prüfen, ob ihre Einnahmen nun den Grundfreibetrag übersteigen – denn bei dem steuerfreien Teil der Rente handelt es sich um einen festgelegten Betrag, der nach Beginn der Rente nicht mehr angepasst wird.

Wie hoch ist der steuerpflichtige Teil der Rente?

Ausgehend von einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2002 wurde die Besteuerung der Altersbezüge seit 2005 mit dem Alterseinkünftegesetz neu geregelt. Die Systematik ist nun so: Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen gegenwärtig nur zum Teil der Besteuerung.

Wer seit dem Jahr 2005 oder früher eine Rente bezieht, muss diese sogar nur zu 50 Prozent versteuern. Der Anteil an der Rente, der nicht der Besteuerung unterliegt (individueller Rentenfreibetrag ) , wird im Jahr nach Rentenbeginn festgesetzt und grundsätzlich Jahr für Jahr steuermindernd angesetzt.

Der steuerpflichtige Teil der Rente (Besteuerungsanteil) ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Er steigt bis 2020 um jährlich zwei Prozentpunkte und danach um jeweils einen Prozentpunkt auf schließlich 100 Prozent im Jahr 2040 an. Gleichzeitig werden in der Erwerbsphase die Rentenbeiträge ausgehend von 60 Prozent im Jahr 2005 von Jahr zu Jahr in einem um zwei Prozentpunkte ansteigenden Umfang als Sonderausgaben abgezogen, so dass sie bereits im Jahr 2025 zu 100 Prozent berücksichtigt werden.

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Die Infografik illustriert, wie der steuerpflichtige Anteil der Rente von 50 Prozent beim Renteneintritt im Jahr 2005 auf 100 Prozent im Renteneintrittsjahr 2040 ansteigen wird. Der Anstieg erfolgt zunächst schneller.

So liegt der steuerpflichtige Anteil bei einem Renteneintritt im Jahr 2020 bereits bei 80 Prozent. Der steuerpflichtige Anteil der Rente ist damit in 15 Jahren um 30 Prozentpunkte angestiegen. Danach verlangsamt sich die Ausweitung der Steuerpflicht. In den 20 Jahren bis 2040 wird sie um weitere 20 Prozentpunkte ansteigen.

Was bleibt von 1000 Euro Rente übrig?

Juli 2020 Rentenauskunft weist nur die Bruttorente aus – VdK -TV zeigt auf, welche Abzüge hinzukommen © Unsplash “> © Unsplash Wie viel Rente man eines Tages bekommen wird, ist schwer zu durchschauen. Zwar informiert die Rentenversicherung jährlich über die Höhe der künftigen Bruttorente, doch davon werden im Ruhestand mehrere Beträge abgezogen. Welche das sind, darüber informiert VdK -TV im Beitrag am 6. Juli. Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss – ähnlich wie Arbeitnehmer – von seiner gesetzlichen Rente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten, insgesamt etwa elf Prozent der Bruttorente.

Sie werden direkt von der Rente abgezogen. Den allgemeinen Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 14,6 Prozent teilt sich der Rentner mit der Rentenversicherung. Beide tragen jeweils einen Anteil von 7,3 Prozent.

Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der ebenfalls paritätisch finanziert wird. Im Schnitt liegt er bei 1,1 Prozent – für den Rentner sind dies 0,55 Prozent. Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt derzeit 3,05 Prozent. Er wird vom Rentenbezieher alleine getragen.

  • Wer keine Kinder hat, muss 0,25 Prozent mehr bezahlen;
  • Hat ein Rentner laut Renten­information Anspruch auf 1000 Euro Rente, zahlt er inklusive Zusatzbei­trag 78,50 Euro für die Krankenversicherung und 30,50 Euro für die Pflegeversicherung;

Er bekommt also 891 Euro ausbezahlt. Renten sind seit 2005 grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Im Gegensatz zum Arbeitslohn wird von der Rente jedoch keine Lohnsteuer abgezogen. Das bedeutet, dass Senioren ihre Einkünfte selbst versteuern müssen. Wie hoch der steuerpflichtige Anteil ist, hängt unter anderem vom Rentenbeginn ab.

Jahr für Jahr erhöht sich für Neurentner der Anteil der zu zahlenden Steuer. Arbeitnehmer, die 2020 in Rente gehen, müssen auf 80 Prozent ihrer Rente Steuern zahlen. Wer 2040 in Rente geht, muss seine Alterseinkünfte voll versteuern.

Auch die jährlichen Rentenerhöhungen können unter Umständen dazu führen, dass jemand steuerpflichtig wird. Neben der gesetzlichen Rente beziehen manche Rentner eine Riester- oder eine Rürup-Rente. Beide sind sozialversicherungsfrei, müssen aber voll versteuert werden.

  1. Für Betriebsrenten hingegen müssen Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung entrichtet werden;
  2. Im Jahr 2020 gilt bei der Einkommensteuer ein jährlicher Grundfreibetrag von 9408 Euro;
  3. Dieser Betrag ist steuerfrei;

Erst der Anteil, der über dem Freibetrag liegt, wird für die Besteuerung herangezogen. Bei der Steuererklärung kann man außerdem Sonderausgaben, Werbungskosten, die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie den persönlichen Rentenfreibetrag geltend machen.

Was bleibt mir von 2000 Euro Rente übrig?

Die Nettorente nach Steuern: Die reale Nettorente Die Jahresrente wird um die gesetzlichen KV-und Pflegebeiträge und den zu zahlenden Steuern bereinigt. Die Beitrags-und Steuerlast beträgt für Richarda 2017 real monatlich von den 2000 € Bruttorente = 327,60€.

Warum muss ich als Rentner so viel nachzahlen?

📌 Das Wichtigste zur Steuererklärung für Rentner:innen in Kürze: –

  • Auch Rentner zahlen (leider) Steuern 😕 Sobald das Einkommen über dem sogenannten Grundfreibetrag liegt, sind Steuern fällig!
  • Wenn du Rente erhältst, bist du grundsätzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
  • Im Gegensatz zur Lohnsteuer beim Lohn, werden bei Renten unterjährig keine Steuerabzüge einbehalten. Das führt oft zu Nachzahlungen in der Steuererklärung.
  • Auch als Rentner:in kannst du viele Ausgaben, wie Versicherungen, Kosten für Medikamente oder Kontoführungsgebühren absetzen.

Wird die große Witwenrente ein Leben lang gezahlt?

Die große Witwenrente 2017: um was geht es? Die große Witwenrente ist nicht deshalb groß, weil es viel Geld gibt. Sie nennt sich so, weil der Gesetzgeber die Rentenleistung ab einem bestimmten Lebensalter des Anspruchstellers ein Leben lang zahlt.

Wie hoch ist der rentenfreibetrag 2021?

Das gilt für Rentner – Wie Ihre Renteneinkünfte steuerlich behandelt werden, richtet sich nach dem Jahr Ihres Rentenbeginns. Wir erklären die Zusammenhänge: Bei Renten, die spätestens im Dezember 2005 begannen, wurden 50 Prozent der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt.

  • Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte;
  • Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020 sind es somit bereits 80 Prozent;
  • Danach erhöht er sich jeweils nur noch um einen Prozentpunkt;

Wenn Sie im Jahr 2040 oder später in Rente gehen werden, müssen Sie Ihre Rente grundsätzlich voll versteuern. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass Sie tatsächlich Steuern zahlen müssen. Für alle, die bis 2039 erstmals Rente bekommen, errechnet das Finanzamt einen „Rentenfreibetrag”.

  • Das ist der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss;
  • Der Rentenfreibetrag ist ein fester Eurobetrag und bleibt auch in den Folgejahren unverändert;
  • Das gilt auch dann, wenn Ihre Rente durch Rentenerhöhung weiter steigt;

Künftige Rentenanpassungen erhöhen somit das individuelle steuerpflichtige Renteneinkommen und sind in voller Höhe steuerpflichtig. Wichtig: Wir melden die erforderlichen Daten für die Rentenbesteuerung an die Finanzverwaltung. Es werden allerdings keine Steuern von uns abgeführt.

  1. Bitte beachten Sie: Auch wenn Sie zu Rentenbeginn noch keine Steuern zahlen, kann sich dies im Laufe des weiteren Rentenbezugs ändern;
  2. Beispiel: Maren K;
  3. , die schon im Jahr 2004 Rente erhielt, bekam im Jahr 2005 eine Jahresbruttorente von 12;

000 Euro. Hieraus errechnet sich ihr „Rentenfreibetrag” in Höhe von 6. 000 Euro. Im Jahr 2021 beträgt ihre Jahresbruttorente aufgrund der bisherigen Rentenanpassungen 15. 440 Euro. Ihr „Rentenfreibetrag” bleibt trotzdem bei 6. 000 Euro. Damit steigt ihr zu versteuerndes Renteneinkommen von 6.

000 Euro auf 9. 440 Euro. Aufgrund des steuerlichen Grundfreibetrages (der 9. 744 Euro im Jahr 2021 beträgt) muss sie trotzdem keine Steuern zahlen, da sie außer ihrer Rente keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte hat.

Wenn Sie Ihre Rente zeitweilig als Teilrente erhalten oder wenn diese wegen einer Einkommensanrechnung gekürzt wird, wird der Rentenfreibetrag entsprechend angepasst. Für tiefergehende Informationen schauen Sie in unsere Broschüre Versicherte und Rentner: Informationen zum Steuerrecht  (PDF, 862KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Welche Rentner müssen keine Steuererklärung abgeben?

Grundfreibetrag und Rentenfreibetrag – Neben dem Grundfreibetrag gibt es auch noch den Rentenfreibetrag , der unabhängig vom Grundfreibetrag gewährt wird. Die Höhe des Rentenfreibetrags ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Wenn Sie beispielsweise im Jahr 2021 in Rente gegangen sind, steht Ihnen ein Rentenfreibetrag von 19 Prozent zu.

  1. Bedeutet: 19 % Ihrer Rente bleiben steuerfrei;
  2. Die verbleibenden 81 % müssen jedoch ganz regulär versteuert werden;
  3. Beispiel Grundfreibetrag und Rentenfreibetrag Nehmen wir einmal an, Sie leben allein und beziehen eine Jahresbruttorente in Höhe von 11;

000 €. Da Sie im Jahr 2021 in Rente gegangen sind, steht Ihnen ein Rentenfreibetrag in Höhe von 19 % Ihrer Bruttorente zu.

  • Rentenfreibetrag                         = 2. 090 €
  • Grundfreibetrag Alleinstehende = 9. 744 €

    = Summe Rentenfreibetrag + Grundfreibetrag = 11. 834 € Da der Grund- und Rentenfreibetrag in Summe Ihre Jahresbruttorente übersteigt, müssen Sie keine Steuern zahlen und sind somit auch nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Vorausgesetzt, Sie erzielen keine weiteren Einnahmen. Wichtig:  Wer ab dem Jahr 2040 in Rente geht, wird diese voll versteuern müssen.

Was bleibt von 1300 Euro Rente übrig?

Von 1300 Euro, die die Renteninformation beispielsweise einem Durchschnittsverdiener in Aussicht stellt, bleiben real gerade einmal 950 Euro übrig’, teilte der Sender mit. Ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund nannte die Darstellung „in hohem Maße irreführend und teilweise auch schlicht falsch’.

Was zieht das Finanzamt von der Rente ab?

In diesem Jahr liegt der Grundfreibetrag für Rentner bei 9408 Euro – Konkret geht das so: Innerhalb einer Übergangsphase bis 2040 steigt der Anteil der Rente, der steuerpflichtig ist, bis auf 100 Prozent im Jahr 2040. So waren im vergangenen Jahr für Neurentner noch 78 Prozent ihrer Bruttorente steuerpflichtig, für Neurentner in diesem Jahr sind es bereits 80 Prozent.

  1. Wenn mehr Ruheständler Steuern zahlen müssen, tragen also zwei Effekte dazu bei: der höhere steuerpflichtige Anteil der Renten und zum Teil die Rentenerhöhungen, die für manche Ruheständler auch eine unerfreuliche Seite haben können: Sie müssen womöglich erstmals nachträglich Steuern zahlen und werden vom Finanzamt aufgefordert, für 2020 eine Steuererklärung einzureichen;

Ob das Finanzamt mitkassieren darf, hängt aber vom Einzelfall ab, eine Steuererklärung abgeben zu müssen, heißt nicht automatisch, dass Steuern anfallen. Grundsätzlich hat jeder Rentner wie jeder Steuerpflichtige einen Grundfreibetrag. Dieser liegt 2020 bei 9408 Euro.

  • Einkommen in dieser Höhe bleiben steuerfrei;
  • Auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können Rentner von der Steuer absetzen;
  • Daten des Bundesfinanzministeriums zeigen nun: Ein alleinstehender Ruheständler ohne weitere Einkünfte, der 2020 in den Ruhestand getreten ist, muss nun bereits ab einer Bruttomonatsrente von mehr als 1166 Euro Steuern zahlen;

2019 lag diese Untergrenze noch bei 1200 Euro, 2010 bei 1357 Euro. Das Ministerium hat dabei bereits neben dem Grundfreibetrag die Werbungskostenpauschale (102 Euro), den Pauschbetrag für Sonderausgaben (36 Euro) und Aufwendungen für die Vorsorge (1420 Euro) berücksichtigt.

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